Siegfried Springer ist gestorben

Liebe Geschwister,

wir müssen euch leider mitteilen, dass unser geliebter Bruder Siegfried Springer am Samstag den 16.02.2019 im Alter von 88 Jahren gestorben ist.

Ein großartiger Mensch ist von uns gegangen. Voller Gewissheit können wir sagen: Gott hat ihn zu sich heimgeholt. Es ist ein großer Verlust für uns! Aber wir wissen, dass Gott es so gewollt hat und er ihn erlöst hat. Nun darf unser lieber Bruder die Früchte seines Glaubens sehen und sie genießen!

Siegfried Springer war eine Säule der Kirchlichen Gemeinschaft. Sein unermüdlicher Einsatz über mehrere Jahrzehnte und seine Leidenschaft für Jesus wird vielen von uns unvergesslich bleiben.

Geistliches Wort Dezember 2018

„ Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“. (Lukas 2,14)

Das ist die himmlische Botschaft des Engelchores an alle Menschen und zugleich die Zusammenfassung des ganzen Evangeliums Gottes! Dies ist die glücksbringende Kunde Gottes für die Weihnachtstage und für alle Zeiten.

Dieser Vers hat eindeutig drei ineinander greifenden Teile, die an Tiefe, Breite und Höhe kaum zu übertreffen sind. Die Botschaft Gottes lautet wörtlich: „Herrlichkeit in den Höhen Gott / und auf der Erde Friede, / den Menschen Wohlgefallen.“

Für die unter unsern Lesern, die diesen Vers tiefer erforschen wollen, möchte ich folgende Hilfe anbieten: Das Wort „Höhen“ kommt im Urtext nur an folgenden Bibelstellen vor: Matthäus 21,9; Markus 5,7; 11,10; Lukas 1,32.36,76; 2,14; 6,35; 8,28; 19,38: Apostelgeschichte 7,48; 16,17; Hebräer 7,1. Das „Wohlgefallen“ kommt nur in: Matthäus 11,26; Lukas 2,14; 10,21; Römer 10,1; Epheser 1,5.9; Philipper 1,15: 2,13 und 2. Thessalonicher 1,11.

Allein schon die Ankündigung der Geburt Jesu Christi versetzt den Himmel in einen gewaltigen Jubel. Wie ist dann der Jubel zu beschreiben als der Sohn Gottes nach seinem Tod und seiner Auferstehung in den Himmel als Sieger zurückgekehrt ist! Weihnacht ist also eine frohe Botschaft an uns Menschen, dass Gott der Vater nun seinen lieben Sohn zu uns auf die Erde sendet, um uns Frieden und sein Wohlgefallen zu geben.

Weihnacht bedeutet, Gott die Ehre zu geben für das Geschenk seines geliebten Sohnes, zu erkennen was Gott dieser Frieden gekostet hat, die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus anzunehmen und nach dem Willen Gottes leben zu wollen, ( 1. Korinther 6, 19-20). Wenn es denn so ist, wie wenig haben wir dann die Bedeutung vom Weihnachtsfest verstanden und wie wenige geben Gott die Ehre mit ihrem Leben.

Was muss denn anders werden? Nun, wir müssen zurück zu der Heiligen Schrift finden und vertrauen dem, was sie uns klar und deutlich sagt. Weihachten ermahnt uns, Gott von ganzem Herzen zu suchen. Und Gott sagt: „Wer mich von ganzem Herzen suchen wird, von dem werde ich mich finden lassen“. Weihnachtstage verkündigen also den Frieden Gottes, den er uns anbietet in seinem Sohn Jesus Christus. Wer Jesus hat, nur der hat das ewige Leben! (1.Johannesbrief 5,12). Doch leider kommt diese Botschaft, dieser wunderbare Name gerade in den letzten Jahren, in vielen Kirchen  überhaupt nicht mehr vor. Wie sollen denn die Zuhörer an den glauben, von dem nichts verkündigt wird? (Römer 10,14)

Ich ermahne alle Verkündiger des Evangeliums, diesen Herrn Jesus zu verherrlichen, der alle Himmel durchschritten hat, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt Er ist das Haupt aller Reiche und Gewalten! (Kolosser 2, 9.10).

Weihnacht ist also die himmelhochjauchzende froh machende Botschaft des himmlischen Vaters an uns Menschen. Denken wir daran, wenn wir unsern Mitmenschen frohe Weihnachten wünschen! In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen frohe und gesegnete Weihnachtstage und ein glückliches Neues Jahr!

Viktor Naschilewski

 

 

Bericht von den Frauenwochenenden 2018

Vom 28. bis 30. September und vom 12. bis 14. Oktober fanden in unserm Tagungsheim in Bad Sooden-Allendorf zwei Frauenwochenenden statt. Die von Frauen selbst gewünschten  Themen waren:  „Wie erkenne ich den Willen Gottes für mein Leben?“, „Seelsorge, wie macht man das?“, „Als Kind Gottes glaubwürdig leben“, „ Bibellesen leicht gemacht“ und biblische Frauengestalten wie Eva und die Frau von Lot. Es waren gesegnete Tage unter dem Wort Gottes.

Vorstellung Gemeinschaftsprediger im Reisedienst ab 1.1.2019

Liebe Geschwister im Herrn und Freunde der Kirchlichen Gemeinschaft,

ich heiße Viktor Büchler, bin 33 Jahre alt und seit 11 Jahren glücklich verheiratet. Meine Frau Tatjana und ich haben zwei Söhne, Samuel (10 J.) und Silas (8 J.).

1990 kam ich mit meiner Familie aus Kasachstan/ Stepnoje nach Deutschland. In meiner Jugendzeit suchte und fand Gott mich, zog mich aus der tiefsten Dunkelheit und stellte mich in sein Licht. Seitdem wuchs in mir der Wunsch auch hauptberuflich Gott zu dienen. Nach meiner handwerklichen Ausbildung zum Betonfertigteilbauer, durfte ich von 2012-2017 an der Marburger Hochschule Tabor und IGW Theologie studieren.

Seit Anfang dieses Jahres sammle ich wertvolle Erfahrungen im Bereich der Seelsorge als Arbeitsbegleiter in der Gefährdetenhilfe „Haus Siloah“ im Vollzeitdienst.

Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen, die mir ab dem 01.01.2019 im Reisedienst der Kirchlichen Gemeinschaft begegnen werden.

So möchte wir uns als Familie unter den Ausspruch Josua´s stellen: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.“ Josua 24, 15c

Ich wünsche uns eine gute und gesegnete Zeit zusammen und freue mich sehr, Sie bald kennen zu lernen und auf den Dienst in Ihrer Gemeinde.

Mit herzlichen Segenswünschen,  Viktor Büchler

In eigener Sache

Auch in diesem Jahr haben wir regelmäßig aus unserer Arbeit berichtet. Viele von Ihnen haben an dem Geschehen in der Kirchlichen Gemeinschaft Anteil genommen. Herzlichen Dank! Ihr Gebet hat unseren Bemühungen Auftrieb gegeben. Ihre Spenden haben dafür gesorgt, dass den Menschen das Evangelium verkündigt werden konnte. Ganz besonders denke ich da an die vielen Gemeindebesuche, die Br. Waldemar Schall als Reiseprediger oder Br. Viktor Naschilewski als Geschäftsführer gemacht haben, an die viele Bibelstunden, die sie bei Ihnen in der Gemeinde oder im Tagungsheim durchgeführt haben, an die Seminare und Seelsorgegespräche. Ich denke an unseren Missionar Alexander Schreiner, den wir Anfang des Jahres mit seiner Familie ausgesandt haben und der für viele Menschen im Gebiet Tscheljabinsk zum Segen geworden ist. Auch wenn diese Dienste so viel Mühe bereiten  und gewisse finanzielle Belastungen mit sich bringen, sind sie nicht vergeblich. Geistliche Arbeit lässt sich eben nicht in Wirtschaftszahlen bewerten. Man kann in die frohmachende Botschaft des Evangeliums einfach nicht genug investieren.

Und so möchte ich sie bitten, auch nach dem Ausscheiden von Br. Waldemar Schall und Br. Viktor Naschilewski, die in den Ruhestand gehen, die Kirchliche Gemeinschaft weiterhin zu unterstützen. Die Brüder, die Ihnen in diesem Dienst folgen werden, benötigen ebenfalls die Kraft Ihrer Gebete und auch Ihre finanzielle Unterstützung.

Wir durften in der Vergangenheit erfahren, dass Gott es gut meint mit seinen Kindern und dass seine Liebe und Treue uns jeden Tag neu getragen hat. Wir sind unserem Gott sehr dankbar, dass er uns mit treuen Menschen beschenkt hat, die die Arbeit der Kirchlichen Gemeinschaft nicht nur finanziell, aber auch durch Ihre Gebete tragen. Gott segne Sie ganz reichlich dafür!

Eduard Penner

 

Und nun wünschen wir allen Mitgliedern und Lesern eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und Gottes Segen im neuen Jahr.

Vorstand und Mitarbeiter der Kirchlichen Gemeinschaft

Reise nach Omsk (Russland) zur Einsegnung von Pastor Alexander Schreiner

Bruder Otto Eichholz reiste am 12. Oktober 2018 als Vertreter der Kirchlichen Gemeinschaft mit Bruder Paul Fast aus der Gemeinde Neustadt an der Weinstraße nach Omsk in Russland, um der Einsegnung von Pastor Alexander Schreiner in den Missionsdienst in Tscheljabinsk beizuwohnen. Omsk ist der Hauptsitz der Evangelisch-Lutherischen-Kirche für die Gebiete Ural, Sibirien und ferner Osten. Wir landeten um 7.00 Uhr morgens in Omsk und wurden von Waldemar Jesse in Empfang genommen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel, gingen wir die 15 Minuten Fußweg zur Lutherischen Kirche entlang des Flusses Irtysch.  Am Ufer dieses riesigen Flusses befindet sich dieses Haus Gottes, die evangelisch-lutherische Kirche. Es ist erstaunlich, dass Gott so eine Quelle des lebendigen Wassers hier hat wachsen lassen. Sie ist ein Zeugnis der Zerstreuung der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion und Russland und ein Zeugnis unseres Gottes, der sein Wort immer noch hält.

In der Kirche folgte die Sitzung der Synode.  Die lutherische Kirche in Russland ist aufgeteilt in vier große Gebiete. Als erstes berichtete Waldemar Jesse von seiner Arbeit im Uralgebiet.   Er bedient sämtliche Gemeinden in diesem Territorium und fährt manchmal mehrere hunderte Kilometer in der Woche, um den Bedürfnissen jeder Gemeinde in seiner Propstei nachzukommen. Die zwei Propsteien West- und Mittelsibirien unterliegen der Verantwortung von Wladimir Winogradow. Die letzte Propstei bedient Manfred Brockmann. Ihm unterliegt das Gebiet des Fernen Osten. Schließlich stellte sich auch Alexander Schreiner, der das Zentrum unserer Reise war, mit seiner Familie dem Synodium vor. Er berichtete von seiner Arbeit und seinen Zielen für die Aufgabe in Tscheljabinsk. Uns war es ein besonderes Anliegen, Alexander in dieser Situation von der Kirchlichen Gemeinschaft aus, zu unterstützen. Auch unsere Gemeinde in Neustadt pflegt eine ganz besondere Beziehung zu Alexander. Er war Mitarbeiter in der Jugend und diente uns als Bruder am Wort. Seine geistliche Geschichte hat auch bei uns ihre Wurzeln und so war auch ein Anliegen unserer Gemeinde Neustadt a.d. Weinstraße, ihn auf diesem Wege zu begleiten.

Am Abend fand ein Gottesdienst mit Abendmahl statt, dass von Propst Winogradow gehalten wurde. Wir waren etwa 30 Geschwister. Vertreter der Hanover´schen Kirche und der Hermannsburger Mission waren ebenfalls anwesend. Nachdem wir das Abendmahl genommen hatten, durfte jeder den anderen umarmen und ihm Gottes Segen wünschen. Dieser gesegnete Abend wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Das Ziel unserer Reise markierte der Einsegnungsgottesdienst von Bruder Alexander Schreiner am Sonntag. Bischof Alexander Scheiermann hielt eine Predigt über 1. Tessalonicher 4, 1–8 und gab den Einzusegnenden brüderliche Worte mit auf den Weg. Schließlich erfolgte die Einsegnung von Alexander durch Propst Waldemar Jesse, der ihm ein Wort aus Offenbarung 2, 10 mitgab, Bruder Otto Eichholz wählte das Wort aus 2. Timotheus 4,5 und Bischof Alexander Scheiermann das ganze Kapitel 4 desselben Briefes. Alle drei Brüder legten die Hände auf Alexander und segneten ihn.

Es folgten am Sonntagabend noch viele Gespräche mit den Geschwistern, bevor wir Alexander Schreiner und seine Familie verabschiedeten. Sie waren sehr dankbar und erfreut, dass die Kirchliche Gemeinschaft von Bad Sooden Allendorf aus, an diesem wichtigen Tag zur Unterstützung anwesend war. Sie gaben uns auch Gebetsanliegen mit, für Alexander Schreiner und seinen Dienst in Tscheljabinsk und für die Lutherische Kirche in diesem Gebiet. Wie wir bereits oben schon berichtet haben, sind die Gebiete, die die Propste bedienen sehr groß und es ist noch viel Potenzial vorhanden. Bitte beten Sie dafür, dass der Herr noch mehr Arbeiter in die Ernte sendet, noch mehr Menschen wie Alexander Schreiner, die brennend im Dienst für unseren Herrn stehen. Die Geschwister nehmen viel auf sich, um den Gemeinden vor Ort dienen zu können und brauchen jede Hilfe. Beten Sie auch für die Geschwister, dass sie die Kraft haben, diesen Dienst zu tun und für die Menschen in Russland, die den Herrn Jesus noch nicht kennen, dass ihre Augen aufgetan werden und sie Jesus als ihren Herrn und Heiland annehmen. Am Montagvormittag flogen wir mit dem Segen Gottes  und diesen Gebetsanliegen zurück nach Deutschland. (i.A. Judith Eichholz)

Einladung zum Verabschiedungs- & Einsegnungsgottesdienst

Wir laden herzlich ein, zu einem besonderen Gottesdienst am 27.Januar 2019, nach Bad Sooden-Allendorf !

Am 27. Januar 2019 um 13:00 Uhr wollen wir einen ganz besonderen Gottesdienst, mit hoffentlich vielen Gästen aus unterschiedlichen Gemeinden, und mit vielen Freunden und Unterstützern unserer Arbeit, in der Ev. Kirche St. Crucis, Kirchplatz 2, 37242 Bad Sooden-Allendorf, feiern.

Ein Gottesdienst, in dem wir die Brüder Waldemar Schall und Viktor Naschilewski aus ihrem aktiven Dienst bei der Kirchlichen Gemeinschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden wollen und gleichzeitig neue Mitarbeiter in den aktiven Dienst bei der Kirchlichen Gemeinschaft einführen.

Die beiden ausscheidenden Brüder haben über viele Jahre die Arbeit der Kirchlichen Gemeinschaft in besonderer Weise mitgeprägt. Als Waldemar Schall 1997 seinen  Dienst bei der Kirchlichen Gemeinschaft begann, war es etwas ganz besonderes, etwas neues, etwas, was bis dahin nicht in den Brüdergemeinden praktiziert wurde – Reiseprediger für die Brüdergemeinden. Nun sind mehr als 20 Jahre vergangen, in denen er aktiv Gemeinden besucht und als Diener des Evangeliums unterwegs ist, um den Menschen die Frohe Botschaft von dem rettenden Glauben an Jesus Christus zu bezeugen.

Auch Viktor Naschilewski, der seit fast 18 Jahren bei der Kirchlichen Gemeinschaft, als Geschäftsführer tätig ist hat seine Gaben im Predigtdienst, in Seminaren und Seelsorge auf besondere Art und Weise eingebracht. Unzählige Bibelwochen, Männer,- und Frauenwochenenden, Eheseminare, Jugendwochenenden hat er in den vergangenen Jahren bei uns im Tagungsheim in den Gemeinden und außerhalb durchgeführt.

Viele Menschen wurden durch den Dienst dieser Brüder getröstet und ermutigt. Sie wurden in ihrem Glauben gestärkt, und für den Dienst an Anderen zugerüstet. Und so wollen wir gemeinsam im Gottesdienst unserem Gott danken für Waldemar und für Viktor. Wir wollen Gott danken, dass Er sie für diesen Dienst ausgerüstet und befähigt hat, dass er sie bewahrt hat auf den vielen Reisen und dass sie zum Segen werden durften für viele Menschen.

Nach dem feierlichen Gottesdienst laden wir alle, zu Kaffee und Kuchen, herzlich ein. Gemeinsam wollen wir  uns darüber freuen und staunen, was Gott durch Menschen, die ihm von Herzen dienen, alles wirken kann.

Geistliches Wort September 2018 (Zum Erntedankfest)

Jesus sprach: „Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: „Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?“ So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott. (Lukas 12,15-21)

Geliebte im Herrn!
Wie gut ist es diesem Landwirt ergangen, nicht wahr: Er war bereits reich, und nun diese gute Ernte! Damit hatte er anscheinend gar nicht gerechnet. Doch nun, wo ihm das Glück so in den Schoß fällt, fragt er: „Was soll ich tun?“ Er überlegt kurz. Und schon hat er die Lösung: „ICH muss größere Scheunen bauen ! Er denkt an die eigene Zukunft; er sichert sich ab. Und in der Tat: Man wäre ja ein Narr, wenn man anders handeln würde! Doch Gott bewertet dieses Verhalten ganz anders. Er sagt zu dem reichen und klugen Landwirt: „Du bist ein Narr!“

Wir fragen: Hallo, was hat denn der Landwirt verkehrt gemacht? Was ist falsch an seinem Handeln? Dies ist falsch: Dieser Mann hat gemeint, mit seinem Reichtum könne er sich selbst sein Leben garantieren. Er selbst und sein Wohlergehen seien der Inhalt seines Lebens. Dieses Gleichnis hat Jesus als Beispielgeschichte erzählt, wie wir als Kinder Gottes mit unserm „Erntesegen“ umgehen sollen. Das heißt mit unserm Besitz, mit unserm Verdienst, mit allem, was wir zur Verfügung haben, mit unseren Fähigkeiten, mit unseren guten Eigenschaften.

Also: Was sollen wir tun? Wir sollen Gott, als dem Geber aller Gaben, danken. In den Jahren 1921-1922 war eine schwere Hungersnot in Sowjetrussland, welche fünf Millionen Menschenleben forderte. Hauptsächlich betroffen waren die Regionen an der Wolga und Ural. Und nun 1923 das erste Jahr wieder eine gute Ernte! Da fuhren die ersten Erntewagen geschmückt und vollbeladen unter anderem in Saratow, Engels, Marx…- bis zur Kirche, hielten dort an, und alles ging in die Kirche zu einem Dankgottesdienst. „Was soll ich tun?“, fragte der reiche Landwirt. Die Leute an der Wolga haben damals gewusst, was sie zuerst tun sollten. Die Leute im alten Israel haben das auch gewusst: Das erste, was man erntet, gehört als Dank Gott. Ihm gehört der erste Anteil von allem, was man geerntet hat.

Damit sind wir bei einer zweiten Antwort: Der reiche Kornbauer vergisst nicht nur, Gott zu danken; er gibt Gott auch nichts ab. In Israel war es an sich üblich, Gott einen bestimmten Teil zu geben: 10 % von dem, was man erntete, gehörte Gott. Im Tempel wurde Gott dafür geehrt. Der Landwirt hätte das wissen müssen. Aber dann wären ihm nur 90 % geblieben; und 100 % ist nun einmal mehr.  Viele in unseren Gemeinden stehen oft auch vor der Entscheidung: „Was soll ich tun?“ Wir haben es selbst in der Hand, oder im Geldbeutel oder auf dem Konto. Wir könnten einen Anteil abgeben. Wir können es aber auch in größere „Scheunen“ sammeln, das heißt, unseren eigenen Kontostand vergrößern. Im Grunde ist das die Einstellung des reichen Landwirtes, der von Anfang an gesagt hat: 100 % für mich, und deshalb habe ich nichts übrig.

Eine dritte Antwort bekommen wir, wenn wir bedenken, wie der Mann in der Geschichte mit seiner Zeit umgeht. Er tut so, als könne er selbständig über seine eigene Lebenszeit bestimmen. Aber, das erweist sich als tödliche Illusion. Noch in derselben Nacht ist seine Lebenszeit beendet. Der Landwirt redet nur von sich und wie er seinen Reichtum für sich selbst anlegen will und wie er die nächsten Jahre für sich selbst genießen will. Die anderen Menschen sind nicht in seinem Blick. Wir wissen doch genau, dass wir andere Menschen zum Leben brauchen.Aber, wir wollen auch hier etwas selbstkritisch überlegen, wie bei Reichtum und Geld die Freundschaft oft aufhört. In uns Menschen steckt nun mal diese Eigenschaft, zuallererst die eigenen Scheunen zu füllen und jeden Vorteil zum eigenen Wohlergehen zu nutzen. Aber: Ist das sinnvoll, einen großen Verdienst zu haben, aber seine Ehe oder Familie dadurch kaputt zu machen? Ist das sinnvoll, den Nachbarn übers Ohr zu hauen und ihn dadurch zum Feind zu bekommen?

„Was soll ich tun?“, fragte der reiche Landwirt. Man hätte ihm sagen sollen: „Nicht neue Scheunen bauen, sondern zuerst in die vorhandene sammeln und den Rest den Bedürftigen schenken!“ Aber er wollte alles nur für sich selbst. Am Ende sagt Gott zu ihm: „Du Narr. Wem wird das alles gehören, was du angehäuft hast, wenn du jetzt sterben musst?“ Und die Antwort ist: „Dir wird auf keinen Fall etwas bleiben!“

Jakob Rüb (gekürzt, auf Anfrage im Büro der KG ungekürzt zu erhalten)

Jugendarbeit der Kirchlichen Gemeinschaft in Deutschland

Liebe Freunde und Unterstützer der Kirchlichen Gemeinschaft,

in verschiedenen Gesprächen mit Brüdern und Schwestern in den Gemeinden, wird immer deutlicher wie dringend und notwendig es ist, in den Bereich der Jugendarbeit in den Brüdergemeinden, gerade in Deutschland, zu investieren!

Wir wissen alle, dass die Jugendarbeit mitentscheidend für die Zukunft einer Brüdergemeinde ist. Doch um die Jugendarbeit sieht es an vielen Orten nicht rosig aus. Die Jugendarbeit ist ein Konfliktfeld in vielen Brüdergemeinden. Die Jugendleiter stehen häufig einer großen Aufgabenfülle allein gegenüber und müssen zwischen Gemeindeleitung und den Jugendlichen vermitteln. Mancher Jugendleiter ist für diese Aufgabe oft überfordert, weil ihm einfach die nötige Hilfestellung fehlt und er nicht gut für diese Aufgaben vorbereitet ist oder wird. Viele geben irgendwann auf. Und immer mehr Jugendliche nehmen unter anderem aus Mangel an guten Angeboten von uns, die Angebote anderer Gemeinden und christlicher Werke an. Dadurch entstehen viele weitere Probleme wie Streit durch andere Lehren, Abwanderung, familiäre Spaltung, „gemischte“ Ehen usw. Wie viele Jugendliche sind aus unseren Gemeinden bereits in andere Gemeinden gewechselt? Wie viele Jugendliche sind in der Nachfolge Jesus ganz auf der Strecke geblieben. In wie vielen Gemeinden gibt es gar keine Jugendarbeit mehr? Die einzelnen Jugendlichen sehnen sich nach Gemeinschaft! Wollen wir diese Entwicklung in unseren Gemeinden gewähren lassen?

Eine der Hauptaufgaben der Kirchlichen Gemeinschaft ist „Jugend fördern“. Deshalb möchte die Kirchliche Gemeinschaft im Bereich der Jugendarbeit mehr tun als bisher: Wir wollen eine Stelle mit geringfügiger Beschäftigung (450€-Basis) für Jugendarbeit schaffen, d.h. einen Jugendreferenten anstellen. Was wollen wir dadurch erreichen?

  1. Der Jugendreferent könnte die einzelnen Jugendleiter ermutigen, unterstützen und begleiten. Es soll auch Treffen und Fortbildungen für Jugendleiter geben.
  2. Die Jugendarbeit vor Ort kann durch Besuche in Jugendstunden oder durch die Gestaltung besonderer Wochenenden unterstützt werden.
  3. Die Kirchliche Gemeinschaft würde gerne Freizeiten für Teenys, Jugendliche & Junge Erwachsene anbieten. Es sind auch besondere Veranstaltungen wie sportliche Turniere, musikalische Treffen, Ausflüge und missionarische Einsätze vorstellbar.

Um eine neue Stelle für die Jugendarbeit ab dem 1. Januar 2019 zu schaffen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir würden uns freuen, wenn Sie für dieses Anliegen beten und durch das Einrichten einer Dauerspende mit dem Vermerk „„Jugendarbeit der KG“, diese Arbeit zu unterstützen.

Nachruf zum Heimgang Ilse Bittner  

Am  23. August haben wir unsre Glaubensschwester und langjährige Mitarbeiterin Ilse Bittner zu Grabe getragen. In den Jahren 1993 bis 2002 hat Sie bei uns in der Kirchlichen Gemeinschaft als Köchin und Hauswirtschafterin gearbeitet. Ihre frohe, zuvorkommende und bescheidene Art wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wir danken unserm Herrn für sie und wissen, dass wir sie bei IHM wiedersehen werden.

Als ich sie wenige Tage vor ihrem Heimgang besuchen durfte, las ich ihr die Worte Jesu Christi aus Johannes 5,24 vor: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“. Diese Worte möchte ich uns Lebenden auch zurufen.

Viktor Naschilewski, Mitarbeiter  und Vorstand der Kirchlichen Gemeinschaft

Kurzbericht von Bischof Scheiermann Juli 2018

Mit dem Monatsspruch von Juli  „Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! (Hosea 10,12) möchte ich Sie alle grüßen.

Eine große Verheißung und Hoffnung schenkt uns der Prophet Hosea. Trotz der sowjetischen anti-religiösen Propaganda war das Wort Gottes auch in Russland gesät. Und es wird auch jetzt gesät. Hier ein Kurzbericht von Bischof Alexander Scheiermann:

An einem Sonntag habe ich die Gemeinde im Dorf Kasanka besucht. Das Dorf wurde im  Jahr 1909 von deutschen Umsiedlern aus der Ukraine gegründet. In der Sowjetzeit war das eine von den besten Landwirtschaftskolchosen im Gebiet Omsk. Zu der damaligen Zeit wohnten dort ca. 1500-2000 Leuten. Alle sprachen Deutsch. Es gab immer eine lutherische Brüdergemeinde. Bis heute gibt es zweimal pro Woche ein Zusammentreffen und noch heute singen die Leute am Anfang der Gottesdienste deutsche Lieder. Generell sprechen sie gerne Deutsch miteinander, jedoch wird der Gottesdienst in der russischen Sprache durchgeführt, weil einige Teilnehmer kein Deutsch verstehen. Pastor Stanislav Mikula ist neben anderen Gemeinden auch verantwortlich für diese Gemeinde. Er war von Bischof Otto Schaude als Pastor für die Nordregion des Gebietes Omsk eingeführt worden.

Im Sommer veranstaltet Stanislav mit seiner Frau Tagesfreizeiten für Kinder. Bis 70 Kinder kommen zusammen. Pastor Stanislav ist motiviert und voller Zuversicht, dass die lutherische Gemeinde im großen schönen Sibirien eine Zukunft hat. Er ist in unserer Kirche angestellt. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder. Seine Frau Nina ist Lehrerin und zuständig für die Arbeit mit Kindern im Gebiet Omsk.

Bitte beten Sie für einen gesegneten Dienst von Pastor Stanislav und seiner Frau Swetlana Mikula und für die Gemeinden in denen er Dienst tut.

Bibelwoche im Juni 2018 mit Viktor Naschilewski

Vom 25. bis 30. Juni fand wieder unsre Bibelwoche im Tagungsheim in Bad Sooden-Allendorf statt. Dieses Mal haben wir den Hebräerbrief in der Heiligen Schrift betrachtet. Zweimal am Tag trafen wir uns dazu zusammen, um fortlaufend jedes Kapitel dieses wunderbaren Briefes zu betrachten und uns darüber auszutauschen.

Der Hebräerbrief, neben dem 2. Korintherbrief, gehört zu dem am wenigsten gelesenen und auch am wenigsten verstandenen Brief des Neuen Testamentes. Er führt uns wie kein anderer Brief hinein in die Größe der Rettung durch das Blut Jesu Christi, Seiner Gottheit und Seiner Leiden.

Still ist es in den heutigen Predigten geworden was die Kraft des Blutes Jesu, die Umkehr zu IHM und das Leben im heiligen Wandel mit IHM betrifft. Ich möchte jeden Leser dieser Zeilen herzlich bitten, sich Zeit zu nehmen, um diesen Brief tiefer begreifen zu können.

Dazu ist neben der Zeit ein aufmerksames Lesen, Betrachten und Vergleichen nötig.

Es ist Gottes Wort an uns! (2. Petrusbrief 1,21: „Denn es ist noch nie eine Weisung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Namen Gottes geredet“). Mir scheint, dass die Ehrfurcht vor Gottes Wort auch bei vielen Christen abhanden gekommen ist.

Eine kleine Hilfe bei diesem Erforschen möchte ich Ihnen über die ersten 7 Kapitel des Briefes geben:

Das 1.  und 2. Kapitel  sagen uns, dass Jesus Christus größer ist als alle Engel und Gott selbst nennt ihn Gott und seinen Sohn!

Im 2. Teil des 2. Kapitels ist schon die Rede wie sehr sich Jesus Christus erniedrigt hat, wozu es notwendig war und welche gewaltige Folgen es für die Gemeinde hat.

Eins der gewaltigsten Verse stehen in Kapitel 2, 14:  Durch Seinen Tod hat ER dem Teufel und dem Tod die Macht genommen!

Kapitel 3 sagt uns, dass Jesus größer ist als Mose, weil ER der Sohn Gottes ist. Für uns besagt es vielleicht wenig, aber damals und besonders für die jüdische Welt, war es  etwas Gewaltiges.

Kapitel 4 bis 6 sprechen vom absoluten vollendeten Werk Gottes, wo für das Tun des Menschen keinen Platz gibt. Es ist eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes, seine Gemeinde, aber wir werden aufgerufen mit Fleiß danach zu suchen und in sie hineinzugehen (4, 9-11). Jesus ist der Wahrhaftige Hohepriester und wir werden aufgefordert, mit Freimütigkeit herzu zutreten, um diese Gnade zu bekommen. Müde gewordene Gemeinde wird aufgerüttelt, diese Gnade zu ergreifen und eifrig und geduldig zu sein.

Das 7. Kapitel sagt uns, dass Jesus Christus größer ist als Melchisedek, der als König und Priester und Prophet eine völlig neue Ordnung des Priestertums darstellt, die viel früher war als die von Aaron und den Leviten. Jesus ist der Mittler dieses neuen Bundes, die durch sein eigenes Blut geschlossen wurde! Sein einmaliges Opfer ist vollkommen und sein vergossenes Blut versöhnt alle Himmel und legt den einzigen Weg fest. Vor IHM werden alle Völker versammelt und ohne IHN kann kein Mensch gerettet werden! (Johannes 14,6!)

Mich hat dieser Brief stark in zweifacher Weise angesprochen und mein Gebet ist: „Herr, schenke mir mehr Ehrfurcht vor DIR und Deinem geliebten einziggeborenen Sohn und lass mich DIR und DEINEM Sohn als Folge viel mehr Anbetung und Dank bringen! Amen!“

Viktor Naschilewski

Geistliches Wort Juni 2018

Derselbe wird mich verherrlichen; denn vom Meinen wird er es nehmen und euch mitteilen.

Joh. 16,13a.14

 

Als Paulus in Ephesus eintraf, fand er einige Jünger die er fragte: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ (Apg. 19,2) Wie kam er nur drauf diese Frage zu stellen?

Was verriet ihm, dass bei diesen Jünger offensichtlich etwas entscheidendes fehlte oder besser gesagt – jemand entscheidendes. Nun, was es auch immer war, diese Jünger konnten nichts dafür, weil sie noch nie vom Heiligen Geist gehört hatten und auch nichts von der Taufe auf den Namen Gottes wussten.

Wenn der Apostel Paulus uns heute kennenlernen würde, welchen Eindruck würde er haben?

Man stelle sich nur einmal vor, er würde mich oder Sie  fragen:

Hast du den Heiligen Geist empfangen? Nicht wahr? – Wir haben doch keine Wissenslücke wie die Jünger aus Ephesus. Wir feiern Jahr um Jahr Pfingsten, wir kennen die Schrift und wir sind der festen Überzeugung wir haben den Heiligen Geist.

 

Wie merken aber die Menschen, ob wir den Heiligen Geist empfangen haben?

Die können doch nicht in unser Herz und Seele reinschauen. Die Heilige Schrift sagt uns, dass der Geist Frucht hervorbringt, welche Art von Früchten es sind, können wir unter anderem in Gal. 5, 22 sehen und noch an vielen anderen Stellen der Bibel ebenfalls.

Im oben zitierten Wort, sagt der Herr Jesus, dass der Heilige Geist ihn verherrlichen wird, in dem er vom seinen nimmt und uns mitteilt. Betrachten wir doch wie Jesus mit den Menschen umging; er hat sich von keinem Leidtragenden abgewandt; er half jedem Hilfsbedürftigen, unabhängig von sozialer Stellung; er nahm jede Einladung ein – und wenn es der Pharisäer Simon war; er nahte sich zu allerlei Sündern – ohne sich zu verunreinigen, aber die Sünder für sich gewinnend; er hatte kein Ansehen der Person; hatte nie das Seine gesucht – der Platz würde auf dieser Seite nicht ausreichen, um zu beschreiben wie Jesus war und jetzt immer noch ist.

 

Ich wünsche uns allen, dass Jesus durch seinen Geist in uns verherrlicht wird, indem wir ihm immer ähnlicher werden – denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Dann würde auch ein Apostel Paulus – wäre er heute unter uns – die erwähnte Frage gar nicht erst stellen, dessen bin ich überzeugt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen gesegnete Pfingsten.

Im Herrn verbunden Ihr Jakob Gebel

Gemeinde- und Jugendleitertreffen am 05. Mai 2018

So sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. (Römer 12,5-6)

Mit diesem Bibelwort laden wir Gemeinde- und Jugendleiter am 05. Mai 2018 um 10:00 Uhr zu uns ins Tagungsheim nach 37242 Bad Sooden–Allendorf, Am Haintor 13 ein.

Wir wollen uns weiterhin mit dem Thema „Unser Auftrag“ auseinandersetzten. An diesem Tag stehen zwei Schwerpunkte „Gemeinschaft stärken“ und „Jugend fördern“ im Vordergrund.

Jesus fragen und voneinander lernen ist eine stärkende Ermutigung für eine gute Zusammenarbeit unter uns allen. Wir wollen uns fragen: Wo stehen wir heute? Was sind die Auswirkungen unseres Handelns und was ist notwendig, damit die Einheit in Christus unter den Brüdergemeinden wächst und das Glaubenswachstum in allen Altersgruppen sichtbar wird.

Das Treffen wird ca. 16:00 Uhr mit einem gemeinsamen Gebet abschließen und anschließend werden wir bei Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen lassen.

Nehmen Sie sich die Zeit und lassen sie uns gemeinsam am Reich Gottes arbeiten!

Anmeldungen bitte unter 05652-4135 oder per Mail.

Geistliches Wort März 2018

Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen in der ganzen Schrift aus, was von ihm gesagt war. (Evangelium Lukas 24, 26-27)

Liebe Geschwister im Glauben an Jesus Christus, liebe Freunde!

Die oben zitierte Bibelworte hat Jesus am Abend seines Auferstehungstages zu den zwei Emmausjüngern gesprochen, die traurig und verwirrt nach Hause gingen. Sie kannten die Bibel, sie hörten oft Jesus predigen und sahen die Wunder, die er tat, aber sie verstanden nicht, warum er leiden und sterben musste. Jesu Antwort ist: Um zu seiner Herrlichkeit einzugehen!

Wie darf ich von Ihnen verlangen, jetzt den ganzen Hebräerbrief aufmerksam zu lesen, wenn Sie für ein einziges Kapitel am Tag keine Zeit haben? Ich würde mich schon riesig freuen, wenn Sie jetzt sofort Psalm 22 und Jesaja 53 lesen würden! 

Kein Buch der Welt, außer der Heiligen Schrift, behauptet, Gottes Wort zu sein, geläutert sieben Mal, (Psalm 12, 7). Kein Buch dieser Welt beantwortet genau, woher wir kommen, wozu wir leben und wohin wir gehen. Kein Buch hat unsere Redewendungen und unsere Sprichwörter so sehr geprägt, wie die Bibel! Nehmen Sie sich genügend Zeit, sie gründlich zu lesen? Wir werden belogen, Texte dieses Buches werden aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht und ihrer frohen Botschaft beraubt! Es gibt Rettung aus Sünde und ewigem Tod , weil der Herr Jesus Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung Vergebung der Sünden und ewiges Leben allen gibt, die sich ihm anvertrauen wollen.

Und Jesus fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen in der ganzen Schrift, was von ihm hunderte von Jahren vor seiner menschlichen Geburt geschrieben war. O, ich wäre damals so gerne dabei!

In meinem Suchen nach dem Sinn des Lebens habe ich mich mit allen Weltreligionen beschäftigt, soweit es eine Unibibliothek in der Sowjetunion es mir damals möglich machte. Als mein Vater eine Bibel von einer Lettin für sehr viel Geld kaufte, begann ich sie zu lesen und bin nicht aus dem Staunen herausgekommen, was dieses Buch an Lebensnähe und Weisheit offenbart. Nun habe ich sie weit mehr als hundert Mal durchgelesen und bin immer noch begeistert und fasziniert über dem Inhalt, der Tiefe, der Aktualität dieses Buches und der präzisen Voraussagen der Zukunft!

Alle meine Argumentationen über den Tod, die Wirklichkeit der Hölle und die alleinige Rettung jedes Menschen nur durch diesen Einen, Jesus Christus, werden von Ihnen nicht geglaubt und angenommen. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit: die Bibel selbst aufmerksam und von Anfang bis zum Ende durchzulesen! Ich würde viel dafür geben, wenn ich Sie durch diese Zeilen begeistern könnte, viel und anhaltend in der Bibel zu lesen. Verlange ich denn etwas Unmögliches? Es hängt doch so viel für Sie davon ab! Jesus ist von Gott selbst gesetzt, der einzige Retter der Welt zu sein, (Apostelgeschichte 4,12 und Römerbrief 5, 18). Ob Sie das glauben oder nicht, Sie werden vor ihm stehen müssen, um Rechenschaft über Ihr ganzes Leben zu geben, (Offenbarung 20, 11-15).

Ich möchte zum Schluss alle die, welche das Wort Gottes verkündigen und lieb haben, ermutigen, es mit Freude und ohne Scheu zu tun und sich nicht zu schämen, Jesus Christus, den König aller Könige und Herrn aller Herren zu verherrlichen!

Lasset Ostern werden in vielen Herzen Ihrer Zuhörer!

Der HERR wird es Ihnen vergelten.

Frohe Ostertage wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!

Viktor Naschilewski

Bericht von der Mitgliederversammlung 2018

Am 03. März 2018 trafen sich 37 Mitglieder  der Kirchlichen Gemeinschaft und einige Gäste zur Mitgliederversammlung in Bad Sooden-Allendorf. Der Vorsitzende Eduard Penner begrüßte die Anwesenden und leitete durch den Tag.

Es war ein bedeutsamer Tag für die Kirchliche Gemeinschaft, weil die Wahlen des Vorstands anstanden und Viktor Naschilewski und Waldemar Schall das letzte Mal ihren Bericht als Hauptamtliche Mitarbeiter vortrugen.

Bei der Wahl kam es zu folgenden Ergebnissen: Der bisherige Vorsitzende Eduard Penner (Wolfsburg) wurde wiedergewählt. Der neue stellvertretende Vorsitzende ist Alexander Schachtmaier (Gifhorn). Er ist nach vier Jahren Pause wieder in der Vorstandsarbeit dabei. Von den fünf weiteren Mitgliedern des Vorstands sind Erich Hardt (Bad Sooden-Allendorf) und Rudolf Benzel (Schwarzach) weiterhin dabei. Neu sind Jakob Gebel (Bad Kreuznach), Otto Eichholz (Neustadt a.d.W.) und Viktor Schulz (Ravenstein). Der neue Vorstand hat die herausfordernde Aufgabe die Kirchliche Gemeinschaft durch die anstehenden Umbrüche zu leiten und braucht deshalb unser aller Gebet!

Viktor Naschilewski und Waldemar Schall gaben uns durch ihre Berichte Einblicke in ihre vielfältige Arbeit. Ihr wichtiger Reisedienst ist bereichernd für Gemeinden und Privatpersonen und gleichzeitig herausfordernd und anstrengend für sie. Nehmen sie die Gelegenheit war und besuchen Sie noch die angebotenen Veranstaltungen und nutzen Sie die angebotenen Dienste unserer Mitarbeiter/Brüder in ihrem letzten aktiven Dienstjahr.

Aus dem Rückblick von Eduard Penner auf die Arbeit des Vorstands im letzten Jahr, sei besonders auf die schönen Missions- und Evangelisationstage in Bad Sooden-Allendorf und die Anstellung und Aussendung von Alexander Schreiner und seiner Familie als Missionar nach Russland- Tscheljabinsk erwähnt. Außerdem bedankte sich Eduard Penner explizit für die Zusammenarbeit des scheidenden Vorstands in den letzten vier Jahren.

Wir bitten Sie, lieber Leser, für die finanzielle Situation der Kirchlichen Gemeinschaft und die Aufenthaltserlaubnis der Familie von Alexander Schreiner zu beten. Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung!

Seminar für junge Brüder am Wort

Vom 13. bis 15. April 2018 wird ein Seminar für junge Brüder am Wort und solche, die es vielleicht werden wollen, geboten.

Es soll einerseits um die Zweifel an der Berufung zum Predigtdienst und andererseits um Emotionen in der Verkündigung gehen. Sollte ich predigen? Wie stark sollte man Emotionen zeigen und wie stark auf Emotionen zielen? Die Predigtvorbereitung und das Halten der Predigt wird praktisch geübt.

Alle Brüder sind mit ihrer Familie zu einem erholsamen Wochenende eingeladen. Um Anmeldung bis zum 23.03.2018 wird gebeten!

Geistliches Wort zur Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6

Nimm und trink, das tut dir gut! Als Kinder haben wir das oft gehört, wenn wir besonders durstig waren, oder krank. Und wenn es gute Hände waren, die uns den Becher reichten, dann tat es doppelt gut.

In späteren Jahren gab es andere Erfahrungen. Nicht alles, was man trank, hat gut getan. Vieles worauf man sich einließ, war Täuschung. Entsprach dem seelischen Verlangen nicht. Konnte den Lebensdurst nicht stillen. Denn unsere Seele „dürstet nach Gott, nach dem lebendi­gen Gott. Sie will Erfüllung nicht nur Stillung.“(Ps.42,2)

Bewusst und auch unbe­wusst, sind wir alle auf der Suche danach. Die Ei­nen früher, andere später. Die alles entscheidende Frage aber bleibt offen. Wie kann ich vor IHM bestehen, wenn unausweichlich ER mir begegnet? – So fragen die Durstigen, die nichts zu bieten haben, als nur ihren Durst. Die Zahl der Entwöhnten, die solchen Durst nicht kennen, ist weit größer. Sie haben sich sol­chen Durst abtrainiert. Nach der Devise: „Was man nicht sieht, das gibt es nicht: Doch Gottlose sind Gott noch lange nicht los. Das wird sich letztendlich erweisen.“

An IHM führt kein Weg und kein Wasser vorbei.

Gewiss gibt es noch eine dritte Kategorie von Menschen. Ganze Völker gehören dazu. Seit Urzeiten sucht man in strengen religiösen Ritualen sein Seelenheil. Unfassbar was da alles investiert wird, an Leib und Leben, um Gott nahe zu kom­men. Und um Gott günstig zu stimmen. Doch reicht es meist nur bis zur „Schwelle“. Nicht bis zur „Quelle“. Diesbezüglich sind alle menschlichen Anstrengungen bisher „auf der Strecke“ geblie­ben.

Und das macht den Unterschied aus. Eben darin unterscheidet sich das Christentum von allen Religionen. Religionen sind der Weg von unten nach oben. Die Botschaft der Bibel hinge­gen ist der umgekehrte Weg: GOTT kommt zu uns! Er kommt uns entgegen. Jedem von uns kommt er entgegen. Er sucht uns wie ein Hirte seine verirrten Schafe, die von selbst nicht zurückfinden können. In tiefste Tiefen menschlichen Elends kam er herab, da­mit keiner vergessen oder verachtet werde.

Das mag unfassbar sein, ist aber wahr. Ist erfahrbar! Und alle, die sich Gott geöffnet haben, bezeugen es. Alles bisher Tren­nende und Fremde gilt jetzt nicht mehr. Es ist überwunden. Im Opfer das er selbst erbrachte, am Kreuz von Golgatha. Das sind wir IHM Wert gewesen – und wert geblieben bis auf den heuti­gen Tag.

Hier – und nur hier – ist die „Quelle lebendi­gen Wassers“ für durstige Seelen: Friede, Versöhnung und Ewigkeit! Das ist uns im Evangelium verbrieft.

Weil der Gekreuzigte ja nicht im Tod geblie­ben ist. Der Auferstandene bezeugte und bezeugt sich den Seinen auf seine Weise weltweit.

Und wir gehören dazu. Wir haben sein Wort. Geladene Gäste sind wir. Beschenkt und ausgestat­tet mit Gnade und Barm­herzigkeit. Ohne jegliche Gegenleistung. Ganz und gar umsonst! Man muss nur kommen und empfangen, das ist alles. Denn Liebe ist nicht käuflich. Sie will beantwortet sein. „So nimm denn und trink! Mein Blut für dich vergossen.“ Das stärke und erhalte dich im Glauben zum ewigen Leben.

In unserem Geistlichen Liederschatz (319) singen wir:

„Wen dürstet, der komme und trinke sich satt.“ So rufet der Geist und die Braut, nur wer in dem Strome gewaschen sich hat, das Angesicht Gottes einst schaut.
O Seele, ich bitte dich; komm und such diesen herrlichen Strom, sein Wasser fließt frei und mächtiglich. O glaub`s, es fließt für dich.

Siegfried Springer

„Ein Herz für Russland“ – Brief von Propst Waldemar Jesse

Es gibt viele Menschen und Sachen, die bei uns auf dem Herzen liegen. Dafür nehmen wir uns Zeit, denken immer wieder dran, geben etwas aus. Und das ist gut so! Nun behaupte ich mal, dass man auch „ein Herz für Russland“ haben kann. Und ich kenne solche Menschen, die sich für die missionarische Arbeit in Russland interessieren und beten. Manche gehen weiter, indem sie spenden und Kurzeinsätze unternehmen. Dafür bin ich diesen Menschen und Gemeinden sehr dankbar. Ohne sie wäre vieles nicht möglich.

In der Bibel lesen wir: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!“ (Matth. 9,37-38)

Diese Bibelworte sind heute sehr aktuell für Russland. Wir haben tatsächlich großen Bedarf und wenige Mitarbeiter, die in der Lage sind die frohe Botschaft von Jesus Christus in der fremden Umgebung den Menschen zu tragen.

Wir freuen uns sehr, dass in wenigen Tagen unser Team in Russland durch Alexander und Elena Schreiner verstärkt wird. Wir sind den ev. Brüdergemeinden und der Kirchlichen Gemeinschaft für die Sendung des Ehepaars dankbar. Herzlichen Dank auch an alle Geschwister und Gemeinden, die für uns und für sie beten und spenden.

Es ist viel zu tun. Und das in den Bereichen:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Mission und Evangelisation
  • Mitarbeiterschulung
  • soziale Dienste etc.

Wir können nichts, aber Jesus will durch uns und sie die Menschen zum Lebendigen Glauben einladen, fordern, motivieren und zum evangelistischen Lebensstil begleiten. Sie haben mit Sicherheit „Ein Herz für Russland“. Jesus Christus segne Sie.

Ihr Waldemar Jesse (Propst aus Tscheljabinsk)

Aussendungsgottesdienst von Alexander Schreiner

Am 14. Januar 2018 wurde in der Martin-Luther-Kirche, Neustadt/W. der Aussendungsgottesdienst für Familie Schreiner (Alexander, Elena, Daniel, Raphael) mit nahezu 500 Personen gefeiert. Es war eine Feier, in der die Anwesenheit und das Wirken Gottes buchstäblich spürbar waren.

Der Gottesdienst war in zwei Teile gegliedert. Als erster hat Alexander Schreiner gepredigt. Er behandelte das erste Zeichen Jesu – die Verwandlung von Wasser in Wein. Maria, die Mutter Jesu, wendet sich mit der Not anderer Menschen an ihn. Trotz Abweisung behält Maria das feste und einfache Vertrauen und den Glauben, dass Jesus helfen kann und wird. Maria bittet die Diener, das zu tun, was Jesus ihnen sagen wird. Damit war für sie das Problem erledigt. Jesus reagiert scheinbar hart und abweisend, doch macht er das Unmögliche möglich. Jesus Handeln übertrifft alle Erwartungen.

Alles, was uns und unser Herz beschwert, können wir zu Jesus bringen. Bei ihm sind unsere Nöte gut aufgehoben. Jesus tut Wunder. Nicht, damit wir voller Staunen stehen bleiben, sondern, damit wir Ihn als den Sohn Gottes erkennen und Ihn anbeten.

Wir hörten tröstliche Zusagen: Jesus kann auch unser Wasser in Wein verwandeln. Er will unsere Herzen, unseren Unglauben in Glauben, unsere Trauer in Freude und unsere Sorge in Zuversicht verwandeln.

Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Jugendchor, vom Männerchor und durch ein Gruppenlied von Freunden der Familie Schreiner umrahmt.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes fand die Aussendung der Familie Schreiner in die Mission nach Tscheljabinsk statt. Hierzu haben Br. Wilhelm Eichholz und Br. Eduard Penner, 1. Vorsitzender, kurze Ansprachen zu Matthäus 28, 16-20 gehalten. Beide Brüder haben verdeutlicht, dass letzten Endes nicht wir, sondern Jesus selbst der Herr der Mission ist und aussendet.

Alexander und Elena sind selbst durch die Mission in Kirgistan zum Glauben gekommen. Und nun gehen sie selbst als Missionare. Der Segen Gottes vervielfältigt sich! Es ist uns außerdem deutlich geworden, dass Mission kein Spaziergang ist. Es werden Schwierigkeiten aufkommen. Aber Jesus hat seine Zusage gegeben: „Ich bin bei euch…“. Auch die Gemeinde hat mit ihrem „Ja, mit Gottes Hilfe“ klar bestätigt, dass sie hinter der Aussendung der Familie Schreiner steht. Hierzu wurden alle aufgefordert, diese Missionsarbeit durch Gebet und nach Möglichkeit auch finanziell zu unterstützen.

Die Aussendung wurde, nach Überreichung der Aussendungsurkunde, durch Br. Rudolf Benzel und durch Br. Wilhelm Eichholz durchgeführt. Die Brüder Otto Eichholz (Neustadt a.d.W.), Alexander Benzel (Schwarzach), Eugen Nehlich (Wolfsburg) und Erich Hardt (Bad Sooden) haben für Familie Schreiner gebetet und sie gesegnet.

Gegen Ende des Gottesdienstes wurde ein Dankesbrief vom Propst Waldemar Jesse aus Tscheljabinsk vorgelesen und mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen des Herrn abgeschlossen.

Beim gemeinsamen Mittagessen konnte man sich von Alexander, Elena, Daniel und Raphael persönlich verabschieden. Sie werden am 17. Januar zu ihrem neuen Wirkungsort aufbrechen.

Es war eine würdige und ernste, aber auch freudige und zuversichtliche Aussendung. Man konnte deutlich merken, dass Jesus selbst sie aussendet.

Andreas Eichholz & Eduard Wolf

Frauenwochenende Dezember 2018

Das Frauenwochenende war für uns alle ein großer Segen und wir danken unserem Gott, dass er uns immer noch diese Möglichkeit schenkt. Am Anfang wussten wir nicht mit wem wir Gemeinschaft haben werden, doch nach dem ersten Lied ist eine so feste Gemeinschaft, Vertrautheit und Geborgenheit unter uns allen entstanden, sodass wir auch über tiefgründige Probleme gemeinsam beten und uns austauschen konnten.

Gottes Nähe, Kraft und Wirkung des heiligen Geistes spürten wir besonders in unserem Gebetskreis. Wir haben uns zu einem Gebet vereint. Das war eine Erfahrung, die ich so noch nicht kannte.

Während des Frauenwochenendes behandelten wir zwei Frauengestalten aus der Bibel.

  1. Maria Magdalena, die Jesus von den sieben Dämonen befreite.
  2. Gomer, die Frau des Propheten Hosea, dem Gott sagte „Gehe hin und nimm ein Hurenweib“.

Außerdem beschäftigten uns mit den beiden Themen Kindererziehung und „Vergebung und Versöhnung“.

Dieses Wochenende hat alle unsere Erwartungen weit übertroffen. Gesegnet und gestärkt kehrten wir wieder zu unseren Familien zurück.

Teilnehmerinnen aus Hamburg

Rückblick auf die Jugendwochnendfreizeit 2018 in Silberborn

Vom 24. bis zum 26.11.17 fand die Jugendfreizeit im Jugendfreizeitheim in Silberborn statt. Es war eine wundervolle Zeit des Zusammenkommens. Einige der Teilnehmer hatten 400 und mehr Kilometer zurückgelegt, um bei der Freizeit dabei zu sein. Es war eine Zeit des Kennenlernens, sei es durch abendliche Gesellschaftsspiele oder den spannenden Sportereignissen wie Volleyball und Völkerball. Außerdem konnte man sich gemütlich bei einer Runde Billard oder Tischkicker zusammenfinden und dabei schön ins Gespräch kommen.

Doch bot die Freizeit nicht nur Spaß und Spannung, sie war auch eine Zeit des Wortes Gottes und der Anbetung. In dieser Freizeit beschäftigten wir uns mit einem Thema, welches von vielen großen Dichtern beschrieben und in schönen Gedichten thematisiert wird. Einem Thema, welches von vielen idealisiert und von Hollywood gar verzerrt worden ist. Es ging um das Thema der Liebe. Was bedeutet es zu lieben, wo kommt die Liebe her und wie können wir mit der Sehnsucht nach Liebe umgehen. Diese und weitere Fragen wurden von den beiden Referenten Viktor Janke und Viktor Büchler in vier Einheiten behandelt.

Stellen sie sich einmal vor, Sie haben tief in Ihrem Inneren eine Sehnsucht, eine die Sie, egal was Sie auch versuchen, nicht stillen können. Diese wird beispielsweise gut in Jeremia 2,13 beschrieben. Dies ist die Sehnsucht, geliebt zu werden und auch Liebe zu geben. Wir brauchen als Menschen die Liebe wie die Luft zum Atmen, sie ist für uns lebenswichtig. Daher ist es auch so
wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Wir sollten erkennen, dass diese Sehnsucht in erster Linie unserem Gott gilt und in zweiter Linie das höchste Gesetz im zwischenmenschlichen Zusammenleben sein sollte, wie es Jesus schön im Doppelgebot der Liebe in Mt. 22,37 ff formuliert.

Die erste Einheit beschäftigte sich mit diesem Thema der Sehnsucht und des Bedürfnisses nach Liebe. In der zweiten Einheit nahmen uns die Referenten mit auf eine Reise, um die Frage, was
es bedeutet zu lieben, zu beantworten. Ein Thema, welches in der heutigen westlichen Gesellschaft sehr unpopulär ist, wurde uns in der dritten Einheit nähergebracht. Dieses unpopuläre Thema dreht sich um das Akzeptieren eines Lebens mit unerfüllten Wünschen. Einen besonderen Fokus legte die Einheit auf den unerfüllten Wunsch einer Partnerschaft.

Die vierte Einheit widmete sich der Frage, wie wir zusammen glücklich werden, sobald Gott uns einen Partner geschenkt hat. Wie geht es dann weiter, was gilt es zu beachten. Eine Partnerschaft und eine spätere Ehe sind keine Reise durch einen Vergnügungspark. Es bedarf eines hundertprozentigen Einsatzes, um eine Ehe gedeihen zu lassen. Die Ehe nach Gottes Willen ist eine Einbahnstraße, welche nicht mehr verlassen werden soll, sobald wir uns einmal dafür entschieden haben. Deswegen sollen wir uns auch im Gebet prüfen, bevor wir uns binden.

Insgesamt kann man sagen, dass es ein sehr spannendes und in manchen Dingen auch sehr lehrreiches Wochenende war, welches viel zu schnell vergangen ist. Was bleibt sind die neuen Bekanntschaften unter Geschwistern und das Wissen aus den Vorträgen, welches wir in unseren Alltag mitnehmen und daran wachsen dürfen. Philipp Riedlinger

Geistliches Wort zur Adventszeit 2017

„Denn sie warteten alle auf ihn.“ (5. Lukas 8,40)

Advent – in diesen Tagen hören wir besonders viel davon. Mittlerweile sind die Geschäftsstraßen weihnachtlich geschmückt, die Fußgängerzonen füllen sich mit Kunden, die immer wieder vor schweren Entscheidungen stehen, für wen sie die passenden Geschenke aussuchen sollen.
Manche klagen über einen regelrechten Adventsstress. Besonders bevorstehende Besuche erfordern unsere Aufmerksamkeit. Da sind viele Vorbereitungen zu treffen. Da wird geplant, geputzt und eingekauft, denn ein Besucher kommt. Advent hat es auch mit einem ankommenden Besucher zu tun, denn Advent bedeutet ja Ankunft. Es geht um die Ankunft Jesu Christi! Das Schriftwort sagt uns „… denn sie warteten alle auf ihn.“ Ob wir diesen Besucher bei allen unseren Adventsvorbereitungen in diesen Tagen noch erwarten?

Advent heißt für die Kinder des Höchsten: Jesus ist gekommen.

In Luk. 2,10-11 heißt es: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids“.

In dieser Zeit werden wir immer wieder daran erinnert, wie Jesus als kleines Kind in diese Welt kam. Aber sollte diese Geschichte einen direkten Bezug zu unserer Gegenwart haben? Hat es mit meinem und deinem Alltagsleben etwas zu tun? Für viele unserer Mitmenschen scheint es zweifelhaft zu sein. Doch die Botschaft von der Ankunft Jesu ist nicht nur für die schöne Adventszeit gedacht. Sie ist mehr! Sie ist die Wahrheit, die mein und dein Leben völlig verändern kann.
Der Advent erinnert uns an eine Zeit der Erwartung. Nach dem Sündenfall, war die Gemeinschaft mit Gott zerstört. Aber Gott versprach einen Retter zu schicken, der diese zerbrochene Beziehung zwischen Ihm und den Menschen wieder heilen sollte. Das Warten auf diesen Retter begann. Durch all die Zeiten hielten Propheten diese Erwartung im Volk Israel wach. Als Jesus in Bethlehem geboren wurde, ging Gottes Versprechen in Erfüllung – aber anders, als erwartet. Dieses kleine Kind, in Armut geboren, dieser Mann – wie ein Verbrecher am Kreuz gestorben – konnte wohl kaum ein Retter sein. Über dieses Geschenk Gottes freuten sich in Israel wirklich nur wenige. Dennoch: Mit diesem Jesus erschien der erwartete Retter. Er lebte auf dieser Erde, starb für die Sünder am Kreuz und erfüllte damit Gottes Verheißung. Dieses Geschenk Gottes gilt auch Ihnen – schon heute!

Advent heißt für die Christen: Jesus kommt wieder.

In Titus 2,13 steht geschrieben: „Und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus.“ Kann es wirklich so sein, dass diese Geschichte von der Ankunft Jesu eine Bedeutung für alle Menschen unsere Erde hat? Manche denken, die Botschaft von Jesus Christus ist nur etwas ganz Persönliches, rein Privates. Aber das stimmt nicht! Die Weltgeschichte wird nicht einfach so unendlich weiter laufen wie bisher. Sondern, sie zielt auf die bevorstehende Ankunft Jesu Christi.

Unser Universum, unsere Erde naht einem großen Ereignis der Weltgeschichte entgegen. Das größte Ziel Gottes ist, dass Jesus Christus, als König wieder kommt. Darin besteht der Triumph Gottes, die größte Ehre – darum war seine erste Ankunft so wichtig, darum ging er freiwillig ans Kreuz und ist für uns gestorben, auferstanden und gen Himmel gefahren – damit er wieder in großer Kraft und Herrlichkeit kommen kann.

Was wird das für ein Moment sein!? Die Bibel sagt uns: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die Ihn lieben.“ 1. Kor. 2,9. Ist das nicht wunderbar, daran zu glauben? Daran Freude zu haben und sich darauf vorzubereiten? „Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen“ Joh. 4,25. Prägt diese Adventsaussage unser Leben? Die begründete Hoffnung auf die Ankunft Jesu Christi hat die Menschen immer wieder beflügelt, erwartungsfroh der Zukunft entgegen zu gehen. Gegen alle Hoffnungslosigkeit unserer Zeit wird uns hier eine lebendige Perspektive geöffnet. Advent – viele Erwartungen sind damit verbunden. Wir wollen den Einen erwarten, der in jede Dunkelheit Licht bringen kann. Dann können wir voller Freude ausrufen: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch! Der Herr ist nahe!“ Phil. 4,4-5.

Advent heißt für den geliebten Mensch: Jesus will zu dir kommen.

Es gibt noch eine dritte Ebene des Wortes Advent. Neben der Geschichte aus alter Zeit und der Hoffnung auf die Zukunft, nimmt diese dritte Bedeutung persönlicher Bezug auf uns. Advent ist die Möglichkeit einer persönlichen Begegnung mit diesem Herrn Jesus Christus heute. Die Hektik in diesen Tagen scheint keine Freiräume dazu zu bieten, vieles drängt sich auf, muss erledigt werden. Keine Zeit im Advent für Jesus Christus? Aber Sein Wunsch ist in diesen Tagen dir persönlich die Freude der Vergebung zu schenken. Das wäre sehr schade, wenn du sein Angebot ablehnst, denn ohne Ihn muss doch die ganze Adventszeit mit dem abschließenden Weihnachtsfest eine leere Hülle ohne Leben bleiben. Vielleicht endet deshalb manches Weihnachtsfest so enttäuschend, weil wir so viele Erwartungen aneinander haben, die wir niemals erfüllen können. Das größte Geschenk, das Gott uns daher anbietet, ist die Begleichung unserer Schuld: die Vergebung unserer Sünden. Jeder kann dieses großartige Geschenk für sich persönlich in Anspruch nehmen. Gott will das alle Menschen sich retten lassen. In dieser Adventszeit hat jeder die Chance, sein Leben unter seine Herrschaft zu stellen.

Advent! – Jesus kam hernieder zu uns von seiner Himmelsherrlichkeit, um uns zu erlösen und uns das Tor des verlorenen Paradieses wieder zu öffnen.
Advent! – Jesus wird kommen in großer Kraft und Herrlichkeit, um seine Erlösten heimzuholen und Gericht zu halten über seine Feinde.
Advent! – Jesus kommt noch heute durch seinen Geist in jedes Herz, das seine Stimme hört und ihm auftut.

Wer diesen Advent erlebt hat, kann erst wahrhaft froh und selig Weihnacht feiern. Es gibt auf Erden kein größeres Glück. Dies Glück ist dein in dieser Advents- und Weihnachtszeit!
In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen als Vorstand, eine wertvolle und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Gott halte seine Hand über Ihnen und segne Sie!

Ihr Rudolf Benzel

Echo zur Bibelwoche 2017

Wir freuen uns, dass wir diese Bibelwoche miterleben durften. Wir nahmen mit Viktor das Buch Daniel durch und sind sehr dankbar, dass alles so gut erklärt wurde. Die Woche hat uns allen sehr gut getan und uns gestärkt, wir möchten uns Daniel in der Zukunft zum Vorbild nehmen und ein Zeugnis für Andere sein.

Aussendung von Alexander Schreiner Januar 2018

Die Kirchliche Gemeinschaft hat sich entschlossen Januar 2018 Alexander Schreiner mit seiner Familie als Missionar auszusenden!

Einsatzgebiet

Tscheljabinsk ist eine russische Großstadt am Ural mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern. Sie ist die siebtgrößte Stadt der Metropolen Russlands.
In diese Stadt wird Alexander Schreiner mit seiner Familie als Missionar von der Kirchlichen Gemeinschaft ausgesandt.

Vorstellung

Alexander ist am 01.02.1985 in Russland geboren. Im Alter von 18 Jahren kommt er in seinem Leben zu einem Wendepunkt.
Der Glaube an Jesus Christus, Gottes Liebe, Vergebung der Sünden und eine lebendige Beziehung zu Gott verändern seine Einstellungen zum Leben.
Durch Gottes Gnade und seine Hilfe ist es ihm möglich, das Theologiestudium erfolgreich zu absolvieren. Während dessen heiratet er seine Frau Elena. Inzwischen haben sie zwei Söhne: Daniel und Rafael.
Der Wunsch, dass auch andere Menschen die befreiende und frohe Botschaft von Gott hören, treibt ihn zur Tat an. Alexander freut sich und genießt es, wenn er den Menschen seiner Umgebung helfen kann und in der Nachfolge Jesu begleiten darf.

Sein Leitvers:
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3, 16)

 

Unsere Vision

Durch missionarische Aktivitäten und den pastoralen Dienst die Menschen zum lebendi-
gen Glauben an Jesus Christus einladen, fördern, begleiten und schulen.

Ziele:
➢ evangelistische und missionarische Einsätze
➢ Verkündigungsdienste in den bestehenden
Gemeinden
➢ Schulungen und Seminare für Gemeindeglieder
➢ Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter
➢ Kinder- und Jugendarbeit
➢ Freizeiten für jung und alt
➢ Seelsorge und Hausbesuche

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Kor. 5,20

Unser Anliegen

Liebe Geschwister und Missionsfreunde: „… lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf das wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit“ (Hebräer 4,16).

Beten Sie, damit der Herr den Bruder Alexander mit der nötigen Kraft, Weisheit, Geduld, Freude und Liebe im Dienst an den Menschen ausrüstet und befähigt.

Außerdem sucht Alexander Schreiner finanzielle Unterstützer, um einen festen Freundeskreis aufzubauen. Wenn Sie den Dienst in Russland finanziell unterstützen möchten, dann bitten wir Sie einen Dauerauftrag einzurichten.

Bankverbindung
Kirchliche Gemeinschaft e.V. in BSA
Evangelische Bank eG
IBAN: DE02 5206 0410 0100 0021 19
Verwendungszweck: Alexander Schreiner – 1500

Möchten Sie die Familie Schreiner mit einem Wort, Gruß oder ein paar Zeilen aufbauen, so würden sie sich über eine Nachricht sehr freuen.
E-Mail Adresse: alexelenaschreiner@mail.ru

Möchten Sie sich über die Arbeit von Bruder Schreiner informieren, nutzen Sie dazu seinen Blog: schreinerweb.wordpress.com

Für alle weiteren Fragen: Kirchliche Gemeinschaft der ev.-luth. Deutschen aus Russland e.V.
Am Haintor 13 | 37242 Bad Sooden-Allendorf
Telefon: 05652 4135 | Email: kg-bsa@web.de

Einladung für das Jugendwochenende in Silberborn 2017

Missions- & Evangelisationstage 2017 in Bad Sooden-Allendorf

Dieses Jahr haben die Missions- & Evangelisationstage in Bad Sooden-Allendorf stattgefunden – dem Ort, wo sich der Sitz des Vereins befindet. Die historische Verbundenheit, die Nähe zum Tagungsheim und der sehr schöne Ort haben wundervoll zum 40-jährigen Jubiläum gepasst und die Tage noch schöner werden lassen.

Am Samstag Mittag habe ich bereits auf dem Weg zum und beim Empfang im „Werratal Kultur- & Kongresszentrum“ viele Freunde und Bekannte aus ganz Deutschland getroffen. Wie schön ist es über viele Jahre hinweg mit Geschwistern aus unterschiedlichsten Brüdergemeinden miteinander verbunden zu sein! Jesus verbindet uns, auch wenn viele Hunderte Kilometer und einige Jahre des Nichtsehens dazwischen liegen.

Die Freude und Festlichkeit des Anlasses wurde dann auch von meinem Eindruck über die Räumlichkeiten unterstrichen. Der große Saal der „Werratal Kultur- & Kongresszentrum“ war optimal und sehr angenehm & zweckdienlich zum längeren Zuhören geeignet. Vorne hing über der Bühne das Thema dieser Missions- und Evangelisationstage: Gott verändert Leben!

Das nächste Highlight war der große gemischte Chor, der zur Anbetung Gottes einlud: Die Freude am Herrn ist eure Stärke! Jüngere und ältere Geschwister aus verschiedenen Brüdergemeinden haben es im Vorfeld geschafft gemeinsam zehn sehr schöne Lieder einzuüben. Der große gemischte Chor bereicherte die beiden Gottesdienste am Samstag und Sonntag Nachmittag.

Im ersten Gottesdienst gab es zwei Predigten. Zuerst sprach Alfred Eichholz zum Thema „Allein durch die Schrift“ über die Bedeutung von Gottes Wort. Er griff das Thema durch ein Zitat vom kirgisischen Schriftsteller Aitmatow auf: „Wo kein Wort ist, ist auch kein Gott.“ Es ist uns ohne die Bibel nicht möglich über Gott nachzudenken und gerettet zu werden! Nur die Heilige Schrift hat die Kraft unsere Herzen zu verändern. Sie hat diese Kraft in ihren einfachen Worten! Dagegen nimmt der Glaube ab, wo er nicht in Gottes Wort gegründet ist. Wollen wir daran wie die Reformatoren festhalten? Oder irren wir wie die Schriftgelehrten, die die Schrift doch nicht kannten und eigene menschliche Auslegung der eigentlichen Bedeutung überstülpten?

Die zweite Predigt hielt Viktor Gräfenstein zu „Allein durch Gnade“. Er erklärte Gnade als Wirkung, die ein Gesetz außer Kraft setzt. Das göttliche Gesetz ist, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. Die Gnade Gottes aber stellt sich dazwischen und hebt die Folge auf. Durch die Gnade Gottes werden wir frei! Wir erhalten Vergebung der Sünden und sind damit gerechtfertigt vor Gott. Diese geistlichen Wahrheiten veranschaulichte er sehr bildlich an einer kurzen Geschichte: Der Ärmel eines Mitarbeiters verfing sich in einer großen Kreissäge und so wurde sein Arm unaufhaltsam zur Kreissäge gezogen. Das ist das Gesetz. Die Gnade, die einschritt, war das rettende Drücken des Ausschalters durch einen anderen. So rettet Gott uns allein durch Gnade, weil unsere Verurteilung an Jesus vollzogen wurde!

Als Nächstes gibt es am frühen Abend einen besonderen Vortrag von Eduard Penner und Alexander Schacht zum Jubiläum „40 Jahre Kirchliche Gemeinschaft als Verein“. Es wird vorgestellt wozu die Kirchliche Gemeinschaft da ist und welche Ziele sie verfolgt. Mit zahlreichen Bildern wird die Geschichte beleuchtet. Alle Informationen und Bilder findet man in der Festzeitschrift, die man sich auch für eine Spende bestellen kann.

Am Samstag Abend begeistert mich der große Jugendchor. Wie schön ist es, wenn junge Menschen hingebungsvoll Gott ehren und ihn groß machen! Waldemar Lies hielt eine evangelistische Ansprache zur „Veränderung des Herzens“. Nach Epheser 3,17 soll Jesus Christus in unserem Herzen wohnen und wir fest in seiner Liebe gegründet und verwurzelt sein. Waldemar berichtete uns von Flüchtlingen, die diese rettende Botschaft annahmen und gegenüber ihren muslimischen Freunden bezeugen. Als Beispiel erzählte Alex Schreiner zeugnishaft aus seinem Leben.

Damit es nicht zu lang wird, möchte ich mit meinen Eindrücken vom Sonntagvormittaggottesdienst abschließen. Alexander Scheiermann predigte zunächst zum Thema „Allein durch Christus„. Er behauptete, dass es keinen besseren Beruf gäbe, als Christus zu verkünden und forderte uns heraus, dass die Begabtesten Gott dienen sollten. Geben wir Gott das Beste? Wie wäre es, wenn jede Gemeinde fünf Missionare und fünf Pastoren aussenden würde? Das würde einiges verändern. Der Gottesdienst wurde durch eine ernste Abendmahlsansprache und das gemeinsame Abendmahl abgerundet. Es war herrlich in so großer Gemeinschaft miteinander das Mahl des Herrn zu feiern! Gott hat uns so reich beschenkt!

Die Schlusspredigt hielt Viktor Gräfenstein zum Thema: „Allein durch Glauben“. Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen. Es ging in der Predigt auch um das Verhältnis zwischen „Werke und Glauben“. Wir sollten aufpassen, dass wir nicht unsere Werke – bildlich gesprochen – wie Früchte in einem Korb vor uns hertragen. Nach der Offenbarung 14,13 folgt nicht der Glaube den Werken, sondern die Werke folgen ihnen (den Glaubenden) nach.

Geistliches Wort zum Erntedankfest 2017

„Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat“ (5. Mose 8,10)

Als ich noch Elektriker war, arbeitete ich mit sieben anderen Mitarbeitern zusammen. Wenn wir unsere gemeinsame Mittagspause hatten und ich für das Essen dankte, spottete besonders einer ganz besonders. Einmal fragte er nach der Mahlzeit: „Und hat der liebe Gott dir das Essen vermehrt oder hat dein Brot nach dem Danken dir besser geschmeckt?

Meine Antwort war sehr einfach, so dass er nie wieder gespottet hat: „Ich danke Gott nicht, damit es mir besser schmeckt, sondern weil ich weiß, dass alle Gaben uns Gott gegeben hat“.

Immer wieder werden wir in der Heiligen Schrift aufgefordert, das Danken nicht zu vergessen. So steht gleich im nächsten Bibelvers 10: „So hüte dich nun davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen!“ Und im so bekannten Psalm 103,2: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“

Ich staune über unsre Vergesslichkeit!

Unser deutsches Volk hat doch so viele Hungersnöte und Kriege überstanden, wie wohl kein anderes Volk in der Welt, und doch haben wir ein Stadium der Undankbarkeit erreicht, das seines Gleichen sucht.

Warum ist es so? Weshalb ist es so geworden?

Eine der Ursachen liegt sicherlich darin, dass wir uns an all das Gute gewöhnt haben.

Ein andere Grund könnte die allgemeine menschliche Ruhelosigkeit, das Jagen nach Anerkennung und Reichtum und verschiedene Süchte sein.

Der wichtigste Grund, der mir in meiner über 35jähriger Seelsorgearbeit am häufigsten begegnet ist: Menschen allgemein, aber auch ganze Gemeinden, haben Jesus Christus, den Sohn des allmächtigen Gottes und den von Gott selbst eingesetzten Retter von Sünde und ewigem Tod, verlassen. Es ist alarmierend, dass die Botschaft vom Kreuz in Gemeinden, Kirchen und Gemeinschaften immer mehr seiner biblischen Kernbotschaft beraubt wird. Wie soll der Mensch denn dankbar sein? Ja, mir scheint, es wird oft gar nicht erwünscht, von Sünde, der Hingabe an Jesus und der Enthaltsamkeit zu sprechen. Wie soll man dann noch zur Dankbarkeit aufrufen?

Was ist dann Ernte-Dank-Fest? Es ist ein Körper ohne Seele und ein Brunnen ohne Wasser.

Und doch gibt es noch viele Glaubensgeschwister, die diese Not sehen und sich zu Gott halten und nach dem ganzen Wort Gottes ihr ganzes Leben einrichten. Sie sind gebeugt unter eigenem Versagen und dem Zustand der Gemeinden und sie suchen mit ihrem ganzen Leben und Sein, dem himmlischen Vater zu Ehre zu leben und Jesus Christus zu folgen. Sie lieben die tröstende und rettende Botschaft von dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn und antworten auf die Liebe Jesu mit ihrer Liebe: „Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten!“

Euch im Besonderen gilt das Ernte-Dank-Fest. Gerade du bist zu Gottes Fest eingeladen. Und wenn er einst seine Ernte einfahren wird, wirst du erst recht dankbar sein und dein Mund voll Lob für den wunderbaren Gott. Wir werden beschämt sein wie wenig wir IHN erkannt und geliebt haben!

Lasst uns heute schon danken, last uns heute schon loben, denn er ist so gut zu uns!

In diesem Sinn wünsche ich allen ein dankbares Herz und ein gesegnetes Ernte-Dank-Fest!

Viktor Naschilewski