Das Wort Gottes in Tscheljabinsk (Juni 2019)

Tscheljabinsk ist eine Millionenstadt, die an der Grenze zwischen Mittlerem und Südlichem Ural liegt. Vor ca. 15 Jahren wurde in dieser Stadt eine evangelisch-lutherische Kirche erbaut, dies war ein deutlicher Schritt nach vorne in der Geschichte der Gläubigen. Es war ein sichtbares Zeichen des Sieges Jesu und die Freude der Geschwister. Vor 8 Jahren hat Pastor Waldemar Jesse den Dienst in der Gemeinde übernommen. Es war nicht einfach, denn es waren noch mehrere Hauskreise und Gemeinschaften in einem Umkreis von 800 km zu betreuen. Im Januar 2018 sind nun wir, die Familie Schreiner, zur Unterstützung ausgesandt worden. Im Sommer 2019 sollten sie die Aufenthaltserlaubnis für ihren Dienst für drei Jahre bekommen. Die Entscheidung wird Ende August fallen, und bis dahin bleibt es ein großes Gebetsanliegen. Denn „Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet den HERRN der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. Lukas 10,2 und „Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?“ Römer 10,14.

Kinder- und Jugendarbeit

Uns, der Familie Schreiner wurde die Jugendarbeit und die Kinderarbeit in der Gemeinde in Tscheljabinsk anvertraut, sie machen dies als Team. Die Jugendstunde findet sonntags nach dem Gottesdienst statt. Es ist vieles im Entstehen und es muss eine Sicherheit und Stabilität einkehren. Es finden immer wieder Seminare für die Mitarbeiter und Freizeiten statt. Betet bitte weiter, dass diese Arbeit auch weiter geht und ein Segen für die Menschen sein kann.

Menschen in der Not

Es ist eine große Not da. Die Not, dass es sehr viele sozial schwache Menschen und Familien gibt, aber auch eine seelische Not. Wenn ein Mensch ohne Jesus lebt, dann ist es eine schreckliche Not! Vor kurzem war es möglich ein Gartenhaus zu kaufen. Es ist eine große Hilfe für die sozial schwachen Menschen. Dort könnten sie registriert werden, um die Papiere zu beantragen. Außerdem finden in diesem Gartenhaus jeden Mittwoch Bibel- und Gebetskreise statt. Die Menschen sind sehr froh und offen. Sie stellen Fragen und interessieren sich für den Glauben. Neben dieser Möglichkeit sind auch andere Aufgaben zu erledigen. Die Gemeindearbeit in Tscheljabinsk und die Geschwister in den benachbarten Städten brauchen Unterstützung und Mut. Nach Möglichkeit werden Besuche und Schulungen organisiert. Die persönlichen Gespräche und Begegnungen bringen Freude und helfen weiter. Bitte betet weiter, dass die Liebe Gottes die Herzen der Menschen erreicht und ihr Leben verändert. (Alexander Schreiner)

Wochenende mit Waldemar Lies in der ChristusBrüderGemeinde Wolfsburg

Seitdem wir unsere Kirche und das Gemeindehaus vor drei Jahren bezogen haben arbeiten wir, die ChristusBrüderGemeinde in Wolfsburg, daran, unsere Identität als lokale Gemeinde innerhalb Christi Gemeinde zu formulieren. Unser Gott hat es geführt, dass Waldemar Lies uns in der gesamten Zeit mit seinen Gaben und seiner großen Erfahrung angeleitet und enorm unterstützt hat.

So war Waldemar auch am letzten Wochenende im April mit seiner Familie bei uns. Am Samstag, den 27.04. hatten die Brüder zusammen mit Waldemar wieder einen intensiven Austausch über dem Wort Gottes und zu unserer Gemeinde.

Den Tag haben wir mit Gedanken zu Epheser 3, 14—19 begonnen. Paulus betet in diesen Versen für die Gemeindemitglieder in Ephesus, dass sie fest in der Liebe Gottes verwurzelt sind. Dies ist Grundlage und Erkennungszeichen jedes Christen. Gleichzeitig stellen diese Worte einen hohen Anspruch dar. Denn Jesu Liebe soll in der Liebe zueinander sichtbar werden. Damit das nicht nur ein frommer Wunsch bleibt, muss es mit Leben gefüllt werden. Was dies für unsere Gemeinde in Wolfsburg konkret bedeutet, haben wir den Rest des Tages ausgiebig besprochen.

Am Sonntag hat Waldemar uns am Wort gedient und sich in diesem Zuge unserer Gemeinde als neuer Geschäftsführer der kirchlichen Gemeinschaft vorgestellt. Anhand des Wortes „Siehe“ hat er die wichtigen Fragen aus der Passions- und Ostergeschichte entfaltet und gewinnend aufgefordert das persönliche Anklopfen Jesu (Off. 3,20) nicht zu ignorieren, sondern mit einer Einladung zu beantworten. Wir sind sehr dankbar für das Wochenende und die Unterstützung durch Waldemar Lies und freuen uns auf die nächsten Gelegenheiten gemeinsam mit ihm über den Weg unserer Gemeinde nachzudenken.  (Dimitri Asmus)

Auf dem WEG wort.wert | erlebt | gedacht (Waldemar Lies)

1.April. April, April… Mir ist es nicht zum Scherzen. Oder doch? Ein Tag zuvor wurde ich gefragt: „Wie wird denn dein erster Arbeitstag auf der neuen Arbeitsstelle aussehen?“ Ich überlegte kurz und sagte: „Ich werde, wie die Tage davor, morgens ins Büro gehen, nach der stillen Zeit meinen Computer hochfahren und – dort habe ich schon jetzt genügend To-Dos, um mich bis zum Abend zu beschäftigen!“

5.-7. April. MännerWE in BSA. Es sind nicht viele da, aber die Gemeinschaft ist dafür intensiv und der Austausch offen. „Ein Mann. Ein Wort“ war das Thema, dabei hat uns Boas als Vorbild bei der Arbeit, in der Gesellschaft und in der Familie genügend Stoff für Gespräche und Anregungen für den Alltag geboten.

15. April. Beerdigung von meiner Tante in Bünde. In Anlehnung an den aktuellen Wochenspruch (Johannes 3,14f) weise ich in meiner Predigt darauf hin, dass die verstorbene Glaubensschwester durch ihren Glauben an Jesus Christus das ewige Leben hat und jetzt das sehen kann, was sie glaubte.

21. April. Buchen. Aus 4 verschiedenen Orten sind unsere Geschwister zusammengekommen, um gemeinsam Ostern zu feiern – mit Liedern, Gedichten, Predigten und leckerem Ostergebäck! Die Auferstehungsbotschaft gewinnt Relevanz, wenn wir uns der wichtigen Frage nach der Sünde und Schuld stellen, denn diese wurde durch den Kreuzestod Jesu beantwortet und durch Seine Auferstehung besiegelt.

22. April. Besuch in der Brüdergemeinde Lahr. In der Predigt aus Psalm 16 wird verdeutlicht, dass obwohl der Tod auch ein geschichtliches Ereignis und der Lohn der Sünde ist, hat Jesus durch seine Auferstehung den Tod besiegt und jeden, der an ihn glaubt, mitauferweckt.

26.-28. April. ChristusBrüderGemeinde Wolfsburg. Junge Mitarbeiter, die motiviert mit- und vordenken, bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Herzliche Gemeinschaft unter älteren und jüngeren Geschwistern. Schwere Fragen stellen, um gemeinsam Gottes Wegweisung zu erkennen.

4-5. Mai. Konfirmation. Die Predigt beim Vorstellungsgottesdienst richtet sich an die Konfis mit der Frage, die aus Philipper 3,12 abgeleitet wird: „Hast du dich von Christus ergreifen lassen?“ Wissenstransfer – aus dem Kopf ins Herz und in die Hände – ist die große Herausforderung! Das Gelingen wird sichtbar, wenn eine Gemeinde zu MEINER Gemeinde wird. Natürlich unter der Voraussetzung, dass dem ein volles „JA“ zu Jesus-Nachfolge vorausgeht.

12. Mai. Ich halte inne im Wetzlar Dom, weil es eine Kathedrale mit einer Millennium-alten Geschichte und Tradition ist. Mich bewegt ein Gedanke: „Gerade begegnen sich hier Menschen nicht aus Tradition. Diese Begegnung der Christen aus verschiedenen Gemeinden, Prägungen und Ländern hat einen Grund: weil sie alle Jesus Christus nachfolgen und den Missionsbefehl befolgen!“

Waldemar Lies

 

Rückblick Männerwochenende April 2019

Männerwochenende April 2019

Wir durften das erste Männerwochenende mit Waldemar Lies, als neuer Geschäftsführender  Prediger der Kirchlichen Gemeinschaft, vom 05.04-07.04.19, in Bad Sooden-Allendorf, verbringen!

Das Wochenende verging wie im Flug. Ein großes Dankeschön geht an Schwester Lydia Schulz, die sich an diesem Wochenende um unser leibliches Wohl kümmerte. Wir waren eine überschaubare Gruppe, aber dafür konnten wir uns alle persönlich kennenlernen und uns aus biblischer Sicht austauschen.

Das Thema war: „Ein Mann- ein Wort“. Vorstellen konnten wir uns dazu nicht viel, aber wir nahmen die komplette Geschichte von Rut durch! Wir durften den Boas näher kennenlernen und haben gesehen, wie er mit Gott gelebt und gehandelt hat. Obwohl Boas Rut nicht kannte, hat er für sie eingestanden und sie umgesorgt.  Es war Gott, der für Rut und Naomi gesorgt hat. So sorgt er sich auch heute noch um seine Kinder!

Wir dürfen Ihm alles in unserem Leben anvertrauen. So heißt es im Psalm 118 Vers 8: „Es ist gut, auf den Herrn zu vertrauen, und nicht sich verlassen auf Menschen“. (Dimitri Schneidmüller, Enger)

 

Rückblick Frauenseminar Brüdergemeinde Bad Sooden-Allendorf 2019

Liebe Geschwister,

vom 29.-30. März hatten wir Frauen aus BSA und Bottrop, an einem Seminar über das Buch Rut teilgenommen. Wir haben viel über wahre Christusnachfolge dabei gelernt und uns damit beschäftigt, welche Folgen eine falsche Entscheidung nach sich ziehen kann. Es ging auch darum, welche Verbindung das Buch Rut mit unserem Erlöser hat. Wir danken Gott und der Referentin Aljona Promorowa, die zu uns aus Uljanofsk kam, für diese schöne Zeit im Tagungsheim der Kirchlichen Gemeinschaft.

Zum Schluss möchte ich noch ein Gebet aus dem Seminar mit euch teilen. Neu war das das gesamte Seminar auf Russisch war. Deswegen habe ich das Gebet übersetzt: „Schicke mich da hin, wo du mich haben willst. Nur gehe mit mir. Lege mir jede Last auf. Nur helfe mir tragen. Trenne jede Bindung in meinem Leben außer diese, die mich mit Dir verbindet und deinem Herzen.“

Für uns war klar, so ein Seminar werden wir auf alle Fälle wiederholen. (Valentina Ferderer)

Einladung zur Bibelwoche Juli 2019

Unser Leben ist voll von Höhen und Tiefen und oft fehlt uns der Mut zu glauben. Seid herzlich eingeladen zur Bibelwoche von 08.-13 Juli mit Viktor Gräfenstein und Viktor Büchler. Wir wollen in dieser Woche gemeinsam vom Buch der Richter lernen und uns mit den Glaubenszeugen beschäftigen, wie sie geglaubt, gelebt und gewirkt haben. Aus ihrem Leben lernen und es in unserem Leben umzusetzen. Natürlich ist auch Zeit für Gemeinschaft und Freizeit eingeplant.

Hierzu sind alle eingeladen von Jung bis Alt und natürlich auch Ehepaare. Wir freuen uns auf eure Gemeinschaft. Anmeldungen im Büro der Kirchlichen Gemeinschaft

 

Seminar für Brüder am Wort – Mai 2019

Die Rückmeldungen zum Seminar für Brüder am Wort am 10.-12. Mai 2019 mögen als Ersatz für einen Bericht dienen:

„Das Prediger-Seminar ist jedes Mal aufs Neue eine großer Bereicherung für mich. Uns wurde aufgezeigt was die Bibel unter einer „erfolgreichen Predigt“ versteht, welche Einzelheiten darin enthalten sein sollten und dass eine Predigt, die sich nicht auf Christus als Lösung zielt, eine verschwendete Predigt ist. Zudem konnten wir ganz viele Schätze über Jesus im AT sammeln. Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass die Opferung von Isaak viele Gemeinsamkeiten mit der Opferung von Jesus hat und Isaaks (unvollendete) Opferung ein Schattenbild der Erlösung durch Christus ist? Insgesamt hat das Seminar meine Liebe zur Bibel (vor allem zum AT), zu Jesus und zur Verkündigung gefördert. Eine absolute Empfehlung für Laien und Profis!“

„Sehr hilfreiches Seminar, um in einer kurzen Zeit eine gute Aufbaustruktur zu finden, Predigten treu und wortgemäß zu gestalten.“

„Das Seminar für Brüder am Wort war eine sehr schöne Erfahrung für mich. Es hat mir sehr geholfen bei der Predigtvorbereitung und ich habe jetzt ein sichereres Gefühl beim Predigen bekommen und fühle mich bereit, nun vor der ganzen Gemeinde zu predigen um neue Erfahrungen zu sammeln und weiterhin darin zu wachsen.

Das ganze Wochenende über war es einfach eine schöne Zeit die Gemeinschaft mit den anderen Menschen und Gott dem Herrn zu haben. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.“

„Mir hat dieses Wochenende geholfen, da ich zu Anfang unsicher war, ob ich eine Predigt zustande bekomme. Das systematische Arbeiten anhand einer Punkteliste hat sehr dazu beigetragen. Außerdem hat man sich ermutigt gefühlt, in diesem kleinen Kreis seine Predigt vorzutragen, was mir die Angst genommen hat. Selbst wenn einem an der eigenen Predigt etwas nicht gefiel, hat man positive Kritik bekommen und ein paar Verbesserungsvorschläge. Dies war sehr ermutigend ich würde dies allen Anfängern, sowie auch Veteranen empfehlen, denn man lernt auch die Bibel aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.“

„Das Seminar für Brüder am Wort hat mir sehr weiter geholfen, um mich für meine Predigten vorzubereiten. Es hat mir Spaß gemacht mich mit meinen Brüdern auszutauschen und von Ihnen zu lernen. Ich kann das Seminar weiterempfehlen für alle die ihren Predigtdienst verbessern wollen. Es ist für Einsteiger, aber auch für Fortgeschrittene.“

Und hier noch etwas aus dem Inhalt des Seminars:

Wie liest du das Alte Testament?

Jesus lehrte seine Jünger, dass das Alte Testament von IHM handelt (Lk 24,25-27+44-46)! Mose hat zum Beispiel von Jesus geschrieben (Joh 5,46):

Jesus ist das Wort Gottes, durch das alles geschaffen wurde, was geschaffen ist (Joh 1,3).

Jesus ist der Baum des Lebens. Er sagt: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben (Joh 6,54).

Jesus ist der verheißene Nachkomme, der der Schlange – dem Teufel, dem Tod und der Sünde den Kopf zertreten hat (1Mos 3,15)

Jesus ist das stellvertretende Opfer, das Gott machte, um unsere Scham und Schuld zu bedecken. (1Mos 3,21)

Jesus ist der wahre Abel, der als einziger ein vollkommenes Opfer darbrachte und dafür getötet wurde (1Mos 4,4). Sein Blut schreit nicht, um uns zu verklagen, sondern macht uns gerecht.

Jesus ist der wahre Henoch, der mit Gott lebte und am Ende aufgenommen wurde, sodass man ihn nicht mehr sah (1Mos 5,24).

Jesus ist der wahre Noah, ein gerechter, untadeliger Mann, der mit Gott wandelte (1Mos 6,9) und durch den Gott die Menschheit retten will. Jesus ist die Arche, durch die wir Gnade in dem Gericht Gottes finden (1Mos 7,6).

Jesus ist der verheißene Sohn Abrahams, durch den Gott sich ein großes Volk schafft, das er in sein Reich bringt und in dem alle Nationen gesegnet werden (1Mos 12,1-3).

Jesus ist der wahre Melchisedek – unser König der Gerechtigkeit, der in unseren Kämpfen kommt um uns zu stärken und uns zu segnen (1Mos 14,18-20).

Jesus ist der wahre und bessere Isaak, der langersehnte, übernatürlich empfangene Sohn, der geopfert werden sollte (1Mos 22). Er trägt sein Holz selbst hinauf auf den Hügel, den Gott bestimmt hat.

Jesus ist der wahre und bessere Jakob, auf dem auch ohne Betrug der Segen des Vaters liegt und durch den Gott sich ein großes Volk schafft.

Jesus ist der wahre Joseph, der geliebte Sohn des Vaters, den seine Brüder aber ablehnen. Er verheißt, dass sich alle vor ihm beugen werden. Obwohl er kam um seinen Brüdern zu dienen, wird er verraten und sein Kleid mit Blut getränkt. Er muss durch viel Leid gehen muss, doch Gott ist bei ihm. Er ist bereit seinen Brüdern zu vergeben und viele Menschen zu retten!

Wie liest du das Alte Testament?

Viktor Janke

Aussendungsgottesdienst von Jakob Rüb

Foto von Helga Gubatz

Am 12. Mai 2019 war es nun so weit! Jakob und Irene Rüb wurden im Wetzlarer Dom zum Dienst in Marx ausgesandt. So Gott will, wird das Ehepaar Rüb im Juni diesen Jahres nach Russland ausreisen, um den Dienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Marx zu beginnen.

Zu diesem besonderen Anlass kamen Besucher nicht nur aus den verschiedensten Ecken Deutschlands, es waren auch Geschwister aus den Niederlanden dabei. Der Wetzlarer Dom, in welchem der Festakt stattfand, war daher richtig gut gefüllt. Nach der Begrüßung und der Liturgie durch den Wetzlarer Pfarrer Jörg Süß, hörte die Gemeinde eine Predigt von Bischof Alexander Scheiermann. Als Predigttext diente das bekannt Wort aus Mt. 9, Verse 35 bis 38 – in denen Jesus Mitleid über die Volksmenge empfindet, weil diese wie Schafe ohne einen Hirten waren, und zu seinen Jüngern spricht: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“

Unter anderem stellt Bischof Scheiermann die Frage warum das Ehepaar Rüb eigentlich diesen Schritt, die gewohnte Umgebung, Familie, Beruf, Gemeindearbeit usw. hier in Deutschland zu verlassen, tut. Und gibt selbst die Antwort unter Verweis auf Graf Zinzendorf, als dieser Anfang des 18 Jahrhunderts in Düsseldorf vom Passionsgemälde des italienischen Malers Domenico Feti mit der Bildunterschrift: „Das tat ich für dich – was tust du für mich?“ – tief beeindruckt war. So auch die Geschwister Rüb, zum ersten aus dem festen Glauben an Jesus, der sein Leben auch für sie gab, wagen diesen Schritt. Zum zweiten, weil das Volk in Russland mit den Augen Jesu sehen und zum dritten, weil der Herr der Ernte seine Arbeiter sendet – wörtlich übersetzt „hinaustreibt“. Und die Ernte ist wahrhaftig groß – so gebe es in Russland unter anderem Städte mit zum Teil mehr als 30 Tausend Einwohner, in welchen keine einzige christliche Gemeinde existiere.

Der Prediger und Geschäftsführer der Kirchlichen Gemeinschaft, Waldemar Lies, ging in seiner Aussendungsansprache der Frage nach, welche biblische Person am besten die Aussendung von Jakob Rüb wiederspiegelt. Ist es vielleicht die Patriarch Jakob, Abraham oder etwa Mose. Doch so recht passt keiner dieser Glaubensvorbilder zu der aktuellen Lage. Außer der so wichtigen Besonderheit, dass alle dem lebendigen Gott begegnet sind! Und diese Begegnung prägte alle Glaubenshelden, sowohl des alten als auch des neuen Testaments. Sie hörten auf den Herrn und setzten sich in Bewegung. So machen sich auch Jakob und Irene auf den Weg – aus Liebe.

Waldemar Lies gibt ihnen eine Re-Interpretation des bekannten Spiels „Schere – Stein – Papier“ mit. Die Liebe Gottes – das ist die Schere. Schere trennt – so sind auch sie aus Liebe bereit zur Trennung, um die Liebe Gottes den Menschen nahe zu bringen. Die Gnade Jesu – soll der Stein der Erinnerung sein. Um nicht zu vergessen, in allen Lebenslagen aus der Gnade und Vergebung des Herrn heraus zu leben. Und schließlich Papier – als Zeichen der Gemeinschaft des Heiligen Geistes. Im Brief Gottes an uns Menschen, das ist die Bibel, will der Herr Gemeinschaft mit uns haben. Und so sollen auch Jakob und Irene stets die Gemeinschaft des Heiligen Geistes erleben, Gemeinschaft mit den Menschen und Geschwistern vor Ort haben und nicht zuletzt auch mit uns in Deutschland, in dem Sie uns mitteilen (nicht nur auf dem Papier, sondern ruhig auch digital) wie es ihnen ergeht, wofür wir beten können und so weiter.

Foto von Helga Gubatz

Nach der Segnung durch Waldemar Lies und Pfarrer Süß hat die Festgemeinde gemeinsam das Lied „Jesus, ich will gehen, sende mich“ gesungen. Nach den Fürbitten der Brüder Fritz Muhme, Wilhelm Eichholz und Erich Hardt, überreichte der Vorstandsvorsitzender der Kirchlichen Gemeinschaft Eduard Penner den Eheleute Rüb die Aussendungsurkunde.

Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom gemischten Chor aus den Brüdergemeinden, sowie einem Männerchor der Evangelischen Freikirche aus Andernach.

Bevor Bruder Scheiermann die Gottesdienstbesucher unter den Segen des Herrn stellte, sang Jakob Rüb nach seiner Danksagung, auf Bitten von Rudolf Benzel noch ein Lied. Dieses, unter Gitarrenbegleitung vorgetragenes Solo des Liedes „Wer da will, der nehme“ wurde das Sahnehäubchen bzw. der krönende Abschluss des Aussendungsgottesdienstes.

Geistliches Wort April 2019

Jesus Spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben

Hast Du in den letzten Tagen oder Wochen mal mit einer Person geredet, die nicht an Jesus Christus glaubt und dann anschließend gedacht: „Gott sei Dank, ich kann an Jesus Christus glauben!“ Das sind meistens meine Gedanken, wenn ich darüber nachdenke, dass so viele Menschen an Jesus Christus und das ewige Leben nicht glauben. Ich kann mir vieles vorstellen, wenn es mir einfach erklärt wird: wie Bakterien sich vermehren und Atome sich spalten; wie kinetische Energie entsteht; was bei der Photosynthese passiert und wozu Photovoltaik gut ist.

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“ (1. Korinther 15,19)

Was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, was meine Vorstellungskraft grenzenlos überfordert, ist der Gedanke, dass man angeblich ein sinnvolles Leben haben kann, ohne an das Leben nach dem Tod zu glauben! Der Apostel Paulus schreibt der Gemeinde in Korinth, dass ein Christentum ohne den Glauben an die Auferstehung sinnlos, jämmerlich und zu Bedauern sei! Warum? Weil die Auferstehung den Todeskreuz Jesu besiegelt und den Tod besiegt. Nicht nur das Kommen und der Kreuzestod Jesu, sondern auch seine Auferstehung ist die Erfüllung von Gottes Verheißung (1. Kor. 15,4; Hosea 6,2).

Dank der Auferstehung können wir auch Karfreitag verstehen. Durch den Kreuzestod Jesu wurden wir mit dem heiligen, gerechten Gott versöhnt. Jesu Kommen bietet nicht nur Sinn des Lebens, sondern Er ist und bringt das Leben. Ein teuer erkauftes Leben. Jesus hat für unser ewiges Leben durch Seinem Tod am Kreuz bezahlt. Das war der einzige Weg, um für unsere Sünden zu bezahlen. Und so können wir durch Jesus Christus jetzt leben! „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht“ (Epheser 2,4-5a). Manche versuchen die Kraft der Auferstehung zu be-graben, sie kann aber dort nicht bleiben! Andere versuchen die Wahrheit zu be-graben, sie wird aber niemals dort bleiben! Seit Ostern ist nicht nur das Kreuz leer, sondern auch das Grab! Jesus lebt, weil Er selbst die Auferstehung ist! (Joh. 11,25) Durch Jesu Auferstehung hat der Tod seine hässliche Todesangst verloren.

Wer in der Bibel sucht, der findet in Jesus das ewige Leben (Johannes 5,39). Und wer den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus gefunden hat, der braucht keine Ostereier suchen – zumindest nicht in der Hoffnung das es Glück bringt! Unsere Hoffnung ist in der Barmherzigkeit Gottes begründet:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ (1. Petrus 1,3)

So wünsche ich Euch allen ein frohes und gesegnetes Auferstehungsfest!

Der HERR ist auferstanden!

Waldemar Lies

Kurzer Bericht der Mitgliederversammlung 2019

sdr

Am 09. März 2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung der Kirchlichen Gemeinschaft statt. Die Mitgliederversammlung ist laut dem Vereinsrecht das höchste Entscheidungsgremium.

Bruder Eduard Penner begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich im Namen des gesamten Vorstandes. Er bedankte sich bei den Mitgliedern für ihr reges Interesse an der Arbeit und Aktivitäten der Kirchlichen Gemeinschaft. In meiner Andacht lud ich die Teilnehmer ein, in der Passionszeit anstatt zu verzichten und „Sieben-Wochen-ohne“ einzuhalten, eher diese Zeit als „sieben Wochen mit“ zu erleben. In Philipperbrief 3,7-10 werden die Nachfolger Jesu aufgefordert „Christus zu erkennen“. Dabei sollen Christen nicht nur die Kraft der Auferstehung Christi erkennen, sondern auch die „Gemeinschaft Christi Leiden“, um seinem Tod ähnlich zu werden, um zur Auferstehung zu gelangen. Die Zuhörer wurden eingeladen in der bevorstehenden Passionszeit darüber nachzudenken, was der Apostel Paulus damit meinte, als er an die Christen in der Stadt Philippi schrieb, er will „mit Christus mitleiden“.

Nachdem die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt und ein Protokollführer gewählt waren, berichtete der Vorstand über das zurückliegende, ereignisreiche Jahr. Neben den regulären Tätigkeiten wurde vom Besuch in Russland in Tscheljabinsk und verschiedenen Gemeinden der umliegenden Ortschaften berichtet. Außerdem haben einige Vorstandsmitglieder bei der Einführung des Missionars Alexander Schreiner in seinen pastoralen Dienst in Russland teilgenommen. Einige Renovierungen wurden im Freizeitheim unternommen.

Ein detaillierter Kassenbericht wurde der Mitgliederversammlung vorgestellt und nach klärenden Rückfragen auch angenommen. Der Vorstand informierte die Mitglieder über die geplanten Veranstaltungen und berichtete über personelle Veränderungen in der Kirchlichen Gemeinschaft.

Die Mitglieder hatten auch die Gelegenheit persönliche Einblicke in den Dienst von Bruder Siegfried Springer zu bekommen, die lebhaft durch den angereisten Landesbischof i.R. Horst Hirschler der Versammlung mitgeteilt wurden.

Abschließend bedankte sich Eduard Penner im Namen des Vorstands für alle Unterstützung durch die Mitglieder und bat um Fürbitte und weitere Unterstützung der Arbeit der Kirchlichen Gemeinschaft.

Da um 14:30 Uhr in der St. Crucis Kirche ein Gedenkgottesdienst für den kürzlich verstorbenen Bruder Siegfried Springer vorgesehen war, wurde die Versammlung kurz nach 12 Uhr mit einem gemeinsamen Lied und Gebet von Bruder Wilhelm Eichholz geschlossen.

Waldemar Lies und Andrea Lange

Vorstellung Jugendreferent

Liebe Leser,

ich freue mich riesig! Ab dem 1. Mai 2019 wird eine Stelle als Jugendreferent auf 450€-Basis geschaffen. Und ich darf sie ausüben. Was für ein Vorrecht!

Ich möchte mich Ihnen gerne vorstellen: Ich bin 1984 in Kasachstan geboren und in Gifhorn (bei Wolfsburg & Braunschweig) aufgewachsen. Durch meine Oma kamen wir in die Ev.-luth. Christus-Brüdergemeinde Gifhorn. Dort durfte ich 1997 zum Glauben an Jesus Christus kommen.

In der Gemeinde habe ich schnell mitarbeiten dürfen und so die große Breite der Gemeindearbeit kennengelernt. Unter anderem habe ich mit 16 Jahren begonnen zu predigen und bald Leitungsverantwortung in der Jugend übernommen.

Nach dem Abitur habe ich an der bibeltreuen Freien Theologischen Hochschule in Gießen studiert. Das waren intensive Jahre unter Gottes Wort!

Dann geschah wiedermal ein Wunder und die Brüdergemeinde in Gifhorn, berief mich Oktober 2008 zum hauptamtlichen Dienst als Prediger. Zu meinen Aufgabengebieten zählen der Predigtdienst, Gemeindeleitung, Jugend- und die Hauskreisarbeit, Jüngerschaftsbeziehungen uvm.

Gott hat mich auch privat mit einer wundervollen Frau (Spr 19,14!) und drei süßen Kindern reich beschenkt (Ps 127,3).

Mir ist persönlich Matthäus 22,37-39 aufgrund von Gottes Rettung und reichem Segen in Jesus zentral wichtig geworden! Ich möchte Gott und meine Mitmenschen von Herzen lieben und auch anderen dabei helfen. Das soll mein Leben sein.

In der Kirchlichen Gemeinschaft bin ich unter anderem seit 2008 als Leiter vom Jugendwochenende in Silberborn, seit 2011 durch Seminare für Brüder am Wort und 2012-2018 im Vorstand aktiv gewesen.

Ich freue mich darauf attraktive Angebote für Jugendliche, Teenies & junge Erwachsene zu schaffen und Leiter aus diesen Bereichen zu unterstützen. Konkret soll dieses Jahr zum Jugend auch eine Teenie- und eine Wochenendfreizeit für junge Erwachsene oder Pärchen dazu kommen. Im nächsten Jahr soll es eine große Jugendfreizeit und eine Jugendkonferenz geben.

Wer die Arbeit unter jungen Menschen unterstützen oder regelmäßig Informationen zum Gebet per Whatsapp bekommen möchte, darf sich gerne bei mir melden (O176235I5653). Bitte betet für mich und die Jugendarbeit in den Brüdergemeinden! Ohne unseren Herrn können wir doch nichts tun. Möge er Kraft, Liebe und Weisheit geben. Ich bin sehr gespannt, was Gott tun wird!

Viktor Janke

Bericht zur Aufführung des Musicals „Petrus“ in Bad Sooden-Allendorf

Das Musical Petrus wurde am 23.03.2019 in der Kultur- und Kongresshalle in Bad Sooden-Allendorf von den Jugendchören Wolfsburg und Gifhorn aufgeführt.

Ein segensreiches Wochenende und eine tolle dritte Aufführung des Petrus-Musicals in Bad Sooden-Allendorf liegen nun hinter uns. Wir haben dafür viel Lob und Dank geerntet, und doch muss auch ich sagen, dass ich etwas davon mitgenommen habe – obwohl ich das Musical schon mehrfach aufgeführt und unzählige Male vorher geprobt hatte.

Ich fragte mich fast bis ganz zum Schluss, warum sich Petrus am Ende des Musicals nicht über die Auferstehung Jesu freut und sich von ihm und seinen Freunden absondert. Was bedrückt ihn noch so sehr, dass er dieses Wunder nicht mitfeiern kann?

Er liebte Jesus so sehr und vertraute ihm. Er hatte mit Jesus schon so viel erlebt. Und dann dämmerte es mir: Sein Versagen und seine Schuld lasteten auf seinen Schultern.

Petrus hatte seinen besten Freund verlassen, ihn – gleich dreimal – verraten und Jesus starb ohne ihn am Kreuz.

So wie Petrus erst lernen musste, sich von Jesus bei der Fußwaschung dienen zu lassen, so musste er auch lernen, Jesu Vergebung anzunehmen.

Ich möchte von Petrus lernen und meine Schuld bei Jesus abgeben. Ich will lernen, mich über Passion und die Auferstehung zu freuen, als wäre nichts geschehen. Als hätte ich nicht versagt. Denn das ist der Kerngedanke des gesamten Musicals:

„Obwohl wir versagt haben, dürfen wir weiterhin seine Jünger sein. Jesus lebt und er liebt uns. Das ist einzigartig und unbegreiflich! Ja, großartig!

Loredana Lippert

Hier noch ein Zeitungsbericht aus Bad Sooden-Allendorf:

Passionsspiele in Schwarzach am 17.03.2019

Wie soll man in der Passionszeit angemessen Gottesdienste gestalten? Kirchengeschichtlich und liturgisch ist diese Zeit geprägt von Gedanken der Einkehr und Buße sowie Betrachtungen über das Leiden und Sterben Jesu Christi. Kann man das auch irgendwie in unseren Gottesdiensten heute umsetzen?

Diesen Versuch unternehmen die Musiker aus den Gemeinden Lahr und Schwarzach nun schon seit einigen Jahren in Form einer Passionsmusik. Regelmäßig wirken dabei auch Geschwister aus Troisdorf, Buch, in den letzten Jahren sogar aus Hamburg mit. So ist dieser Gottesdienst in der Passionszeit auch eine Form für übergemeindliches, gemeinsames Musizieren geworden.

In verschiedenen Besetzungen begleiten die Musiker Stücke wie „O Haupt voll Blut und Wunden“ oder „Lang und schwer ist der Weg“. Das Blasorchester profitiert dabei besonders davon, dass man Spieler aus mehreren Gemeinschaften hat. So kann man in Orchester bis zu zwölfstimmig spielen.

Der Männerchor hat zwei Lieder für den Gottesdienst eingeübt. Dabei wirken nicht nur Sänger aus den Chören der beteiligten Gemeinschaften mit, sondern auch Männer, die besonders zu diesem Anlass mitwirken möchten. Eine sehr gute Gelegenheit also, die Freude am Singen und Musizieren auch weiter zu vermitteln.

Das Streichensemble begleitet dabei den Gesang ungemein harmonisch und mit einem so wunderbaren Klang, den man nur beim Hören von echter, handgemachter Musik erfahren kann. Eine besondere Erfahrung ist, dass solche Musik nicht nur des Klanges wegen da ist, also wie ein hohles Gefäß klingt. Vielmehr versucht sie die Leidensgeschichte Jesu als Musik mit den passenden Harmonien zu vermitteln und den Besuchern in unseren Gemeinschaften nahe zu bringen.

Die Predigt von Bruder Paul Dekan aus der Gemeinschaft Hamburg hatte den Text aus Hebräer 2, 9+10  als Grundlage. Die zentralen Fragen dabei an uns: Gehen wir auch den Weg der Erniedrigung mit Jesus mit? Stellen wir uns solche Fragen überhaupt, oder ist das für uns in unserem Leben gar kein Thema mehr?

Damit man bei dem vielen Musizieren auch nicht hungrig bleibt, haben einige Geschwister für hervorragende Versorgung aller Beteiligten gesorgt. Weiterhin hoffen die Verantwortlichen, dass auch in Zukunft gute Bereitschaft zur Mitwirkung an solchen musikalischen Gottesdiensten besteht und die Gemeinschaft unter den Gemeinden auch dadurch eine lebendige Beziehung bleibt.

Ihr Artur Schwarz

Nachruf Siegfried Springer

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte wäret ewiglich. Psalm 106, 1

Unfreundlich begegnet uns die Macht des Todes, der wieder einen besonderen Menschen aus unserer Mitte gerissen hat. Verabschieden müssen wir uns von Siegfried Springer, der am 16.02.2019 im Alter von 88 Jahren heimgegangen ist. In der Trauer um ihn und in der Angst vor dem unfreundlichen Gesicht des Todes suchen wir die Freundlichkeit Gottes, der uns trösten will.

Siegfried Springer war Mitbegründer und  ein langjähriges, aktives Mitglied der Kirchlichen Gemeinschaft. Deren Vorsitz er hingebungsvoll und leidenschaftlich, mit all seinem Wesen vom 25.08.1984 – 02.03.2002 fast 18 Jahre erfüllt hat.  Diesen Dienst tat er neben seiner bischöflichen Verantwortung für die Evangelisch lutherische Kirche in Russland. Als  Ehrenvorsitzender stand er mit  Rat und Tat, beratend und betend der Kirchlichen Gemeinschaft bis zu seinem Tod zur Seite. Erstaunlicherweise hatte er bis ins hohe Alter ein sehr gutes Verhältnis zur Jugend. Seine präzise und analytische Denkweise war uns immer eine große Hilfe. Sie wird uns fehlen. Diese starke, geistreiche  Persönlichkeit  wird uns fehlen.

Wir haben ihn als einen sehr freundlichen, herzlichen Menschen kennengelernt, der offen auf andere zugehen konnte.

Wir werden seine freundliche, liebenswürdige und sachliche Art vermissen. Wir staunen über ein so langes, erfülltes Leben, über die Lebensfreude, die in aller Not trotzdem erhalten blieb.

Wir fragen uns, ob wir jemals ein so hohes Alter erreichen, ob unsere Lebensfreude so lange durchhält. Manchmal haben wir Angst, Krankheiten oder Unfall könnten unser  Leben zu früh beenden. Wir erleben, wie viele Dinge es gibt, die unsere Lebensfreude verbittern, uns unglücklich machen. Wir sind froh, wenn es Menschen gibt, die uns aufmuntern und Mut machen. Bruder Springer hat durch diese Art viele Menschen erfreut und glücklich gemacht.

Wir dürfen Gott vertrauen, der uns mit Lebenskraft erfüllt und unsere Hoffnung stärkt. Gott will unsere Augen öffnen, seine Freundlichkeit zu sehen in den Wundern der Schöpfung, in den Augen der Menschen. Ich denke, Gott hat uns seine Freundlichkeit und Güte auch durch Siegfried Springer gezeigt. Er fehlt uns jetzt, die Freundlichkeit und Güte Gottes aber bleibt.

Erst vor einigen Monaten haben wir die langjährigen Mitarbeiter der Kirchlichen Gemeinschaft in den Ruhestand verabschiedet und die Neuen eingesegnet. Das Werk hört nicht auf, sondern es geht hoffnungsvoll mit den neuen Kräften weiter. Darüber hat er sich besonderes sehr gefreut und darüber freut er sich immer noch.

Wo der Tod ein Menschenleben beendet und ein freundliches Gesicht die Augen für immer schließt, da fängt Gott neu an zu wirken und lässt neue Hoffnung wachsen, indem er uns Mut macht einander zu trösten, einander zu helfen, zueinander freundlich zu sein.

Wo wir als Christen Gemeinschaft haben, da helfen wir uns gegenseitig zum Leben, da kann die Freundlichkeit Gottes in unseren Gesichtern wiederspiegeln.

Das wünsche ich uns allen, die trauern um Siegfried Springer, damit wir die Freude an unserem Leben behalten, Freude an der Gemeinschaft mit anderen Menschen, Freude darüber, Gott vertrauen zu können.

Ihm vertrauen wir auch das Leben von Siegfried Springer an, auf das wir mit großem Dank zurückblicken.  Danke lieber Vater im Himmel, dass er so viele Jahre auf dieser Welt sein durfte.

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Amen

Alexander Schachtmaier

Trauergottesdienst für Bischof i.R. Siegfried Springer

Aus verschiedenen Teilen Deutschlands kamen Geschwister am 9. März 2019 in Bad Sooden-Allendorf zusammen, um während eines Trauergottesdienstes an Bruder Siegfried Springer zu gedenken.

Nach dem Orgelvorspiel wurde die Trauergemeinde vom Vorsitzenden der Kirchlichen Gemeinschaft Eduard Penner begrüßt. Hierzu wurde das biblische Wort zitiert: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Anschließend hat der jüngere Sohn Wolfram Springer alle begrüßt, auch im Namen seiner anwesenden Mutter, sowie seinem älteren Bruder Sören, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Dabei hat er einen ersten kurzen Rückblick auf das Leben seines verstorbenen Vaters gemacht.

Nachdem dem Lied „Befiehl du deine Wege“ hat Landesbischof i.R. D. Horst Hirschler zunächst die Einleitung gemacht, anschließend folgten weitere Lieder, dazwischen Lesung aus Evangelium Johannes 5,24 bis 29 durch Frau Lange. Als Predigttext diente das Wort aus Römer 8,21 bis 39. Pfarrer Hirschler wies eindrucksvoll die Anwesenden auf die Tatsache hin, dass auch Siegfried Springer in seinem Leben oft in Gefahren war. Als Siebenjähriger musste er miterleben wie, während der stalinistischen Säuberungen 1937 zunächst sein Vater und wenig später der Großvater „abgeholt“ und dann nie wieder gesehen wurden – dies konnte er nie vergessen. Während des zweiten Weltkriegs kam er mit den Angehörigen zunächst nach Preußen, um dann von der vorrückenden Roten Armee weiter zu fliehen. So kam es, dass er mit Mutter und Schwester nach Aschaffenburg kam, während seine beiden Omas und einer Tante wieder zurück nach Russland gebracht wurden. In Aschaffenburg durchlebte er als Vierzehnjähriger seine Bekehrung. Es folgten sein Weg innerhalb der Evangelischen Kirche zunächst als Pfarrer bis hin zum Bischof.

Der Bezug zu Russland ist zeitlebens geblieben. So erinnerte Pfarrer Hirschler daran, dass er 1988 gerade mit Hilfe Siegfried Springers in die Sowjetunion reisen und mit ihm zusammen u.a. die Gemeinden in Alma-Ata und Karaganda besuchen konnte. 1988 fand, aufgrund dem Wirken von Pfarrer Springer, in Riga eine Synode statt, bei der die Brüder einen Bischof wählen sollten. Um dies umzusetzen, musste er die einzelnen Brüder, zum Teil bis in die Morgenstunden, von der Notwendigkeit überzeugen Pröbste zu werden. Dabei konnte Bruder Springer viel mit anpacken, aber auch zurücktreten und anderen den Vortritt lassen.

Aus dem Buch vom S. Springer – In Russland dem Himmel näher – wurde unter anderem das Gedicht zitiert „Ein Christ ist immer im Dienst.“ So lässt sich auch das gesamte Leben und Wirken vom Bischof i.R. Siegfried Springer zusammenfassen. Für die Familie war dies oft ein sehr schwerer Weg gewesen.

Nach der Predigt wurde der Lebenslauf von Frau Vollmer verlesen. Es folgten Abschiedsworte im Namen der EKD, Martin-Luther-Bund, Landeskirche Hannover, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ural, Sibirien und Fernem Osten – vertreten durch Bischof Alexander Scheiermann, natürlich der Kirchlichen Gemeinschaft – durch den zweiten Vorsitzenden Alexander Schachtmaier, sowie noch weiterer Werke.

Von verschiedenen Personen wurde während Ihrer Ansprachen immer wieder deutlich, dass Siegfried Springer einen Lieblingsvers hatte – und zwar aus Psalm 84 der 11 Vers: „Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“

Nun hat Wolfram Springer zum Schluss vom letzten Tag seines Vaters berichtet – in das Krankenzimmer schien an dem Tag die Sonne, und der behandelnde Arzt war ein DR. SCHILD.

Jakob Gebel

Frauenwochenende Februar 2019

Es war ein sehr schönes und gesegnetes Frauenwochenende vom 22.2.-24.2.19. Das allererste Mal mit Tatjana und Viktor Büchler.

„Was ist mein Lebensziel?“ – war das erste Thema.

Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, was unsere Ziele im Leben sind. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass das Ziel von uns allen der Himmel ist, doch er scheint oft viel zu weit entfernt zu sein. Es begegnen uns auf dem Weg dahin Hindernisse wie Kraftlosigkeit, Mutlosigkeit, Sinnlosigkeit, Versuchungen, Unglaube usw. Gott möchte uns helfen und setzt uns in der Bibel kleine Ziele für den Alltag, bis wir das große Ziel erreichen. Wir sollen zur Ehre Gottes leben, egal wo wir sind und was wir tun. (1. Korinther 10, 31 )

Ein weiteres Thema war „die Angst“!

Der Teufel möchte uns durch die Angst zu sinnlosen und freudlosen Menschen machen. Anhand der Geschichte von Petrus und dem Sturm (Matthäus 14, 22-33) lernten wir, wie wichtig es ist, den Blick immer auf Jesus zu fokussieren. Sobald wir uns auf die Umstände / Angst (Wellen) konzentrieren und nicht mehr Jesus vertrauen, beginnen wir zu sinken. Doch Jesus, in seiner Liebe, streckt uns seine Hand hin: Gottes Wort und seine Verheißungen sind für uns wie ein Rettungsring. Hier einige Rettungsringe bei Angst vor der Zukunft: Jeremia 29, 11, Angst vor Krankheit und
Leiden: Jesaja 41, 10 + 13, Angst zu Versagen: Jeremia 31,3, Angst verlassen zu werden: Hebräer 13, 5 , Angst vor der Dunkelheit: Psalm 139, 12, Angst vor finsteren Mächten: Römer 8, 38-39, Angst vor Menschenfurcht: Jesaja 51, 12-13.

Mit Viktor schauten wir uns das Gebetsleben Jesu im Lukas Evangelium an.

Ein fruchtbares Leben fängt mit Gebet an. Jesus betete, bevor er seinen Dienst antrat (Lukas 3, 21-22). Wir sollen alles, was wir beginnen, mit Jesus besprechen und es wird uns zum Segen sein.
Je mehr Arbeit oder Aufgaben wir haben, desto mehr sollten wir beten. Jesus ging oft zum Ölberg, um zu beten, auch wir sollten ein Ort haben, an dem wir uns zurückziehen können und mit Gott ungestört sind. Feste Gebetszeiten sollen uns dabei eine Hilfe sein und zur guten Gewohnheit werden, aber nicht zum Zwang. Das Gebet ist ein Kraftgeber. Gebet verändert uns. So wie bei Hanna, die ihr Herz vor Gott ausschüttete und dann fröhlich nach Hause zog, will Gott uns von innen nach außen durch die Gemeinschaft mit ihm verändern.

Anna und Lili Faber, die glücklich waren dabei gewesen zu sein.

Themenwoche Paderborn

Ist das Leben wirklich nur ein Spiel? Mit dieser Frage ging die Matthäus-Gemeinde Paderborn vom 19.02. – 24.02.2019 in eine segensreiche Themenwoche unter dem Motto „Das Spiel des Lebens!“.

Als Redner konnten wir Henrik Ermlich gewinnen, den wir auf den Missions- und Evangelisationstagen 2015 in Mosbach kennen lernen und mit dem wir bereits 2017 eine Themenwoche unter dem Motto „Leben ist mehr!“ durchführen durften.

Henrik Ermlich ist geboren und aufgewachsen in Ostfriesland auf dem Bauernhof seiner Eltern. Mit 17 Jahren ist er eines Abends zufällig in einer Evangelisation gelandet und hat sich dort für ein Leben mit Jesus Christus entschieden. Er hat eine vierjährige Ausbildung in der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor gemacht. Nach der theologischen Ausbildung arbeitete er zwei Jahre in der Jesus-lebt-Kirche in Essen als Jugendpastor. Nach einem kurzen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten wurde er bei DMG (Deutsche Missionsgemeinschaft) angestellt und ist seitdem besonders viel in Afrika unterwegs. Seit dem 1. Mai 2012 ist er Evangelist beim Missionswerk „friends“ in Marburg.   

Mit der Themenwoche als zentrales Gebetsanliegen unserer Gemeinde haben wir keine Mühen gescheut, um Menschen aus allen Schichten und Konfessionen einzuladen, die frohe Botschaft des Evangeliums zu hören, die Jesus Christus uns gebracht hat.

Der Startschuss für die Themenwoche fiel bereits im Sommer 2018 und dank zahlreicher, engagierter Mitarbeiter schritten die Planungen voran. So wurden Teams für das Programm, Marketing, Präsentation, Seelsorge, Straßeneinsatz, Gebetskreis, Technik, Kinderbetreuung, Begrüßungsdienst, Moderation und die Finanzierung gebildet und in regelmäßigen Meetings über den aktuellen Status berichtet. Hier war professionelles Projektmanagement von der Projektleitung gefragt und natürlich das Wirken des Heiligen Geistes um Motivation und Einsatz hoch zu halten. Das Motto der Themenwoche „Spiel des Lebens“ wurde bewusst gewählt und für jeden Abend mit einem Unterthema versehen, welches bekannte Sprüche aus dem Leben enthält.

An den Abenden gab es ein bunt gemischtes Vorprogramm. Poetry Slam, Band, Chor, Jugendchor, Interviews und Anspiele bereicherten die Abendveranstaltungen und den Abschlussgottesdienst am Sonntag. Im Mittelpunkt dieser Woche standen aber die Themen mit den Predigten von Henrik Ermlich. Lebenskrise, Lebenslüge, Lebensstil, Lebensliebe, Lebensende und Spiel des Lebens – die Inhalte trafen jeden ins Herz. Egal ob Depressionen & Stress, Ehe, Familie & Kinder oder Krankheit, Leid & Tod, alles Fragen, die uns im Alltag begegnen.  Und nur in Gottes Wort – der Bibel – finden wir darauf die richtigen Antworten. So unterschiedlich die Themen auch waren, wir kamen immer auf das Entscheidende zurück: JESUS. „Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben!“

Wir können am Ende dieser Woche nur „DANKE“ sagen. Danke an unseren himmlischen Vater für seinen unendlichen, überfließenden Reichtum an Gnade und Liebe. Danke an alle Mitarbeiter und Beteiligten. Danke für alle Unterstützung durch Spenden. Danke an Alle, die mit uns diese segensreiche Woche verbracht haben. Danke an Henrik Ermlich für seine segensreichen Predigten.

Für Interessierte stehen die Predigten zur Themenwoche „Das Spiel des Lebens!“ demnächst neben weiteren Predigten auf unserem Youtube-Channel „Ev. Matthäus-Gemeinde Paderborn“ zum Anhören bereit.

Alexander Wenzel

 

Einladung zum Musical „Petrus – der Jünger“

Wir laden herzlich, zu einem besonders musikalischen Abend am 23. März 2019 um 19:00 Uhr in die Kultur- und Kongresshalle  in Bad Sooden-Allendorf, ein!

Es gibt in der Bibel kaum eine mitreißendere Person als Petrus. Dieses Musical zeigt einfühlsam die Stärken und Schwächen des bedeutendsten Jüngers von Jesus.

„Petrus – der Jünger“ ist ein begeisterndes und zugleich emotionales Musical über einen Fischer, der sein Leben einem Fremden überlässt und mit ihm an der Seite unglaubliche Dinge erlebt. Ihm wird schnell klar, Jesus ist Gottes Sohn. Doch scheitert Petrus immer wieder an seiner eigenen Unzulänglichkeit, gerät in Stürmen und schweren Zeiten ins Wanken und verzweifelt an dem Verrat an seinem geliebten Freund. Das Musical wird in Bad Sooden-Allendorf bereits zum dritten Mal von den Jugendchören der Brüdergemeinden Gifhorn und Wolfsburg aufgeführt.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Stimmen zum Musical

„Eine Geschichte mit Gänsehautfaktor. Musikalisch und schauspielerisch sehr schön umgesetzt.“

„Geschmackvoll inszeniert, großartig gesungen und gesegnet von Gott!“

„Professionell! Gewaltig! Bei einigen Szenen habe ich sogar geweint!“

Geistliches Wort März 2019

Psalm 34,15: „Suche Frieden und jage ihm nach“

Eine seltsame Jahreslosung begleitet uns durch dieses Jahr 2019. Noch hat man das weihnachtliche  „Friede auf Erden“ im Ohr, wird uns ein neuer Friede präsentiert, den man „suchen“ und dem man „nachjagen“ soll. Ob den wohl jemand jemals findet oder gar einfängt? Uns bleibt die Frage, um welchen Frieden es sich handelt? Versuchen wir eine Antwort darauf zu finden.

Was ist Friede, Friede an sich? Ist es ein Zustand menschlicher Harmonie? Ein Wunschtraum in Hoffnung auf bessere Zeiten? Wohl wissend: Einen Frieden auf Erden hat es nie gegeben und wird es nie geben. Er ist uns auch nirgends versprochen in der Heiligen Schrift. Es sei denn, man deutet da einiges um, um Wahrheit besser ertragen zu können. Und diese lautet: „Die Sünde ist der Leute Verderben ….“ Sie ist die URSACHE für alle menschliche Friedlosigkeit. Solange sie nicht behoben ist, kann es auf Erden keinen tragbaren Frieden geben. Sie bestimmt das Wesen von uns Menschen auf Erden, ist Keim aller menschlichen Gottesfeindschaft. Als die so Infizierten sind wir mit Gott unvereinbar und bleiben friedlos.

„Die Gottlosen haben keinen Frieden“ (Jes 58). Das kann man drehen und wenden wie man will. Der Unfriede bleibt ein schicksalhaftes Verhängnis in dieser unserer gefallenen Welt. Viele Völker haben sich bisher wund gerieben, bei mancherlei religiösen Ritualen. Auch Atheisten hilft es nicht, Gott zu leugnen, denn die Seele des Menschen kann ohne den Frieden Gottes nicht sein. Sie ist uns mitgegeben von Ewigkeiten her. Dahin will sie zurück. Für einen Teil der Menschen ist der Weg dahin schon offen. Wir kennen ihn und gehen ihn als Gesegnete des HERRN.

In seinen Abschiedsreden (Joh 14,27) segnet Jesus die Seinen – und also auch uns – mit den Worten „ Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht gebe ich euch wie die Welt gibt.“  Ein Christ kann niemals friedlos sein, weil Gott selbst diesen Frieden garantiert in Christus dem Herrn. So werden fast alle Apostelbriefe damit eingeleitet, die Gemeinden darin zu vergewissern, worauf ihr Glaube beruht, und worin die Zielrichtung besteht: In IHM, dem Gott des Friedens, der selbst unser Friede ist. In IHM erfüllt sich die Verheißung für Menschen seines Wohlgefallens:

Es handelt sich ja bei dem Spruch um einen Zweiteiler, nicht um einen Dreizeiler, wie üblich.

Ehre sei Gott in den Himmeln und auf Erden
Friede in den Menschen seines Wohlgefallens

Damit sind solche gemeint, die mehr als den Frieden auf Erden, den Frieden im Herzen suchen und finden, weil einer gekommen ist, diesen Frieden Gottes zu ermöglichen.

„Er hat Frieden gestiftet am Kreuz durch sein Blut, …..durch die Hingabe seines irdischen Lebens in den Tod“. (Kol. 1,20)

Darum stimmen wir gerne mit ein, in das Lied der Erlösten:

„Der Himmel ist offen, Herz weißt du warum?
Weil Jesus gekämpft und geblutet, darum.“

Das muss unser Prüfstein bleiben, als Verheißungsträger Gottes auf Erden. Ein gnadenreiches Geleit haben wir, durch ihn, mit ihm und zu ihm.

Daran arbeiten wir – als Gemeinde – missionieren wir und üben uns in noch mehr Friedfertigkeit untereinander.

Mögen dadurch noch viele Suchende finden und ergreifen – den Frieden Gottes in Christus Jesus, dem kommenden HERRN.

ANDERSWO  GIBT  ES  IHN  NICHT. Amen.

S. Springer

 

Verabschiedungs- und Einsegnungsgottesdienst

Am 27. Januar 2019 wurden in der St. Crucis Kirche von Bad Sooden-Allendorf die langjährigen Mitarbeiter der Kirchlichen Gemeinschaft im Rahmen eines Festgottesdienstes verabschiedet und die Nachfolgende Brüder zum Dienst eingesegnet.

Die Festgemeinde aus etwa 200 Menschen aus ganz Deutschland wurde vom Vorstandsvorsitzenden E. Penner begrüßt. Der Gottesdienst wurde durch den großen Chor, der Gemeinden Neustadt an der Weinstraße, Paderborn und Wolfsburg, unter der Leitung von Waldemar Schacht und Alexander Mattis umrahmt.

Nach der Lesung des Psalms 84 durch Br. Otto Eichholz, hat Alexander Schachtmaier einen kurzen Rückblick auf die Arbeit, unter Hervorhebung der Stärken der Brüder Waldemar Schall und Viktor Naschilewski getan. Diese wurden anschließend, nach über 21 Jahren bei Waldemar Schall als Gemeinschaftsprediger im Reisedienst und 18 Jahren bei Viktor Naschilewski als geschäftsführender Prediger, aus ihrem Dienst mit dem Segen des Herrn in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die treuen Wegbegleiterinnen Irina Naschilewski und Lena Schall haben all die Jahre diesen Dienst mitgetragen und wurden somit ebenfalls unter den Segen des Herrn gestellt. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass Waldemar Schall auch weiterhin den Dienst eines Reisepredigers im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung wahrnehmen wird.

Der anschließenden Predigt durch Bruder Viktor Gräfenstein lag die Bibelstelle aus 2. Mose 3 – die Berufung Moses – zu Grunde. Entsprechend des Textinhaltes richtete sich die Ansprache auch mehr an die „Neuen“ – Bruder Waldemar und Bruder Viktor. V. Gräfenstein hat die Bedeutung der Berufung durch den Herrn Jesus Christus und einer reinen Berufsausbildung hervorgehoben und Unterschiede aufgezeigt. Wobei man in diesem Fall sagen darf, dass die Beiden Brüder ihre Berufung auch zu ihrem Beruf gemacht haben.

Nach der bewegenden Predigt wurden Bruder Waldemar Lies und seine Frau Olga sowie Viktor und Tatjana Büchler zu ihrem Dienst in der Kirchlichen Gemeinschaft, vom Bischof Alfred Eichholz und Br. Viktor Gräfenstein eingesegnet. Es dürfte jedem klar sein, dass so ein Dienst nicht an bestimmte Arbeitszeiten gebunden ist und daher unbedingt den Rückhalt in der Familie, vor allem der der Ehefrauen nötig hat. An dem Gebet bei der Einsegnung haben Brüder aus verschiedenen Gemeinden teilgenommen.

Nach dem Gottesdienst wurden alle Gäste in das Gemeindehaus, neben der Kirche zum gemeinsamen Mittagessen, sowie Kaffee und Kuchen eingeladen – an dieser Stelle muss noch ein herzlicher Dank an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund ausgesprochen werden. Ob an Frau Lange, die vom Büro aus tagelang sehr viel an Organisation zu bewältigen hatte oder an alle Schwestern die die leckeren Kuchen gebacken, die Tische gedeckt und anschließend wieder alles saubergemacht haben.

Während der Nachfeier haben die scheidenden Prediger einige Abschiedsworte an die Versammelten gerichtet. Ebenso durften die neuen Brüder einen Ausblick wagen.

Der Herr Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern – „Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sendet.“ Nun bitten wir Sie für diese Arbeiter, sowohl in Deutschland als auch in Russland zu beten. Denn des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Und wer die Möglichkeit hat und der Herr es ans Herz legt, unterstützt diese Arbeit – denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. In diesem Sinne wünsche ich euch allen liebe Freunde und Geschwister, als auch den scheidenden, den vorhandenen und den neuen Mitarbeitern der Kirchlichen Gemeinschaft Gottes reichen Segen. Euer Jakob Gebel.

Vorstellung Geschäftsführender Prediger Waldemar Lies

Mein Name ist Waldemar Lies. Ich bin glücklich mit Olga, geb. Dyck, verheiratet. Gott hat uns mit drei wunderbaren Kindern beschenkt.

Ich bin in einer russland-deutschen Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Omsk, in Südwestsibirien, geboren und aufgewachsen. Meine Großeltern waren und Eltern sind wiedergeborene Christen, die Jesus Christus und Sein Wort lieben. In einem behüteten Umfeld, geprägt von der bedingungsloser Liebe und Annahme Gottes, aufwachsen zu dürfen, zähle ich als ein Vorrecht! Außer den sonntäglichen Gottesdiensten gehörten die Versammlungen mittwochs und samstags und die Bibelstunde donnerstags zum wöchentlichen Programm der Familie. Aber genauso gehörte zum wöchentlichen Programm in der Schule der regelmäßige Spott, Erniedrigungen und Demütigungen seitens des Lehrkollegiums und der Mitschüler über meine Deutsche Nationalität und christlichen Glauben. Trotz alledem entschied ich mich, mit 15 Jahren, Jesus Christus als meinem persönlichen Retter und Herr mein Leben anzuvertrauen und Ihm nachzufolgen.

Meine Ausbildung zum Krankenpfleger absolvierte ich in der Stadt Omsk. Dort schloss ich mich der Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde an und engagierte mich im Jugendkreis. Das Gemeindeleben war nicht nur auf die Besuche der sonntäglichen Gottesdienste beschränkt, sondern war von regelmäßigen Ausflügen und Besuchen in den umliegenden Gemeinden geprägt.

Nach der Ausbildung siedelte ich mit meinen Eltern nach Deutschland um. Ich studierte evangelische Theologie in Bad Liebenzell. Anschließend lebte ich zwei Jahre in England, bevor ich mit der Liebenzeller Mission nach Bangladesch ging. In den fast 15 Jahren der Missionsarbeit in dem vorwiegend moslemischen Land konzertierte ich mich auf die Ausbildung von einheimischen Pastoren und Mitarbeiter, Begleitung von Missionaren und Betreuung von sozialen Projekten. Nach der Rückkehr nach Deutschland vor über 5 Jahren arbeitete ich schwerpunktmäßig unter Flüchtlingen und Migranten in Süddeutschland.

Ein Bibelwort, das mich über Jahrzehnte als Richtschnur in meinem geistlichen Leben begleitet, ist auch mein Wunsch und Gebet für meine Familie und meine Glaubensgeschwister.

„Ich habe keine größere Freude denn die, dass ich höre, wie meine Kinder in der Wahrheit wandeln.“ (3. Joh. 1,4). Ein Kind Gottes kann Jesus fröhlich nachfolgen, wenn dies geschieht begründet im Wissen, dass Gottes Wort und Jesus Christus die Wahrheit ist.

Reisebericht Anfang 2019 – Viktor Büchler

Hallo liebe Freunde,
wie im letzten Rundbrief schon angekündigt, bin ich seit Anfang dieses Jahres in der Kirchlichen Gemeinschaft als Gemeinschaftsprediger im Reisedienst tätig. So habe ich meinen Dienst in meiner Heimatgemeinde in Kassel (Glockenbruchweg) begonnen. Das Predigtthema war die diesjährige Jahreslosung aus Psalm 34,15. Darin ging es um den wirklichen Frieden, den nur Jesus
uns geben kann.

Am darauf folgenden Wochenende besuchten meine Frau und ich die Gemeinde in Einbeck. Dort hatten wir eine gesegnete Zeit im Gottesdienst. Das Thema war „Jesus das Licht“. Nach dem Gottesdienst hatten wir eine herzliche Tischgemeinschaft mit den Geschwistern aus Einbeck und einigen Geschwistern aus Wolfsburg, die wir nach regem geistlichem Austausch und gemeinsam gesungenen Liedern ausklingen ließen.

Mitte des Monats lernte ich die Gemeinde in Wetzlar (Magdalenenhäuser Weg) kennen. Diese Gemeinde existiert erst seit ein paar Jahren und besteht aus ca. 20 Gemeindemitgliedern. Zur Zeit ist sie noch klein, doch Gott gibt uns seinen Zuspruch, dass er in den Schwachen mächtig ist. Auch hier habe ich die Gemeinschaft und die Gastfreundschaft sehr genossen. Das Thema des Gottesdienstes war „Ein Fenster (sein) in dieser Welt“.

Was mache ich eigentlich in der Zeit zwischen den Wochenenden? Ich bereite mich auf die anstehenden Dienste fürs Wochenende und jetzt aktuell auch für die kommende Frauenfreizeit vor, führe seelsorgerliche Gespräche mit Menschen und arbeite an unterschiedlichen Projekten der Kirchlichen Gemeinschaft.

Ich möchte mich für eure Unterstützung im Gebet bis hier her bedanken und im gleichem Zuge darum bitten, weiter zu beten, für mich, meine Familie und die Kirchliche Gemeinschaft, damit
das Wort von Jesus Christus noch vielen Trost, Ermutigung und Veränderung schenkt. Auf eine Einladung in eure Gemeinde würde ich mich freuen. (Viktor Büchler Handy: 01706086213)

Zum Abschluss wünsche ich euch Gottes Segen und ein völliges Vertrauen auf Gott allein. Nur dann können wir wie König David sagen: „Mit meinem Gott werde ich Mauern überspringen.“ (Psalm 18, 30b) Seid Gott befohlen. Viktor Büchler

Leuchtende Kinderaugen in Kirgistan

Das Wort aus Jakobus 1, 22: „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein“ hat mich dazu bewegt, mein Hobby für einen guten Zweck einzusetzen.

Anderen Menschen eine Freude zu bereiten, die von Gott gegebenen Gaben, die Zeit, das Geld dafür zu geben ist mir ein großes Anliegen. Besonders an Kinder muss ich denken, die in ärmlichen Verhältnissen leben, keine Schule besuchen können und auch sonst wenig im Leben haben.

Ich weiß, dass Alfred Eichholz in Kirgistan eine Tagesstätte für behinderte Kinder betreut, für die schon einige Spenden eingegangen sind. Den Wunsch, diesen Kindern eine Freude zu bereiten, hat Gott in mein Herz gelegt.

Mit einer fleißigen Bekannten und meiner Tochter haben wir innerhalb von einem halben Jahr etwa 100 Kuscheltiere selbst gestrickt und gehäkelt und alle auf den Weg nach Kirgistan gebracht. Alfred und seine Mitarbeiter konnten so vielen Kindern unter anderem in der Tagesstätte oder in einem Kindergarten große Freude und leuchtende Augen bereiten.

Er berichtete: „In einem Dorf in Ananjewo gibt es einen Kindergarten in dem fast kein Spielzeug vorhanden ist. Dort hat der lutherische Pastor einige der Tierchen verteilt. Die Kinder und auch das Personal waren überglücklich! Sehr dankbar waren sie und wunderten sich über solch eine Idee. Es wurde beschlossen, dass die Tierchen immer im Kindergarten bleiben sollen, um jeden Tag dort auf die Kinder zu warten.“

In der Adventszeit haben meine Tochter und ich noch einige selbsthergestellte Häkel- und Stricktierchen auf einem Künstler- und Handwerkermarkt verkauft. So konnten wir in Deutschland fröhliche Kinderaugen sehen und mit dem Erlös die Not einiger Kinder in Kirgistan ein ganz klein wenig lindern.

Ich denke, Gott schenkt seinen Segen und große Freude, wenn man die von ihm gegebenen Gaben für sein Werk einsetzt. Ich möchte jedem Mut machen dies zu tun, ein jeder in einem Bereich, in dem Gott ihn gebrauchen kann und hierfür besondere Talente gegeben hat!

Bericht vom Jugendwochenende 2018 in Mücke

Am 9-11. November 2018 gab es wieder ein besonders gesegnetes Jugendwochenende! Nach vielen Jahren in Silberborn wagten wir die Freizeit weiter südlich auf dem Flensunger Hof in Mücke bei Gießen stattfinden zu lassen. Es war natürlich einiges anders, aber die meisten Jugendlichen fanden es noch schöner!

Auf dem Programm stand dieses Mal das alttestamentliche Buch Maleachi! Für viele war es ein unbekanntes Buch, das mit seinen vielfältigen Themen aber sehr ansprechend war. Ich danke auch Kristian Neumann und Harry Gillich, die mich bei der Leitung des Wochenendes unterstützt haben. Viktor Janke

Ein paar Rückmeldungen von den Jugendlichen:

„Ich Das Jugendwochenende war eine sehr interessante, lehrreiche, abwechslungsreiche und gut organisierte Zeit, die ich gerne nochmal erleben würde. Ein gutes Thema, tolle Menschen und ein einfallsreiches Programm machen haben dieses Wochenende unvergesslich gemacht, danke für dir große Mühe und die viele Arbeit, es hat sich gelohnt.“ Eine Jugendliche aus Bad Kreuznach

„Dankeschön, wär echt ein Hammer Wochenende!“ Ein Jugendlicher aus Heilbronn

„Ein großes Dankeschön von meiner Seite. Es war ein sehr erbauendes Wochenende mit Gottes Wort im Mittelpunkt und der wunderbaren Gemeinschaft, die wir hatten. Wünsche allen Gottes Segen!“ Ein Jugendlicher aus Neustadt a.d.W.

 

Aussendung der Eheleute Jakob & Irene Rüb nach Marx an der Wolga

Einsatzgebiet

Die russische Stadt Marx (bis 1918 Katharinenstadt) hat 31.500 einwohner und liegt im Gebiet Saratow am Ufer der Wolga. Sie gehörte bis 1941 zum Autonomiegebiet der Wolgadeutschen und war dessen zweitgrößte Stadt und Verwaltungssitz Auftrag durch den pastoralen Dienst und missionarische Aktivitäten Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus einladen, fördern,
begleiten und schulen.

Ziele

▶ evangelistische und missionarische Einsätze
▶ Seelsorge und Hausbesuche
▶ Kinder- und Jugendarbeit
▶ Durchführung von Bibel- u. Gebetsstunden
▶ Begleitung der ehrenamtlichen Mitglieder
▶ Schulungen und Seminare für Gemeindeglieder
▶ Familiengottesdienste
▶ Freizeiten für jung und alt

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott. 2. Korinther 5,20

Vorstellung

Jakob Rüb ist am 28.08.1962 in Merke (Kasachstan) in einem gläubigen Elternhaus geboren. Er ist verheiratet mit Irene Rüb, geb. Schäfer. Sie haben drei erwachsene Kinder. Als aktiver Mensch erreichte er vieles in seinem eigenen und gesellschaftlichen Leben. Dann bewirkte ein schwerer Unfall die Wende in seinem Leben und er kam zum aufrichtigen Glauben an den Herrn Jesus Christus.

Jakob Rüb beschäftigte sich intensiv mit dem ev.-luth. Glauben und studierte 6 Jahre Theologie. Durch Gottes Gnade gelingt es ihm sein Studium erfolgreich mit einem akademischen Grad an der ICI University zu absolvieren. Im Januar 2003 wurde Jakob Rüb durch die Ordination der evangelisch-lutherischen Kirche im Rheinland mit dem Predigtamt und der Verwaltung der Sakramente beauftragt. Neben den regulären Gottesdiensten in der evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar betreut er eine russlanddeutsche Gemeinde in der Magdalenenkirche. Seit 2012 ist er auch in der Notfallseelsorge tätig.

Bei einem Besuch der Gemeinden am Wolgastrom erkannten die Eheleute Rüb die große geistliche Not in der Region. Tief besorgt und berührt durch den Geist des Herrn und schließlich auf Bitten von Alexander Scheiermann, des heutigen Bischofs der elKusFO, entstand in ihnen ein großes Verlangen die Leute der Stadt Marx in der Nachfolge Jesu zu betreuen und auf dem Weg zu begleiten.

Der Aussendungsgottesdienst findet am 12. Mai 2019 im Wetzlarer Dom statt.

 

Liebe Geschwister und Missionsfreunde, lasst uns gemeinsam vor den Thron der Gnade treten, um zu beten und dafür zu bitten, dass der Herr Jesus Christus die Eheleute Jakob und Irene Rüb mit der nötigen Kraft, Weisheit, Geduld, Freude und Liebe im Dienst an den Menschen ausrüstet und befähigt. Wenn sie den Dienst und die Ausbreitung des Evangeliums an den Orten der ehemaligen Wolgadeutschen Gebieten finanziell unterstützen möchten, können sie einen Dauerauftrag an die Kirchliche Gemeinschaft mit dem Verwendungszweck: „Familie Rüb 1505“
einrichten.

Falls sie ein Dauerauftragsformular und weitere Flyer benötigen, lassen sie es uns bitte wissen. Wir senden ihnen gerne beides zu. Möge der Herr ihnen ein offenes Herz und mitteilende Hand beim Mittragen und Finanzieren dieses wichtigen Dienstes geben. Wir sind Ihnen dankbar für Ihre Unterstützung. Wir beten auch dafür, dass die Kernsanierung des Innenbereiches der evangelisch-lutherischen Dreifaltigkeitskirche bis zur Ankunft der Eheleute Rüb in Marx abgeschlossen ist.

Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Gal. 6,10

Bericht über die Reise nach Tscheljabinsk (September 2018)

Am Freitag, den 07.09.2018 machten sich sechs Brüder aus Deutschland auf um die lutherischen Brüdergemeinden im Uralgebiet zu besuchen und besonders auch die Missionarsfamilien Jesse und Schreiner zu stärken. Mit dabei waren die Vorstandsmitglieder der Kirchlichen Gemeinschaft Br. Otto Eichholz aus Neustadt an der Weinstraße und Br. Jakob Gebel aus Bad Kreuznach. Am 12.09. verstärkte Br. Alfred Eichholz aus Kirgistan noch die Gruppe, somit waren wir dann zu siebt.

Untergebracht waren wir bei Waldemar und Katharina Jesse in Tscheljabinsk, von wo wir auch unsere Einsätze unternahmen. Das Ehepaar Jesse war über unseren Besuch sehr erfreut und hat uns wie Könige bewirtet. Hier sei angemerkt, dass Familie Schreiner ihren Wohn- und Hauptwirkungsort ebenfalls in Tscheljabinsk hat. Alexander Schreiner war bei den meisten unserer Einsätze mit dabei, in vielen Gemeinden war er auf dieser Reise zum ersten mal.
In den ersten zwei Tagen besuchten wir die Gemeinden in Starokamyshinsk und Tscheljabinsk. Danach hatten wir eine kurze Rüstzeit in einem Freizeitheim an einem See, wo wir uns mit dem Thema beschäftigten „Eine Kirche, die nicht schläft“.

Nächstes Ziel war Jekaterinburg, wo Fam. Jesse früher wohnte und wirkte. Jetzt wird die Gemeinde von einem jüngeren Bruder, Br. Evgeni geleitet. Unterstützt wird er dabei von Raikin und Ute Dürr, die früher ihren Dienst in Bishkek (bei Br. Alfred Eichholz) taten. Es war für uns interessant zu erfahren, dass der evangelische Glaube schon von Anfang an zu Jekaterinburg gehörte, einer der zwei Stadtgründer war ein Lutheraner.

Magnitogorsk gehört zu den meist verschmutzten Städten der Welt. Aber auch dort benötigen die Menschen die reinigende Kraft des Blutes Jesu, weshalb unser Weg auch dorthin führte. Der größte Teil der Gemeinde besteht aus älteren Männern. Es hat sich ergeben, dass in der Versammlung eine obdachlose Frau, Natalia, mit dabei war. Als Br. Jakob begann von der Liebe Gottes zu predigen, ging diese Frau schreiend hinaus. Später erfuhren wir, dass sie von Menschen, von denen man eigentlich Liebe erwartet, genau das Gegenteil bekam und deshalb so reagierte. Auf unserem Heimweg schlossen wir diese Frau in unser Gebet ein.

In Sawodoukowsk besuchten wir eine Gemeinde mit vielen älteren Geschwistern deutscher Herkunft. In der Versammlung wurden zwei Kinder aus russischen Familien getauft.
Unser letzter Einsatz ging nach Tjumen, einer sehr schönen, sauberen und modernen Stadt. Die Gemeinde mietet für ihre Versammlungen ein Restaurant. Geleitet wird sie von einem älteren und einem jüngeren Bruder. Nach der Versammlung hat uns der jüngere Bruder, Maxim, die Stadt und ihre Geschichte vorgestellt. Er kam uns dabei vor wie ein Geschichtsbuch auf Füßen. Er hat seinen Platz in unseren Herzen und auch in unseren Gebeten gefunden.

Insgesamt haben wir bei unserer Reise ca. 2.500 km mit zwei Autos zurückgelegt. In einem Auto war Waldemar am Steuer, in dem anderen seine Frau Katharina, was bei uns hohen Respekt hervorgerufen hat, zumal sie sich auch noch die ganze Zeit um unser leibliches Wohl sorgen musste. Auf den Fahrten hatten wir viel Zeit zu reden, zu beten und zu singen. Auch wurden uns die Dimensionen Russlands bewusst. Allein das Uralgebiet ist 5 mal größer als Deutschland! Wir haben in den 11 Tagen unserer Reise nur einen kleinen Teil davon gesehen…
Am 18.09. kehrten wir wohlbehalten zu unseren Lieben zurück.

Folgende Gebetsanliegen möchte ich allen Lesern an`s Herz legen:

  • Kraft und Weisheit für Waldemar & Katharina, Alexander & Elena und für alle anderen Mitarbeiter
  • Schutz und Bewahrung auf den vielen weiten Wegen, die sie zurücklegen müssen
  • Heranreifen von Mitarbeitern, die fähig sind auch andere zu lehren
  • „Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in die Ernte sende!“

Reisebericht von Andreas Eichholz

Siegfried Springer ist gestorben

Liebe Geschwister,

wir müssen euch leider mitteilen, dass unser geliebter Bruder Siegfried Springer am Samstag den 16.02.2019 im Alter von 88 Jahren gestorben ist.

Ein großartiger Mensch ist von uns gegangen. Voller Gewissheit können wir sagen: Gott hat ihn zu sich heimgeholt. Es ist ein großer Verlust für uns! Aber wir wissen, dass Gott es so gewollt hat und er ihn erlöst hat. Nun darf unser lieber Bruder die Früchte seines Glaubens sehen und sie genießen!

Siegfried Springer war eine Säule der Kirchlichen Gemeinschaft. Sein unermüdlicher Einsatz über mehrere Jahrzehnte und seine Leidenschaft für Jesus wird vielen von uns unvergesslich bleiben.

Siegfried Springer war der erste Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELK ER) und hatte dieses Amt von 1992 bis 2007 inne.

Geboren wurde er am 10. März 1930 in Mineralnyje Wody im Nordkaukasus. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Familie Springer als deutschstämmige Familie aus der deutschen Kolonie Hoffnungstal in Bessarabien (heute Gebiet Odessa) ins von Deutschland annektierte Westpolen verschleppt. Nach Kriegsende siedelte die Familie nach Westdeutschland über.

Siegfried Springer studierte Theologie und tat seit 1956 Dienst in Kirchengemeinden unterschiedlicher Städte Deutschlands. Von 1974–1976 war er Präses eines internationalen Verbandes zur Rehabilitation aus Glaubensgründen verfolgter Personen verschiedener Konfessionen. Seit 1976 verantwortete er bei der Evangelischen Kirche in Deutschland die Arbeit zur Integration von Aussiedlern aus Polen, Rumänien und der Sowjetunion.

Siegfried Springer wirkte bei der Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS) mit. »Ihr runder Geburtstag bietet auch uns einen Anlass, mit Dankbarkeit auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Wir haben zusammen einen Weg zurückgelegt, auf dem wir unsere Gemeinden gesammelt und unsere Kirche geschaffen haben. … Im gemeinsamen Vertrauen auf unseren Herrn konnten wir alle Schwierigkeiten überwinden und den rechten Weg weitergehen“ – mit diesen Worten gratulierte das Zentrale Kirchenamt der ELKRAS Bischof Springer im Jahr 2005 zu seinem 75. Geburtstag.

Außer dem Amt des Bischofs der ELK ER hatte Siegfried Springer von 2005 bis 2009 auch das Amt des Stellvertreters des Erzbischofs der ELKRAS inne.

Nach Abschluss seines Dienstes in Russland lebte der Bischof Emeritus die letzten zehn Jahre seines Lebens in Bad Sooden. Im Jahr 2013 erschienen beim Verlag des Martin-Luther-Bundes in Erlangen Siegfried Springers inzwischen vergriffene autobiographische Erinnerungen »Dem Himmel in Russland näher«, welche dem Leser unter anderem die Geschichte der Wiedererstehung des Luthertums in Russland nahebringen.

Quelle: https://www.martin-luther-bund.de/ 

Die Trauerfeier von Bruder und Bischof Springer findet am 09.03.2019 um 14:30 Uhr in der St. Crucis Kirche in Bad Sooden Allendorf statt.

Geistliches Wort Dezember 2018

„ Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“. (Lukas 2,14)

Das ist die himmlische Botschaft des Engelchores an alle Menschen und zugleich die Zusammenfassung des ganzen Evangeliums Gottes! Dies ist die glücksbringende Kunde Gottes für die Weihnachtstage und für alle Zeiten.

Dieser Vers hat eindeutig drei ineinander greifenden Teile, die an Tiefe, Breite und Höhe kaum zu übertreffen sind. Die Botschaft Gottes lautet wörtlich: „Herrlichkeit in den Höhen Gott / und auf der Erde Friede, / den Menschen Wohlgefallen.“

Für die unter unsern Lesern, die diesen Vers tiefer erforschen wollen, möchte ich folgende Hilfe anbieten: Das Wort „Höhen“ kommt im Urtext nur an folgenden Bibelstellen vor: Matthäus 21,9; Markus 5,7; 11,10; Lukas 1,32.36,76; 2,14; 6,35; 8,28; 19,38: Apostelgeschichte 7,48; 16,17; Hebräer 7,1. Das „Wohlgefallen“ kommt nur in: Matthäus 11,26; Lukas 2,14; 10,21; Römer 10,1; Epheser 1,5.9; Philipper 1,15: 2,13 und 2. Thessalonicher 1,11.

Allein schon die Ankündigung der Geburt Jesu Christi versetzt den Himmel in einen gewaltigen Jubel. Wie ist dann der Jubel zu beschreiben als der Sohn Gottes nach seinem Tod und seiner Auferstehung in den Himmel als Sieger zurückgekehrt ist! Weihnacht ist also eine frohe Botschaft an uns Menschen, dass Gott der Vater nun seinen lieben Sohn zu uns auf die Erde sendet, um uns Frieden und sein Wohlgefallen zu geben.

Weihnacht bedeutet, Gott die Ehre zu geben für das Geschenk seines geliebten Sohnes, zu erkennen was Gott dieser Frieden gekostet hat, die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus anzunehmen und nach dem Willen Gottes leben zu wollen, ( 1. Korinther 6, 19-20). Wenn es denn so ist, wie wenig haben wir dann die Bedeutung vom Weihnachtsfest verstanden und wie wenige geben Gott die Ehre mit ihrem Leben.

Was muss denn anders werden? Nun, wir müssen zurück zu der Heiligen Schrift finden und vertrauen dem, was sie uns klar und deutlich sagt. Weihachten ermahnt uns, Gott von ganzem Herzen zu suchen. Und Gott sagt: „Wer mich von ganzem Herzen suchen wird, von dem werde ich mich finden lassen“. Weihnachtstage verkündigen also den Frieden Gottes, den er uns anbietet in seinem Sohn Jesus Christus. Wer Jesus hat, nur der hat das ewige Leben! (1.Johannesbrief 5,12). Doch leider kommt diese Botschaft, dieser wunderbare Name gerade in den letzten Jahren, in vielen Kirchen  überhaupt nicht mehr vor. Wie sollen denn die Zuhörer an den glauben, von dem nichts verkündigt wird? (Römer 10,14)

Ich ermahne alle Verkündiger des Evangeliums, diesen Herrn Jesus zu verherrlichen, der alle Himmel durchschritten hat, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt Er ist das Haupt aller Reiche und Gewalten! (Kolosser 2, 9.10).

Weihnacht ist also die himmelhochjauchzende froh machende Botschaft des himmlischen Vaters an uns Menschen. Denken wir daran, wenn wir unsern Mitmenschen frohe Weihnachten wünschen! In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen frohe und gesegnete Weihnachtstage und ein glückliches Neues Jahr!

Viktor Naschilewski