Kurzer Bericht der Mitgliederversammlung 2019

sdr

Am 09. März 2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung der Kirchlichen Gemeinschaft statt. Die Mitgliederversammlung ist laut dem Vereinsrecht das höchste Entscheidungsgremium.

Bruder Eduard Penner begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich im Namen des gesamten Vorstandes. Er bedankte sich bei den Mitgliedern für ihr reges Interesse an der Arbeit und Aktivitäten der Kirchlichen Gemeinschaft. In meiner Andacht lud ich die Teilnehmer ein, in der Passionszeit anstatt zu verzichten und „Sieben-Wochen-ohne“ einzuhalten, eher diese Zeit als „sieben Wochen mit“ zu erleben. In Philipperbrief 3,7-10 werden die Nachfolger Jesu aufgefordert „Christus zu erkennen“. Dabei sollen Christen nicht nur die Kraft der Auferstehung Christi erkennen, sondern auch die „Gemeinschaft Christi Leiden“, um seinem Tod ähnlich zu werden, um zur Auferstehung zu gelangen. Die Zuhörer wurden eingeladen in der bevorstehenden Passionszeit darüber nachzudenken, was der Apostel Paulus damit meinte, als er an die Christen in der Stadt Philippi schrieb, er will „mit Christus mitleiden“.

Nachdem die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt und ein Protokollführer gewählt waren, berichtete der Vorstand über das zurückliegende, ereignisreiche Jahr. Neben den regulären Tätigkeiten wurde vom Besuch in Russland in Tscheljabinsk und verschiedenen Gemeinden der umliegenden Ortschaften berichtet. Außerdem haben einige Vorstandsmitglieder bei der Einführung des Missionars Alexander Schreiner in seinen pastoralen Dienst in Russland teilgenommen. Einige Renovierungen wurden im Freizeitheim unternommen.

Ein detaillierter Kassenbericht wurde der Mitgliederversammlung vorgestellt und nach klärenden Rückfragen auch angenommen. Der Vorstand informierte die Mitglieder über die geplanten Veranstaltungen und berichtete über personelle Veränderungen in der Kirchlichen Gemeinschaft.

Die Mitglieder hatten auch die Gelegenheit persönliche Einblicke in den Dienst von Bruder Siegfried Springer zu bekommen, die lebhaft durch den angereisten Landesbischof i.R. Horst Hirschler der Versammlung mitgeteilt wurden.

Abschließend bedankte sich Eduard Penner im Namen des Vorstands für alle Unterstützung durch die Mitglieder und bat um Fürbitte und weitere Unterstützung der Arbeit der Kirchlichen Gemeinschaft.

Da um 14:30 Uhr in der St. Crucis Kirche ein Gedenkgottesdienst für den kürzlich verstorbenen Bruder Siegfried Springer vorgesehen war, wurde die Versammlung kurz nach 12 Uhr mit einem gemeinsamen Lied und Gebet von Bruder Wilhelm Eichholz geschlossen.

Waldemar Lies und Andrea Lange

Vorstellung Geschäftsführender Prediger Waldemar Lies

Mein Name ist Waldemar Lies. Ich bin glücklich mit Olga, geb. Dyck, verheiratet. Gott hat uns mit drei wunderbaren Kindern beschenkt.

Ich bin in einer russland-deutschen Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Omsk, in Südwestsibirien, geboren und aufgewachsen. Meine Großeltern waren und Eltern sind wiedergeborene Christen, die Jesus Christus und Sein Wort lieben. In einem behüteten Umfeld, geprägt von der bedingungsloser Liebe und Annahme Gottes, aufwachsen zu dürfen, zähle ich als ein Vorrecht! Außer den sonntäglichen Gottesdiensten gehörten die Versammlungen mittwochs und samstags und die Bibelstunde donnerstags zum wöchentlichen Programm der Familie. Aber genauso gehörte zum wöchentlichen Programm in der Schule der regelmäßige Spott, Erniedrigungen und Demütigungen seitens des Lehrkollegiums und der Mitschüler über meine Deutsche Nationalität und christlichen Glauben. Trotz alledem entschied ich mich, mit 15 Jahren, Jesus Christus als meinem persönlichen Retter und Herr mein Leben anzuvertrauen und Ihm nachzufolgen.

Meine Ausbildung zum Krankenpfleger absolvierte ich in der Stadt Omsk. Dort schloss ich mich der Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde an und engagierte mich im Jugendkreis. Das Gemeindeleben war nicht nur auf die Besuche der sonntäglichen Gottesdienste beschränkt, sondern war von regelmäßigen Ausflügen und Besuchen in den umliegenden Gemeinden geprägt.

Nach der Ausbildung siedelte ich mit meinen Eltern nach Deutschland um. Ich studierte evangelische Theologie in Bad Liebenzell. Anschließend lebte ich zwei Jahre in England, bevor ich mit der Liebenzeller Mission nach Bangladesch ging. In den fast 15 Jahren der Missionsarbeit in dem vorwiegend moslemischen Land konzertierte ich mich auf die Ausbildung von einheimischen Pastoren und Mitarbeiter, Begleitung von Missionaren und Betreuung von sozialen Projekten. Nach der Rückkehr nach Deutschland vor über 5 Jahren arbeitete ich schwerpunktmäßig unter Flüchtlingen und Migranten in Süddeutschland.

Ein Bibelwort, das mich über Jahrzehnte als Richtschnur in meinem geistlichen Leben begleitet, ist auch mein Wunsch und Gebet für meine Familie und meine Glaubensgeschwister.

„Ich habe keine größere Freude denn die, dass ich höre, wie meine Kinder in der Wahrheit wandeln.“ (3. Joh. 1,4). Ein Kind Gottes kann Jesus fröhlich nachfolgen, wenn dies geschieht begründet im Wissen, dass Gottes Wort und Jesus Christus die Wahrheit ist.

Bericht von der Mitgliederversammlung 2018

Am 03. März 2018 trafen sich 37 Mitglieder  der Kirchlichen Gemeinschaft und einige Gäste zur Mitgliederversammlung in Bad Sooden-Allendorf. Der Vorsitzende Eduard Penner begrüßte die Anwesenden und leitete durch den Tag.

Es war ein bedeutsamer Tag für die Kirchliche Gemeinschaft, weil die Wahlen des Vorstands anstanden und Viktor Naschilewski und Waldemar Schall das letzte Mal ihren Bericht als Hauptamtliche Mitarbeiter vortrugen.

Bei der Wahl kam es zu folgenden Ergebnissen: Der bisherige Vorsitzende Eduard Penner (Wolfsburg) wurde wiedergewählt. Der neue stellvertretende Vorsitzende ist Alexander Schachtmaier (Gifhorn). Er ist nach vier Jahren Pause wieder in der Vorstandsarbeit dabei. Von den fünf weiteren Mitgliedern des Vorstands sind Erich Hardt (Bad Sooden-Allendorf) und Rudolf Benzel (Schwarzach) weiterhin dabei. Neu sind Jakob Gebel (Bad Kreuznach), Otto Eichholz (Neustadt a.d.W.) und Viktor Schulz (Ravenstein). Der neue Vorstand hat die herausfordernde Aufgabe die Kirchliche Gemeinschaft durch die anstehenden Umbrüche zu leiten und braucht deshalb unser aller Gebet!

Viktor Naschilewski und Waldemar Schall gaben uns durch ihre Berichte Einblicke in ihre vielfältige Arbeit. Ihr wichtiger Reisedienst ist bereichernd für Gemeinden und Privatpersonen und gleichzeitig herausfordernd und anstrengend für sie. Nehmen sie die Gelegenheit war und besuchen Sie noch die angebotenen Veranstaltungen und nutzen Sie die angebotenen Dienste unserer Mitarbeiter/Brüder in ihrem letzten aktiven Dienstjahr.

Aus dem Rückblick von Eduard Penner auf die Arbeit des Vorstands im letzten Jahr, sei besonders auf die schönen Missions- und Evangelisationstage in Bad Sooden-Allendorf und die Anstellung und Aussendung von Alexander Schreiner und seiner Familie als Missionar nach Russland- Tscheljabinsk erwähnt. Außerdem bedankte sich Eduard Penner explizit für die Zusammenarbeit des scheidenden Vorstands in den letzten vier Jahren.

Wir bitten Sie, lieber Leser, für die finanzielle Situation der Kirchlichen Gemeinschaft und die Aufenthaltserlaubnis der Familie von Alexander Schreiner zu beten. Vielen Dank für alle Gebete und alle Unterstützung!

Frauenwochenende Dezember 2018

Das Frauenwochenende war für uns alle ein großer Segen und wir danken unserem Gott, dass er uns immer noch diese Möglichkeit schenkt. Am Anfang wussten wir nicht mit wem wir Gemeinschaft haben werden, doch nach dem ersten Lied ist eine so feste Gemeinschaft, Vertrautheit und Geborgenheit unter uns allen entstanden, sodass wir auch über tiefgründige Probleme gemeinsam beten und uns austauschen konnten.

Gottes Nähe, Kraft und Wirkung des heiligen Geistes spürten wir besonders in unserem Gebetskreis. Wir haben uns zu einem Gebet vereint. Das war eine Erfahrung, die ich so noch nicht kannte.

Während des Frauenwochenendes behandelten wir zwei Frauengestalten aus der Bibel.

  1. Maria Magdalena, die Jesus von den sieben Dämonen befreite.
  2. Gomer, die Frau des Propheten Hosea, dem Gott sagte „Gehe hin und nimm ein Hurenweib“.

Außerdem beschäftigten uns mit den beiden Themen Kindererziehung und „Vergebung und Versöhnung“.

Dieses Wochenende hat alle unsere Erwartungen weit übertroffen. Gesegnet und gestärkt kehrten wir wieder zu unseren Familien zurück.

Teilnehmerinnen aus Hamburg