Aussendungsgottesdienst von Alexander Schreiner

Am 14. Januar 2018 wurde in der Martin-Luther-Kirche, Neustadt/W. der Aussendungsgottesdienst für Familie Schreiner (Alexander, Elena, Daniel, Raphael) mit nahezu 500 Personen gefeiert. Es war eine Feier, in der die Anwesenheit und das Wirken Gottes buchstäblich spürbar waren.

Der Gottesdienst war in zwei Teile gegliedert. Als erster hat Alexander Schreiner gepredigt. Er behandelte das erste Zeichen Jesu – die Verwandlung von Wasser in Wein. Maria, die Mutter Jesu, wendet sich mit der Not anderer Menschen an ihn. Trotz Abweisung behält Maria das feste und einfache Vertrauen und den Glauben, dass Jesus helfen kann und wird. Maria bittet die Diener, das zu tun, was Jesus ihnen sagen wird. Damit war für sie das Problem erledigt. Jesus reagiert scheinbar hart und abweisend, doch macht er das Unmögliche möglich. Jesus Handeln übertrifft alle Erwartungen.

Alles, was uns und unser Herz beschwert, können wir zu Jesus bringen. Bei ihm sind unsere Nöte gut aufgehoben. Jesus tut Wunder. Nicht, damit wir voller Staunen stehen bleiben, sondern, damit wir Ihn als den Sohn Gottes erkennen und Ihn anbeten.

Wir hörten tröstliche Zusagen: Jesus kann auch unser Wasser in Wein verwandeln. Er will unsere Herzen, unseren Unglauben in Glauben, unsere Trauer in Freude und unsere Sorge in Zuversicht verwandeln.

Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Jugendchor, vom Männerchor und durch ein Gruppenlied von Freunden der Familie Schreiner umrahmt.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes fand die Aussendung der Familie Schreiner in die Mission nach Tscheljabinsk statt. Hierzu haben Br. Wilhelm Eichholz und Br. Eduard Penner, 1. Vorsitzender, kurze Ansprachen zu Matthäus 28, 16-20 gehalten. Beide Brüder haben verdeutlicht, dass letzten Endes nicht wir, sondern Jesus selbst der Herr der Mission ist und aussendet.

Alexander und Elena sind selbst durch die Mission in Kirgistan zum Glauben gekommen. Und nun gehen sie selbst als Missionare. Der Segen Gottes vervielfältigt sich! Es ist uns außerdem deutlich geworden, dass Mission kein Spaziergang ist. Es werden Schwierigkeiten aufkommen. Aber Jesus hat seine Zusage gegeben: „Ich bin bei euch…“. Auch die Gemeinde hat mit ihrem „Ja, mit Gottes Hilfe“ klar bestätigt, dass sie hinter der Aussendung der Familie Schreiner steht. Hierzu wurden alle aufgefordert, diese Missionsarbeit durch Gebet und nach Möglichkeit auch finanziell zu unterstützen.

Die Aussendung wurde, nach Überreichung der Aussendungsurkunde, durch Br. Rudolf Benzel und durch Br. Wilhelm Eichholz durchgeführt. Die Brüder Otto Eichholz (Neustadt a.d.W.), Alexander Benzel (Schwarzach), Eugen Nehlich (Wolfsburg) und Erich Hardt (Bad Sooden) haben für Familie Schreiner gebetet und sie gesegnet.

Gegen Ende des Gottesdienstes wurde ein Dankesbrief vom Propst Waldemar Jesse aus Tscheljabinsk vorgelesen und mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen des Herrn abgeschlossen.

Beim gemeinsamen Mittagessen konnte man sich von Alexander, Elena, Daniel und Raphael persönlich verabschieden. Sie werden am 17. Januar zu ihrem neuen Wirkungsort aufbrechen.

Es war eine würdige und ernste, aber auch freudige und zuversichtliche Aussendung. Man konnte deutlich merken, dass Jesus selbst sie aussendet.

Andreas Eichholz & Eduard Wolf

Aussendung von Alexander Schreiner Januar 2018

Die Kirchliche Gemeinschaft hat sich entschlossen Januar 2018 Alexander Schreiner mit seiner Familie als Missionar auszusenden!

Einsatzgebiet

Tscheljabinsk ist eine russische Großstadt am Ural mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern. Sie ist die siebtgrößte Stadt der Metropolen Russlands.
In diese Stadt wird Alexander Schreiner mit seiner Familie als Missionar von der Kirchlichen Gemeinschaft ausgesandt.

Vorstellung

Alexander ist am 01.02.1985 in Russland geboren. Im Alter von 18 Jahren kommt er in seinem Leben zu einem Wendepunkt.
Der Glaube an Jesus Christus, Gottes Liebe, Vergebung der Sünden und eine lebendige Beziehung zu Gott verändern seine Einstellungen zum Leben.
Durch Gottes Gnade und seine Hilfe ist es ihm möglich, das Theologiestudium erfolgreich zu absolvieren. Während dessen heiratet er seine Frau Elena. Inzwischen haben sie zwei Söhne: Daniel und Rafael.
Der Wunsch, dass auch andere Menschen die befreiende und frohe Botschaft von Gott hören, treibt ihn zur Tat an. Alexander freut sich und genießt es, wenn er den Menschen seiner Umgebung helfen kann und in der Nachfolge Jesu begleiten darf.

Sein Leitvers:
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3, 16)

 

Unsere Vision

Durch missionarische Aktivitäten und den pastoralen Dienst die Menschen zum lebendi-
gen Glauben an Jesus Christus einladen, fördern, begleiten und schulen.

Ziele:
➢ evangelistische und missionarische Einsätze
➢ Verkündigungsdienste in den bestehenden
Gemeinden
➢ Schulungen und Seminare für Gemeindeglieder
➢ Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter
➢ Kinder- und Jugendarbeit
➢ Freizeiten für jung und alt
➢ Seelsorge und Hausbesuche

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Kor. 5,20

Unser Anliegen

Liebe Geschwister und Missionsfreunde: „… lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf das wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit“ (Hebräer 4,16).

Beten Sie, damit der Herr den Bruder Alexander mit der nötigen Kraft, Weisheit, Geduld, Freude und Liebe im Dienst an den Menschen ausrüstet und befähigt.

Außerdem sucht Alexander Schreiner finanzielle Unterstützer, um einen festen Freundeskreis aufzubauen. Wenn Sie den Dienst in Russland finanziell unterstützen möchten, dann bitten wir Sie einen Dauerauftrag einzurichten.

Bankverbindung
Kirchliche Gemeinschaft e.V. in BSA
Evangelische Bank eG
IBAN: DE02 5206 0410 0100 0021 19
Verwendungszweck: Alexander Schreiner – 1500

Möchten Sie die Familie Schreiner mit einem Wort, Gruß oder ein paar Zeilen aufbauen, so würden sie sich über eine Nachricht sehr freuen.
E-Mail Adresse: alexelenaschreiner@mail.ru

Möchten Sie sich über die Arbeit von Bruder Schreiner informieren, nutzen Sie dazu seinen Blog: schreinerweb.wordpress.com

Für alle weiteren Fragen: Kirchliche Gemeinschaft der ev.-luth. Deutschen aus Russland e.V.
Am Haintor 13 | 37242 Bad Sooden-Allendorf
Telefon: 05652 4135 | Email: kg-bsa@web.de

Missions- & Evangelisationstage 2017 in Bad Sooden-Allendorf

Dieses Jahr haben die Missions- & Evangelisationstage in Bad Sooden-Allendorf stattgefunden – dem Ort, wo sich der Sitz des Vereins befindet. Die historische Verbundenheit, die Nähe zum Tagungsheim und der sehr schöne Ort haben wundervoll zum 40-jährigen Jubiläum gepasst und die Tage noch schöner werden lassen.

Am Samstag Mittag habe ich bereits auf dem Weg zum und beim Empfang im „Werratal Kultur- & Kongresszentrum“ viele Freunde und Bekannte aus ganz Deutschland getroffen. Wie schön ist es über viele Jahre hinweg mit Geschwistern aus unterschiedlichsten Brüdergemeinden miteinander verbunden zu sein! Jesus verbindet uns, auch wenn viele Hunderte Kilometer und einige Jahre des Nichtsehens dazwischen liegen.

Die Freude und Festlichkeit des Anlasses wurde dann auch von meinem Eindruck über die Räumlichkeiten unterstrichen. Der große Saal der „Werratal Kultur- & Kongresszentrum“ war optimal und sehr angenehm & zweckdienlich zum längeren Zuhören geeignet. Vorne hing über der Bühne das Thema dieser Missions- und Evangelisationstage: Gott verändert Leben!

Das nächste Highlight war der große gemischte Chor, der zur Anbetung Gottes einlud: Die Freude am Herrn ist eure Stärke! Jüngere und ältere Geschwister aus verschiedenen Brüdergemeinden haben es im Vorfeld geschafft gemeinsam zehn sehr schöne Lieder einzuüben. Der große gemischte Chor bereicherte die beiden Gottesdienste am Samstag und Sonntag Nachmittag.

Im ersten Gottesdienst gab es zwei Predigten. Zuerst sprach Alfred Eichholz zum Thema „Allein durch die Schrift“ über die Bedeutung von Gottes Wort. Er griff das Thema durch ein Zitat vom kirgisischen Schriftsteller Aitmatow auf: „Wo kein Wort ist, ist auch kein Gott.“ Es ist uns ohne die Bibel nicht möglich über Gott nachzudenken und gerettet zu werden! Nur die Heilige Schrift hat die Kraft unsere Herzen zu verändern. Sie hat diese Kraft in ihren einfachen Worten! Dagegen nimmt der Glaube ab, wo er nicht in Gottes Wort gegründet ist. Wollen wir daran wie die Reformatoren festhalten? Oder irren wir wie die Schriftgelehrten, die die Schrift doch nicht kannten und eigene menschliche Auslegung der eigentlichen Bedeutung überstülpten?

Die zweite Predigt hielt Viktor Gräfenstein zu „Allein durch Gnade“. Er erklärte Gnade als Wirkung, die ein Gesetz außer Kraft setzt. Das göttliche Gesetz ist, dass der Lohn der Sünde der Tod ist. Die Gnade Gottes aber stellt sich dazwischen und hebt die Folge auf. Durch die Gnade Gottes werden wir frei! Wir erhalten Vergebung der Sünden und sind damit gerechtfertigt vor Gott. Diese geistlichen Wahrheiten veranschaulichte er sehr bildlich an einer kurzen Geschichte: Der Ärmel eines Mitarbeiters verfing sich in einer großen Kreissäge und so wurde sein Arm unaufhaltsam zur Kreissäge gezogen. Das ist das Gesetz. Die Gnade, die einschritt, war das rettende Drücken des Ausschalters durch einen anderen. So rettet Gott uns allein durch Gnade, weil unsere Verurteilung an Jesus vollzogen wurde!

Als Nächstes gibt es am frühen Abend einen besonderen Vortrag von Eduard Penner und Alexander Schacht zum Jubiläum „40 Jahre Kirchliche Gemeinschaft als Verein“. Es wird vorgestellt wozu die Kirchliche Gemeinschaft da ist und welche Ziele sie verfolgt. Mit zahlreichen Bildern wird die Geschichte beleuchtet. Alle Informationen und Bilder findet man in der Festzeitschrift, die man sich auch für eine Spende bestellen kann.

Am Samstag Abend begeistert mich der große Jugendchor. Wie schön ist es, wenn junge Menschen hingebungsvoll Gott ehren und ihn groß machen! Waldemar Lies hielt eine evangelistische Ansprache zur „Veränderung des Herzens“. Nach Epheser 3,17 soll Jesus Christus in unserem Herzen wohnen und wir fest in seiner Liebe gegründet und verwurzelt sein. Waldemar berichtete uns von Flüchtlingen, die diese rettende Botschaft annahmen und gegenüber ihren muslimischen Freunden bezeugen. Als Beispiel erzählte Alex Schreiner zeugnishaft aus seinem Leben.

Damit es nicht zu lang wird, möchte ich mit meinen Eindrücken vom Sonntagvormittaggottesdienst abschließen. Alexander Scheiermann predigte zunächst zum Thema „Allein durch Christus„. Er behauptete, dass es keinen besseren Beruf gäbe, als Christus zu verkünden und forderte uns heraus, dass die Begabtesten Gott dienen sollten. Geben wir Gott das Beste? Wie wäre es, wenn jede Gemeinde fünf Missionare und fünf Pastoren aussenden würde? Das würde einiges verändern. Der Gottesdienst wurde durch eine ernste Abendmahlsansprache und das gemeinsame Abendmahl abgerundet. Es war herrlich in so großer Gemeinschaft miteinander das Mahl des Herrn zu feiern! Gott hat uns so reich beschenkt!

Die Schlusspredigt hielt Viktor Gräfenstein zum Thema: „Allein durch Glauben“. Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen. Es ging in der Predigt auch um das Verhältnis zwischen „Werke und Glauben“. Wir sollten aufpassen, dass wir nicht unsere Werke – bildlich gesprochen – wie Früchte in einem Korb vor uns hertragen. Nach der Offenbarung 14,13 folgt nicht der Glaube den Werken, sondern die Werke folgen ihnen (den Glaubenden) nach.