Geistliches Wort März 2018

Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen in der ganzen Schrift aus, was von ihm gesagt war. (Evangelium Lukas 24, 26-27)

Liebe Geschwister im Glauben an Jesus Christus, liebe Freunde!

Die oben zitierte Bibelworte hat Jesus am Abend seines Auferstehungstages zu den zwei Emmausjüngern gesprochen, die traurig und verwirrt nach Hause gingen. Sie kannten die Bibel, sie hörten oft Jesus predigen und sahen die Wunder, die er tat, aber sie verstanden nicht, warum er leiden und sterben musste. Jesu Antwort ist: Um zu seiner Herrlichkeit einzugehen!

Wie darf ich von Ihnen verlangen, jetzt den ganzen Hebräerbrief aufmerksam zu lesen, wenn Sie für ein einziges Kapitel am Tag keine Zeit haben? Ich würde mich schon riesig freuen, wenn Sie jetzt sofort Psalm 22 und Jesaja 53 lesen würden! 

Kein Buch der Welt, außer der Heiligen Schrift, behauptet, Gottes Wort zu sein, geläutert sieben Mal, (Psalm 12, 7). Kein Buch dieser Welt beantwortet genau, woher wir kommen, wozu wir leben und wohin wir gehen. Kein Buch hat unsere Redewendungen und unsere Sprichwörter so sehr geprägt, wie die Bibel! Nehmen Sie sich genügend Zeit, sie gründlich zu lesen? Wir werden belogen, Texte dieses Buches werden aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht und ihrer frohen Botschaft beraubt! Es gibt Rettung aus Sünde und ewigem Tod , weil der Herr Jesus Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung Vergebung der Sünden und ewiges Leben allen gibt, die sich ihm anvertrauen wollen.

Und Jesus fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen in der ganzen Schrift, was von ihm hunderte von Jahren vor seiner menschlichen Geburt geschrieben war. O, ich wäre damals so gerne dabei!

In meinem Suchen nach dem Sinn des Lebens habe ich mich mit allen Weltreligionen beschäftigt, soweit es eine Unibibliothek in der Sowjetunion es mir damals möglich machte. Als mein Vater eine Bibel von einer Lettin für sehr viel Geld kaufte, begann ich sie zu lesen und bin nicht aus dem Staunen herausgekommen, was dieses Buch an Lebensnähe und Weisheit offenbart. Nun habe ich sie weit mehr als hundert Mal durchgelesen und bin immer noch begeistert und fasziniert über dem Inhalt, der Tiefe, der Aktualität dieses Buches und der präzisen Voraussagen der Zukunft!

Alle meine Argumentationen über den Tod, die Wirklichkeit der Hölle und die alleinige Rettung jedes Menschen nur durch diesen Einen, Jesus Christus, werden von Ihnen nicht geglaubt und angenommen. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit: die Bibel selbst aufmerksam und von Anfang bis zum Ende durchzulesen! Ich würde viel dafür geben, wenn ich Sie durch diese Zeilen begeistern könnte, viel und anhaltend in der Bibel zu lesen. Verlange ich denn etwas Unmögliches? Es hängt doch so viel für Sie davon ab! Jesus ist von Gott selbst gesetzt, der einzige Retter der Welt zu sein, (Apostelgeschichte 4,12 und Römerbrief 5, 18). Ob Sie das glauben oder nicht, Sie werden vor ihm stehen müssen, um Rechenschaft über Ihr ganzes Leben zu geben, (Offenbarung 20, 11-15).

Ich möchte zum Schluss alle die, welche das Wort Gottes verkündigen und lieb haben, ermutigen, es mit Freude und ohne Scheu zu tun und sich nicht zu schämen, Jesus Christus, den König aller Könige und Herrn aller Herren zu verherrlichen!

Lasset Ostern werden in vielen Herzen Ihrer Zuhörer!

Der HERR wird es Ihnen vergelten.

Frohe Ostertage wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!

Viktor Naschilewski

Geistliches Wort zur Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6

Nimm und trink, das tut dir gut! Als Kinder haben wir das oft gehört, wenn wir besonders durstig waren, oder krank. Und wenn es gute Hände waren, die uns den Becher reichten, dann tat es doppelt gut.

In späteren Jahren gab es andere Erfahrungen. Nicht alles, was man trank, hat gut getan. Vieles worauf man sich einließ, war Täuschung. Entsprach dem seelischen Verlangen nicht. Konnte den Lebensdurst nicht stillen. Denn unsere Seele „dürstet nach Gott, nach dem lebendi­gen Gott. Sie will Erfüllung nicht nur Stillung.“(Ps.42,2)

Bewusst und auch unbe­wusst, sind wir alle auf der Suche danach. Die Ei­nen früher, andere später. Die alles entscheidende Frage aber bleibt offen. Wie kann ich vor IHM bestehen, wenn unausweichlich ER mir begegnet? – So fragen die Durstigen, die nichts zu bieten haben, als nur ihren Durst. Die Zahl der Entwöhnten, die solchen Durst nicht kennen, ist weit größer. Sie haben sich sol­chen Durst abtrainiert. Nach der Devise: „Was man nicht sieht, das gibt es nicht: Doch Gottlose sind Gott noch lange nicht los. Das wird sich letztendlich erweisen.“

An IHM führt kein Weg und kein Wasser vorbei.

Gewiss gibt es noch eine dritte Kategorie von Menschen. Ganze Völker gehören dazu. Seit Urzeiten sucht man in strengen religiösen Ritualen sein Seelenheil. Unfassbar was da alles investiert wird, an Leib und Leben, um Gott nahe zu kom­men. Und um Gott günstig zu stimmen. Doch reicht es meist nur bis zur „Schwelle“. Nicht bis zur „Quelle“. Diesbezüglich sind alle menschlichen Anstrengungen bisher „auf der Strecke“ geblie­ben.

Und das macht den Unterschied aus. Eben darin unterscheidet sich das Christentum von allen Religionen. Religionen sind der Weg von unten nach oben. Die Botschaft der Bibel hinge­gen ist der umgekehrte Weg: GOTT kommt zu uns! Er kommt uns entgegen. Jedem von uns kommt er entgegen. Er sucht uns wie ein Hirte seine verirrten Schafe, die von selbst nicht zurückfinden können. In tiefste Tiefen menschlichen Elends kam er herab, da­mit keiner vergessen oder verachtet werde.

Das mag unfassbar sein, ist aber wahr. Ist erfahrbar! Und alle, die sich Gott geöffnet haben, bezeugen es. Alles bisher Tren­nende und Fremde gilt jetzt nicht mehr. Es ist überwunden. Im Opfer das er selbst erbrachte, am Kreuz von Golgatha. Das sind wir IHM Wert gewesen – und wert geblieben bis auf den heuti­gen Tag.

Hier – und nur hier – ist die „Quelle lebendi­gen Wassers“ für durstige Seelen: Friede, Versöhnung und Ewigkeit! Das ist uns im Evangelium verbrieft.

Weil der Gekreuzigte ja nicht im Tod geblie­ben ist. Der Auferstandene bezeugte und bezeugt sich den Seinen auf seine Weise weltweit.

Und wir gehören dazu. Wir haben sein Wort. Geladene Gäste sind wir. Beschenkt und ausgestat­tet mit Gnade und Barm­herzigkeit. Ohne jegliche Gegenleistung. Ganz und gar umsonst! Man muss nur kommen und empfangen, das ist alles. Denn Liebe ist nicht käuflich. Sie will beantwortet sein. „So nimm denn und trink! Mein Blut für dich vergossen.“ Das stärke und erhalte dich im Glauben zum ewigen Leben.

In unserem Geistlichen Liederschatz (319) singen wir:

„Wen dürstet, der komme und trinke sich satt.“ So rufet der Geist und die Braut, nur wer in dem Strome gewaschen sich hat, das Angesicht Gottes einst schaut.
O Seele, ich bitte dich; komm und such diesen herrlichen Strom, sein Wasser fließt frei und mächtiglich. O glaub`s, es fließt für dich.

Siegfried Springer

Geistliches Wort zur Adventszeit 2017

„Denn sie warteten alle auf ihn.“ (5. Lukas 8,40)

Advent – in diesen Tagen hören wir besonders viel davon. Mittlerweile sind die Geschäftsstraßen weihnachtlich geschmückt, die Fußgängerzonen füllen sich mit Kunden, die immer wieder vor schweren Entscheidungen stehen, für wen sie die passenden Geschenke aussuchen sollen.
Manche klagen über einen regelrechten Adventsstress. Besonders bevorstehende Besuche erfordern unsere Aufmerksamkeit. Da sind viele Vorbereitungen zu treffen. Da wird geplant, geputzt und eingekauft, denn ein Besucher kommt. Advent hat es auch mit einem ankommenden Besucher zu tun, denn Advent bedeutet ja Ankunft. Es geht um die Ankunft Jesu Christi! Das Schriftwort sagt uns „… denn sie warteten alle auf ihn.“ Ob wir diesen Besucher bei allen unseren Adventsvorbereitungen in diesen Tagen noch erwarten?

Advent heißt für die Kinder des Höchsten: Jesus ist gekommen.

In Luk. 2,10-11 heißt es: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids“.

In dieser Zeit werden wir immer wieder daran erinnert, wie Jesus als kleines Kind in diese Welt kam. Aber sollte diese Geschichte einen direkten Bezug zu unserer Gegenwart haben? Hat es mit meinem und deinem Alltagsleben etwas zu tun? Für viele unserer Mitmenschen scheint es zweifelhaft zu sein. Doch die Botschaft von der Ankunft Jesu ist nicht nur für die schöne Adventszeit gedacht. Sie ist mehr! Sie ist die Wahrheit, die mein und dein Leben völlig verändern kann.
Der Advent erinnert uns an eine Zeit der Erwartung. Nach dem Sündenfall, war die Gemeinschaft mit Gott zerstört. Aber Gott versprach einen Retter zu schicken, der diese zerbrochene Beziehung zwischen Ihm und den Menschen wieder heilen sollte. Das Warten auf diesen Retter begann. Durch all die Zeiten hielten Propheten diese Erwartung im Volk Israel wach. Als Jesus in Bethlehem geboren wurde, ging Gottes Versprechen in Erfüllung – aber anders, als erwartet. Dieses kleine Kind, in Armut geboren, dieser Mann – wie ein Verbrecher am Kreuz gestorben – konnte wohl kaum ein Retter sein. Über dieses Geschenk Gottes freuten sich in Israel wirklich nur wenige. Dennoch: Mit diesem Jesus erschien der erwartete Retter. Er lebte auf dieser Erde, starb für die Sünder am Kreuz und erfüllte damit Gottes Verheißung. Dieses Geschenk Gottes gilt auch Ihnen – schon heute!

Advent heißt für die Christen: Jesus kommt wieder.

In Titus 2,13 steht geschrieben: „Und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus.“ Kann es wirklich so sein, dass diese Geschichte von der Ankunft Jesu eine Bedeutung für alle Menschen unsere Erde hat? Manche denken, die Botschaft von Jesus Christus ist nur etwas ganz Persönliches, rein Privates. Aber das stimmt nicht! Die Weltgeschichte wird nicht einfach so unendlich weiter laufen wie bisher. Sondern, sie zielt auf die bevorstehende Ankunft Jesu Christi.

Unser Universum, unsere Erde naht einem großen Ereignis der Weltgeschichte entgegen. Das größte Ziel Gottes ist, dass Jesus Christus, als König wieder kommt. Darin besteht der Triumph Gottes, die größte Ehre – darum war seine erste Ankunft so wichtig, darum ging er freiwillig ans Kreuz und ist für uns gestorben, auferstanden und gen Himmel gefahren – damit er wieder in großer Kraft und Herrlichkeit kommen kann.

Was wird das für ein Moment sein!? Die Bibel sagt uns: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die Ihn lieben.“ 1. Kor. 2,9. Ist das nicht wunderbar, daran zu glauben? Daran Freude zu haben und sich darauf vorzubereiten? „Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen“ Joh. 4,25. Prägt diese Adventsaussage unser Leben? Die begründete Hoffnung auf die Ankunft Jesu Christi hat die Menschen immer wieder beflügelt, erwartungsfroh der Zukunft entgegen zu gehen. Gegen alle Hoffnungslosigkeit unserer Zeit wird uns hier eine lebendige Perspektive geöffnet. Advent – viele Erwartungen sind damit verbunden. Wir wollen den Einen erwarten, der in jede Dunkelheit Licht bringen kann. Dann können wir voller Freude ausrufen: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch! Der Herr ist nahe!“ Phil. 4,4-5.

Advent heißt für den geliebten Mensch: Jesus will zu dir kommen.

Es gibt noch eine dritte Ebene des Wortes Advent. Neben der Geschichte aus alter Zeit und der Hoffnung auf die Zukunft, nimmt diese dritte Bedeutung persönlicher Bezug auf uns. Advent ist die Möglichkeit einer persönlichen Begegnung mit diesem Herrn Jesus Christus heute. Die Hektik in diesen Tagen scheint keine Freiräume dazu zu bieten, vieles drängt sich auf, muss erledigt werden. Keine Zeit im Advent für Jesus Christus? Aber Sein Wunsch ist in diesen Tagen dir persönlich die Freude der Vergebung zu schenken. Das wäre sehr schade, wenn du sein Angebot ablehnst, denn ohne Ihn muss doch die ganze Adventszeit mit dem abschließenden Weihnachtsfest eine leere Hülle ohne Leben bleiben. Vielleicht endet deshalb manches Weihnachtsfest so enttäuschend, weil wir so viele Erwartungen aneinander haben, die wir niemals erfüllen können. Das größte Geschenk, das Gott uns daher anbietet, ist die Begleichung unserer Schuld: die Vergebung unserer Sünden. Jeder kann dieses großartige Geschenk für sich persönlich in Anspruch nehmen. Gott will das alle Menschen sich retten lassen. In dieser Adventszeit hat jeder die Chance, sein Leben unter seine Herrschaft zu stellen.

Advent! – Jesus kam hernieder zu uns von seiner Himmelsherrlichkeit, um uns zu erlösen und uns das Tor des verlorenen Paradieses wieder zu öffnen.
Advent! – Jesus wird kommen in großer Kraft und Herrlichkeit, um seine Erlösten heimzuholen und Gericht zu halten über seine Feinde.
Advent! – Jesus kommt noch heute durch seinen Geist in jedes Herz, das seine Stimme hört und ihm auftut.

Wer diesen Advent erlebt hat, kann erst wahrhaft froh und selig Weihnacht feiern. Es gibt auf Erden kein größeres Glück. Dies Glück ist dein in dieser Advents- und Weihnachtszeit!
In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen als Vorstand, eine wertvolle und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Gott halte seine Hand über Ihnen und segne Sie!

Ihr Rudolf Benzel