Geistliches Wort Juni 2019

Jesus Christus spricht: Denn, wenn ich nicht weggehe, kommt der TRÖSTER nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun, über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. (Johannes 16, 17-18)

Die Erfahrung der nachlassenden Sehkraft hat schon so manchen zu schaffen gemacht. Um wieder schärfer zu sehen, geht man zum Optiker. Mit Hilfe der Brille lässt sich die Sehstärke wieder herstellen bzw. wir können dann schärfer sehen.

Jesus beschreibt den Geist Gottes auch als einen, der uns schärfer sehen lässt. Dieses gilt nicht nur für die bunte Schönheit der Welt, das Glück, die Gerechtigkeit, den Segen, sondern auch für die dunklen Seiten, die unrechtmäßigen Machenschaften, die Sünde und das Gericht. Der Geist Gottes möchte uns wache Augen geben, die sehen und begreifen, was bei uns und in der ganzen Welt vorgeht. Wo etwas falsch und ungerecht läuft.

Wir machen die Erfahrung, dass das Leben nicht immer voller Heiterkeit ist. Manchmal erleben wir es persönlich und manchmal sehen wir es in dem Schicksal anderer Menschen, wie die Lebensfreude durch die einschleichenden Ängste und Sorgen verdrängt wird. Wir erleben, wie viele Dinge uns das Leben schwermachen. Man fühlt sich in solchen Situationen verloren und unglücklich. Man verliert den klaren Durchblick. Wie gut ist es, wenn wir in solchen Lebenslagen Trost bekommen und uns Mut zugesprochen wird. Die Bibel berichtet, dass es bei den Menschen solche Situationen und diese Bedürfnisse seit dem Sündenfall gegeben hat.

Unser Gott und Schöpfer dieser Welt weiß sehr wohl um unsere Ängste und Bedürfnisse. Deshalb möchte er selbst persönlich unser Tröster bzw. Begleiter durch das Leben sein. Dieses lässt er uns schon am Anfang beim Lesen der Bibel spüren. Die ersten Geschöpfe müssten zwar der Nähe Gottes weichen, aber er hat seine Treue durch Abraham zugesagt: Und durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden. (1. Mose 22, 18 )

Deutlicher wird er durch den Propheten Jesaja, wo er sagt: Ich, ich bin eurer Tröster! (Jesaja 51, 12). Noch deutlicher wird er durch seinen Sohn Jesus Christus, der durch das Johannes Evangelium zu uns spricht, dass er den Tröster zu uns senden wird. Joh. 16, 17 Und in der Tat ist der Heilige Geist, der Tröster am Pfingsttag zu uns gekommen. Er ist ein Teil des dreieinigen Gottes und übernimmt die leitende Funktion des Lehrers (Joh. 14, 26). Der Tröster kommt vom Vater, er ist Geist der Wahrheit, und er gibt das Zeugnis von Jesus Christus (15, 26). Der Heilige Geist erinnert uns an das Geschehen auf Golgatha. Jesus Christus ist für die Sünden der Menschen gestorben und er ist nicht im Tod geblieben, sondern siegreich auferstanden. Wer an Jesus Christus glaubt, ist vom Gericht freigesprochen (Joh. 3, 18).

Durch dieses vollbrachte Werk werden wir in die Gemeinschaft der Gnade, der großen Liebe Gottes und des Heiligen Geistes mit hineingenommen. In dieser Gemeinschaft öffnet sich die Quelle des Lebens. Aus der sprudelt das lebendige Wort Christi. Es ist ein Zuspruch, ein Segen und eine Einladung gleichzeitig. Hier finden wir die Grundlage aller Lehre vom Glauben an dem lebendigen Gott. In erster Linie sollten wir uns für das Lesen der Bibel und Hören der Predigt öffnen, um die erfrischende Wirkung des Heiligen Geistes spüren und sie lebendig erleben.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht“. (Hebräer 4, 7)

Der Geist Gottes lässt uns nicht nur schärfer sehen, sondern er aktiviert auch die anderen Sinne wie Hören und Reden, damit unser Verhalten eine neue Form bekommt. Diese Veränderungen bleiben nicht spurlos, sondern sie werden sichtbar in den Früchten eines guten Baumes, der eine gute Frucht hervorbringt. Der Geist Gottes lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude, und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.

Es lohnt sich das Herz für Jesus zu öffnen und das Wirken des Heiligen Geistes zulassen. Er nimmt uns alle unsere Ängste. Er tröstet und ermutigt uns.

(Alexander Schachtmaier)

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