„Ein Herz für Russland“ – Brief von Propst Waldemar Jesse

Es gibt viele Menschen und Sachen, die bei uns auf dem Herzen liegen. Dafür nehmen wir uns Zeit, denken immer wieder dran, geben etwas aus. Und das ist gut so! Nun behaupte ich mal, dass man auch „ein Herz für Russland“ haben kann. Und ich kenne solche Menschen, die sich für die missionarische Arbeit in Russland interessieren und beten. Manche gehen weiter, indem sie spenden und Kurzeinsätze unternehmen. Dafür bin ich diesen Menschen und Gemeinden sehr dankbar. Ohne sie wäre vieles nicht möglich.

In der Bibel lesen wir: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende!“ (Matth. 9,37-38)

Diese Bibelworte sind heute sehr aktuell für Russland. Wir haben tatsächlich großen Bedarf und wenige Mitarbeiter, die in der Lage sind die frohe Botschaft von Jesus Christus in der fremden Umgebung den Menschen zu tragen.

Wir freuen uns sehr, dass in wenigen Tagen unser Team in Russland durch Alexander und Elena Schreiner verstärkt wird. Wir sind den ev. Brüdergemeinden und der Kirchlichen Gemeinschaft für die Sendung des Ehepaars dankbar. Herzlichen Dank auch an alle Geschwister und Gemeinden, die für uns und für sie beten und spenden.

Es ist viel zu tun. Und das in den Bereichen:

  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Mission und Evangelisation
  • Mitarbeiterschulung
  • soziale Dienste etc.

Wir können nichts, aber Jesus will durch uns und sie die Menschen zum Lebendigen Glauben einladen, fordern, motivieren und zum evangelistischen Lebensstil begleiten. Sie haben mit Sicherheit „Ein Herz für Russland“. Jesus Christus segne Sie.

Ihr Waldemar Jesse (Propst aus Tscheljabinsk)

Aussendungsgottesdienst von Alexander Schreiner

Am 14. Januar 2018 wurde in der Martin-Luther-Kirche, Neustadt/W. der Aussendungsgottesdienst für Familie Schreiner (Alexander, Elena, Daniel, Raphael) mit nahezu 500 Personen gefeiert. Es war eine Feier, in der die Anwesenheit und das Wirken Gottes buchstäblich spürbar waren.

Der Gottesdienst war in zwei Teile gegliedert. Als erster hat Alexander Schreiner gepredigt. Er behandelte das erste Zeichen Jesu – die Verwandlung von Wasser in Wein. Maria, die Mutter Jesu, wendet sich mit der Not anderer Menschen an ihn. Trotz Abweisung behält Maria das feste und einfache Vertrauen und den Glauben, dass Jesus helfen kann und wird. Maria bittet die Diener, das zu tun, was Jesus ihnen sagen wird. Damit war für sie das Problem erledigt. Jesus reagiert scheinbar hart und abweisend, doch macht er das Unmögliche möglich. Jesus Handeln übertrifft alle Erwartungen.

Alles, was uns und unser Herz beschwert, können wir zu Jesus bringen. Bei ihm sind unsere Nöte gut aufgehoben. Jesus tut Wunder. Nicht, damit wir voller Staunen stehen bleiben, sondern, damit wir Ihn als den Sohn Gottes erkennen und Ihn anbeten.

Wir hörten tröstliche Zusagen: Jesus kann auch unser Wasser in Wein verwandeln. Er will unsere Herzen, unseren Unglauben in Glauben, unsere Trauer in Freude und unsere Sorge in Zuversicht verwandeln.

Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Jugendchor, vom Männerchor und durch ein Gruppenlied von Freunden der Familie Schreiner umrahmt.

Im zweiten Teil des Gottesdienstes fand die Aussendung der Familie Schreiner in die Mission nach Tscheljabinsk statt. Hierzu haben Br. Wilhelm Eichholz und Br. Eduard Penner, 1. Vorsitzender, kurze Ansprachen zu Matthäus 28, 16-20 gehalten. Beide Brüder haben verdeutlicht, dass letzten Endes nicht wir, sondern Jesus selbst der Herr der Mission ist und aussendet.

Alexander und Elena sind selbst durch die Mission in Kirgistan zum Glauben gekommen. Und nun gehen sie selbst als Missionare. Der Segen Gottes vervielfältigt sich! Es ist uns außerdem deutlich geworden, dass Mission kein Spaziergang ist. Es werden Schwierigkeiten aufkommen. Aber Jesus hat seine Zusage gegeben: „Ich bin bei euch…“. Auch die Gemeinde hat mit ihrem „Ja, mit Gottes Hilfe“ klar bestätigt, dass sie hinter der Aussendung der Familie Schreiner steht. Hierzu wurden alle aufgefordert, diese Missionsarbeit durch Gebet und nach Möglichkeit auch finanziell zu unterstützen.

Die Aussendung wurde, nach Überreichung der Aussendungsurkunde, durch Br. Rudolf Benzel und durch Br. Wilhelm Eichholz durchgeführt. Die Brüder Otto Eichholz (Neustadt a.d.W.), Alexander Benzel (Schwarzach), Eugen Nehlich (Wolfsburg) und Erich Hardt (Bad Sooden) haben für Familie Schreiner gebetet und sie gesegnet.

Gegen Ende des Gottesdienstes wurde ein Dankesbrief vom Propst Waldemar Jesse aus Tscheljabinsk vorgelesen und mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen des Herrn abgeschlossen.

Beim gemeinsamen Mittagessen konnte man sich von Alexander, Elena, Daniel und Raphael persönlich verabschieden. Sie werden am 17. Januar zu ihrem neuen Wirkungsort aufbrechen.

Es war eine würdige und ernste, aber auch freudige und zuversichtliche Aussendung. Man konnte deutlich merken, dass Jesus selbst sie aussendet.

Andreas Eichholz & Eduard Wolf